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trendence Graduate Barometer - IT Edition

Zwischen September 2015 und Februar 2016 wurden über 5.700 abschlussnahe Studierende der Informatik zum Thema Berufseinstieg und über die für sie attraktivsten Arbeitgeber befragt. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

Fachkräftemangel in der IT-Branche verschärft sich

Google ist und bleibt der beliebteste Arbeitgeber der Informatik-Absolventen, gefolgt von der BMW Group und neu unter den Top 3 Apple. 

Auch wenn Google mit deutlichem Abstand die Spitzenposition hält, verliert das Weltunternehmen in diesem Jahr jeden siebten potenziellen Bewerber. Hier macht sich bemerkbar, dass der IT-Sektor zwar die beliebteste Branche der Informatiker für den ersten Job nach dem Studium bleibt, bei einer wachsenden Zahl der Absolventen aber nicht mehr automatisch erste Wahl ist. Das bekommt auch SAP zu spüren und fällt im Ranking der Wunscharbeitgeber von Rang 2 auf 5.

Klassische Beratungen überzeugen, IT-Beratungen verlieren

Immer mehr Informatiker wollen bei klassischen Beratungen wie McKinsey (Rang 38) und BCG (Rang 53) arbeiten, aber auch bei den Wirtschaftsprüfern EYPwC und KPMG (alle Rang 58). Dieser leichte Aufwärtstrend hält seit 2014 an. IT-Beratungen wie IBM, Capgemini und Accenture verlieren hingegen in der Gunst der Informatiker. McKinsey als bester klassischer Berater ist jetzt gleichauf mit Accenture auf Rang 38.

Banken gewinnen bei den Informatikern

In der zweiten Hälfte des Rankings zeigt sich ein weiterer Trend: Banken gewinnen in der Gunst der Informatiker. Bei der Commerzbank auf Rang 49 und der Postbank auf Rang 70 wollen sich im Vergleich zum Vorjahr heute doppelt so viele Informatiker bewerben. Auch die Deutsche Bank verbessert sich leicht auf Platz 44. Die Deutsche Bundesbank zählt erstmals zu den 100 Top-Arbeitgebern der Informatiker und belegt Rang 81. Banken rücken stärker ins Bewusstsein der IT-Absolventen für den Jobeinstieg. Auch der Öffentliche Dienst überzeugt mehr Informatiker: Bundeswehr und Bundesnachrichtendienst zählen zu den Gewinnern im Arbeitgeberranking.

Gründungsenthusiasmus verknappt Fachkräfteangebot

Die Hälfte der Informatiker glaubt, dass eigene innovative Ideen in Großunternehmen nur schwer umzusetzen sind. Da verwundert es nicht, dass jeder vierte Informatiker mit dem Gedanken spielt, während oder kurz nach dem Studium ein Start-up zu gründen. Damit gehen besonders die Leistungsträger, die eigenverantwortlich und innovativ arbeiten wollen, den Unternehmen als Mitarbeiter verloren. Aber es gibt Hoffnung: 60 Prozent der Entrepreneure können sich vorstellen, ihre Ideen in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen zu verwirklichen, wenn sie ihre Idee so umsetzen können, wie sie es für richtig halten. 

Gehaltserwartungen steigen

IT-Absolventen wollen im Schnitt 41,1 Stunden pro Woche am Arbeitsplatz verbringen. Dabei erwarten die männlichen Befragten ein höheres Gehalt als noch im Vorjahr – ein Trend, der seit fünf Jahren anhält. Auch die Gehaltserwartungen der Informatik-Studentinnen steigen mit 2.200 Euro nach zwei Jahren wieder an.

JahrErwartetes Jahresgehalt
Frauen
Erwartetes Jahresgehalt
Männer
201040.300 €44.100 €
201141.300 €44.300 €
201241.400 €45.400 €
201341.800 €46.000 €
201442.500 €46.400 €
201542.500 €47.300 €
201644.700 €47.700 €

Wusstest du, dass...

... es über der Hälfte der Befragten wichtiger ist, sich selbst zu verwirklichen, als viel Geld zu verdienen?

... 33,6 % der angehenden IT’ler sich Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen?

... 25,2% der IT-Studierenden mit dem Gedanken spielen, während oder direkt nach dem Studium ein Start-up zu gründen?

05/2016

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