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2. Versuch - das Zweitstudium

Das Zweitstudium bezeichnet ein grundständiges Studium, das nach dem Abschluss eines ersten Studiums aufgenommen wird. Nur wenn das erste Studium wirklich abgeschlossen wurde, handelt es sich um ein Zweitstudium.

Sinnvoll ist eine solche Hochschulausbildung aus verschiedenen Gründen. Ein Zweitstudium kann inhaltlich völlig unabhängig von deinem ersten Studium sein oder aber mit diesem in starker Verbindung stehen. Bei einigen Studiengängen ergeben sich erst mit Abschluss eines zweiten Studiums Chancen auf dem Arbeitsmarkt, bei manchen ist zur Ausübung des Berufs sogar ein Zweitstudium zwingend notwendig, so beispielsweise beim Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen.

Ein Zweitstudium ist auch neben dem Beruf möglich

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Noch einmal studieren?

Zweitstudienbewerbende müssen dieselben formalen Zulassungsvoraussetzungen erfüllen wie Erststudienbewerbende, und auch nach der Immatrikulation sind Erst- und Zweitstudierende desselben Studiengangs gleichgestellt. Sie müssen dieselben Leistungen erbringen, wobei Leistungen des Erststudiums prinzipiell auf das Zweitstudium angerechnet werden können. Voraussetzung hierfür ist, dass eine inhaltliche Gleichwertigkeit festgestellt wird.

Bei Studienplätzen, die über die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) vergeben werden, sind je Studiengang drei Prozent für Zweitstudienbewerber reserviert. Entscheidend für die Aufnahme ist neben der Abschlussnote des vorangegangenen Studiums die Motivation für das Zweitstudium. Bewerberinnen und Bewerber, die ihren Beruf nur durch ein absolviertes Zweitstudium ausüben können, erhalten natürlich Vorrang.

Bei Studiengängen mit hochschulinterner Zulassungsbeschränkung erfolgt die Vergabe der Studienplätze ähnlich. Einzelheiten regelt die jeweilige Hochschule intern. Staatlich wird das Zweitstudium meist nicht mehr gefördert, es sei denn, es ist zur Ausübung des Berufs erforderlich oder es liegt ein spezieller Härtefall vor.

Was zu beachten ist

Natürlich kostet ein Zweitstudium nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Da es gerade heutzutage wichtig ist, möglichst früh Berufserfahrung zu sammeln und in noch möglichst jungem Alter schon fertig ausgebildet ins Berufsleben einzusteigen, kann das Zweitstudium für manchen zum Problem werden.

Um nicht völlig praxisfremd zu bleiben, empfiehlt es sich daher, neben dem Zweitstudium erste berufliche Erfahrungen zu sammeln. Möglich ist ein Fernstudium, das aus der Berufstätigkeit heraus erfolgen kann. 

Darüber hinaus bietet das duale Studium die Möglichkeit, Studium und Arbeit zu vereinbaren. Es kombiniert das wissenschaftliche, theoretische Studium mit der praktischen Erfahrung im Unternehmen. Als Studierende oder Studierender schließt du dafür parallel für das duale Studium einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen ab. Du studierst dann abwechselnd oder in einer anderen zeitlichen Reihenfolge an der Hochschule und arbeitest in deiner Partner-Firma. Diese finanziert im Gegenzug dein duales Studium mit einem Stipendium. Für die Firmen bietet diese Art der Zusammenarbeit die Möglichkeit, Studierende langfristig zu binden und darüber hinaus an ihrem erhöhten fachlichen Potential teilzuhaben.

geschrieben von Mira-Kristin Muth – aktualisiert ( 05/2014 )

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