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Tipps für dein Studentenleben

Das Studentenleben hält viele Herausforderungen bereit. Wie du deinen Studienalltag mit all den Anforderungen und Verpflichtungen meisterst, und dich dabei auch von Rückschlägen nicht unterkriegen lässt, erfährst du in unseren Anregungen und Tipps für dein Leben als Student!

    Studienalltag meistern

    So bringst du Uni, Job und Freizeit erfolgreich unter einen Hut

    Gemütlich ausschlafen, sich die Nächte um die Ohren schlagen und die Zeit frei einteilen – die Realität des Studentenlebens sieht anders aus. Aktuelle Studien belegen, dass sich viele junge Menschen von der Mehrfachverpflichtung Uni, Nebenjob und Praktikum sowie Privatleben überfordert fühlen und ihr Studium deshalb abbrechen. Wer die akademische Ausbildung in absehbarer Zeit absolvieren, nebenbei Geld verdienen und in der Freizeit auch noch Familie und Freunde sowie Hobbies nicht vernachlässigen möchte, muss sich gut organisieren und jede freie Minute optimal nutzen. Damit du trotz Prüfungsstress, Erarbeiten wissenschaftlicher Texte und Vorlesungen genug Zeit für einen sinnvollen Nebenjob und privates Vergnügen aufbringst, haben wir für dich die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

    Balance zwischen Uni und Freizeit meistern

    © adam121 - Fotolia.com

     

    Spagat zwischen Uni und Beruf bewältigen

    Viele Studenten müssen ihr Studium zumindest teilweise durch einen Nebenjob finanzieren. Um genug Zeit für beide Verpflichtungen aufbringen zu können, ist ein sorgfältiges Zeitmanagement unentbehrlich. Erstelle vor dem Beginn des Semesters einen umfassenden Studienplan, indem du aus dem breiten Angebot an Pflichtvorlesungen und Übungen jene aussuchst, die sich auf drei oder maximal vier Tage in der Woche zusammenlegen lassen. Dabei musst du natürlich auch achten, dass du Lehrveranstaltungen auswählst, die thematisch zu deinem Studienschwerpunkt passen. Wenn du deinen Studienplan auf einige festgelegte Tage der Woche eingrenzen kannst, bleiben dir immer noch drei Tage, an denen du beruflichen Verpflichtungen nachgehen kannst.

    Konzentriere dich bei deiner Jobsuche auf Stellen, die mit einem fixen und vorhersehbaren Zeitplan verbunden oder so flexibel sind, dass du die Arbeitsstunden abhängig von deinem Studienplan und idealerweise auch am Wochenende einteilen kannst. Wenn dein Studienplan während des Semesters so zeitintensiv ist, dass nur kleine Nebenjobs möglich sind, suche dir schon im Vorhinein projektbezogene Arbeit, der du in den mehrmonatigen Uniferien nachgehen kannst.

    Um deine im Studium erworbenen Kenntnisse zu vertiefen und deine Karrierechancen nach dem Abschluss zu optimieren, musst du in den meisten Studienrichtungen vorgeschriebene Pflichtpraktika absolvieren. Damit sich diese mit deinem Unialltag vereinbaren lassen, solltest du dich im Vorfeld bei der zuständigen Praktikumsstelle deiner Fakultät beraten lassen. Kommt eine Freistellung im Semester für dein Praktikum nicht in Frage, suche gezielt nach Arbeitgebern, die bereit sind, dich in den Sommermonaten oder während der Semesterferien zu beschäftigen.

    Private Verpflichtungen neben dem Studium genießen

    Auch wenn jeden Abend eine andere Party oder verlockende Veranstaltung stattfindet, wer fleißig und zielorientiert studiert und nebenbei noch arbeitet, findet oft keine Zeit mehr, Freude zu treffen und das Privatleben ausgiebig zu genießen. Dennoch ist es für deine Persönlichkeitsentwicklung wichtig, deine sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten. Bedenke dabei jedoch, dass Qualität einen höheren Stellenwert einnimmt als Quantität und organisiere Unternehmungen, die viel Raum für intensive Kommunikation und gemeinsamen Spaß bieten. Damit du dich auch Eltern und Geschwistern regelmäßig widmen kannst, plane abhängig von deinen Arbeitszeiten wöchentliche oder zweiwöchentliche fixe Familientage ein.

    Hobbies nicht aufgeben

    Auch wenn deine Woche bereits mit Lehrveranstaltungen, Jobverpflichtungen und privaten Unternehmungen vollgepackt ist, solltest du geliebte Hobbies nach Möglichkeit nicht vernachlässigen. Allerdings musst du genau beurteilen, welche Hobbies dir wirklich am Herzen liegen und deinem Stressabbau förderlich sind. Um nicht von einer Verpflichtung zur nächsten zu hecheln, verabschiede dich von allen Tätigkeiten, die nur mit unnötigem Zeitvertreib einhergehen. Durch die Mehrfachbelastung, die als Werkstudent mit Privatleben auf dich zukommt, ist es unumgänglich, Prioritäten zu setzen. Jene Studenten, die ihre eigene Arbeitsweise und ihren Lebensalltag in regelmäßigen Abständen analysieren und gegebenenfalls zu Veränderungen bereit sind, schaffen den mehrjährigen Spagat zwischen Uni, Job und Freizeit meist problemlos und feiern nach einer vollausgekosteten Studienzeit ihren Abschluss.

    Semesterferien

    Was tun in den Semesterferien?

    Die Semesterferien bieten vor allem eines: viel Zeit, die sich ganz nach eigenem Ermessen einrichten und verbringen lässt. Doch mit Füße hochlegen und in den Tag hineinleben ist es für die meisten Studenten nicht getan. Die Zeit soll möglichst sinnvoll und gegebenenfalls auch produktiv genutzt werden. Hier nun fünf Vorschläge, mit denen sich die vorlesungsfreie Zeit gut bewältigen lässt.

    Vorlesungsfreie Zeit - Semesterferien sinnvoll nutzen

    © mojolo - Fotolia.com

     

    Fünf Vorschläge, um die vorlesungsfreie Zeit sinnvoll zu nutzen:

    1. Praktikum: Besuch im Berufsleben

    Bei einigen Studiengängen gehört es ohnehin zur Pflicht, bei den meisten wird es zumindest gern gesehen: das Praktikum. Wer während der vorlesungsfreien Zeit ein paar Wochen in die Betriebsamkeit des späteren Berufslebens reinschnuppern möchte, kann auf diese Weise wertvolle Erfahrungen sammeln. Diese können dabei behilflich sein, Studienschwerpunkte zu setzen oder neu zu bewerten. Und wer schon während des Praktikums ein gutes Bild von sich abgibt, hat es später leichter, eine feste Anstellung zu erhalten.

    2. Auslandsaufenthalt: Einfach mal die Welt kennenlernen

    Der Auslandsaufenthalt wird von vielen Personalern mittlerweile als obligatorisch angesehen. Warum also nicht die Semesterferien dafür nutzen, in anderen Ländern neue Lebenserfahrungen zu machen? Das Kennenlernen anderer Kulturen verschafft neue Einblicke und erweiterte Blickwinkel. Ganz nebenbei ist das eine gute Gelegenheit, die eigenen Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern oder gleich eine neue Sprache zu erlernen.

    3. Der Ferienjob: Klamme Kassen auffüllen

    Der Ferienjob gehört zu den Klassikern, was die Semesterferien anbelangt. Denn dass die Haushaltskassen von Studenten gerne etwas schwächeln, ist alles andere als bloßes Klischee. Wer jetzt Geld verdient, kann sich den Stress des parallelen Arbeitens und Studierens während des nächsten Semesters sparen oder ihn zumindest etwas einschränken. Das bringt mehr Zeit ein, sich auf Klausuren vorzubereiten und im Endeffekt bessere Noten. Diese Option lässt sich übrigens sehr gut mit den beiden vorangegangenen Vorschlägen kombinieren. Wer also seinen Ferienjob gleich beim künftigen bzw. gewünschten Arbeitgeber durchführt oder dafür eine Weile ins Ausland geht, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.

    4. Urlaub: Einfach mal abschalten

    Trotz aller Vorsätze, möglichst produktiv zu sein, sollte ein Teil der Semesterferien auch als Urlaub eingeplant werden. Denn irgendwann müssen die Akkus wieder aufgefüllt werden, denn diese werden mit Beginn des nächsten Semesters wieder voll beansprucht. Wer abseits der Heimat studiert, wird sich auf ein Wiedersehen mit Freunden und Verwandten freuen und dabei alte Kontakte pflegen können. Einfach an einem Ort verweilen, an dem sich die Welt ein wenig langsamer dreht und an dem viele Erinnerungen an frühere Zeiten hängen. Das hilft dabei, neue Kraft zu schöpfen und ein wenig zur Ruhe zu kommen. Stress wird es später noch genug geben, weswegen die eine oder andere Woche Urlaub durchaus verdient sein kann - auch im Studentenleben.

    5. Vor- und Nachbereitungen

    War das vergangene Semester besonders stressig, können die Semesterferien auch dafür verwendet werden, liegen gebliebene Dinge nachzuholen oder gewisse Themengebiete nachzubearbeiten und zu vertiefen. Wer das nächste Semester deutlich entspannter angehen möchte oder bereits jetzt weiß, dass es zu zeitlichen Engpässen kommen kann, nutzt die vorlesungsfreie Zeit einfach dazu, sich auf das nächste Semester entsprechend vorzubereiten. Viele Professoren stellen ihre Skripte und andere Vorlesungsinhalte schon vor Semesterbeginn zur Verfügung. Die entsprechende Fachliteratur kann vorher besorgt bzw. in der Bibliothek reserviert werden. Auch Studenten aus höheren Semestern können sich hier als gute Informationsquelle erweisen. Derart gut vorbereitet steht einem schwungvollen Start ins nächste Semester nichts mehr im Wege!

    Hausarbeiten schreiben

    6 Tipps für das Verfassen von Abschluss- und Hausarbeiten

    Das Schreiben einer Abschluss- oder Hausarbeit ist immer wieder eine Herausforderung. Hierbei geht es nicht nur darum, den Sprachstil, die Recherche sowie die formalen Anforderungen zu meistern. Ebenso wichtig sind Disziplin, Selbstmotivation, Organisation sowie eine geeignete Lernatmosphäre. Wenn du folgende Tipps beherzigst, bekommst du Angst sowie Verunsicherung besser in den Griff.

    1. Umgebung an Lernbedürfnisse anpassen

    Wer eine Abschluss- oder Hausarbeit verfassen will, sollte für eine ideale Arbeitsatmosphäre sorgen. Dies ist allerdings nicht immer ganz einfach. Denn wenn der Bürostuhl ungemütlich ist, das Handy den Eingang einer SMS signalisiert oder auf dem Schreibtisch "Land unter" herrscht, kann es mit der Konzentration schnell vorbei sein. Solche Ablenkungen können dich erheblich ausbremsen. Um den Faden nicht zu verlieren, solltest du dich von allen Dingen trennen, die dich ablenken. Sorge für einen bequemen Bürostuhl, für einen sauberen Schreibtisch und schalte Radio und TV aus. Zudem genügt es, wenn du einmal die Stunde einen Blick auf das Handy wirfst.

    Hausarbeiten und Bachelorarbeiten richtig verfassen

    © Inmagine / Pixland

    2. Belohnungen heben Eigenmotivation

    Mehrere Tage an einer Abschluss- oder Hausarbeit zu sitzen, dass nagt an Geduld und der ohnehin meist nicht allzu hohen Begeisterung. In solchen Momenten ist alles andere wichtiger, etwa ein Telefonat zu führen, den Müll runterzubringen oder die Blumen zu gießen. Gefragt sind dann viel Disziplin und die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren. Helfen können dir dabei deine eigenen Glückshormone. Indem du dich nämlich selbst mit einer schönen Belohnung lockst, kannst du für deren Ausschüttung sorgen. Dies kann etwa der Kauf einer DVD, ein leckeres Abendessen oder ein Kinobesuch sein. So tolle Aussichten können für den nötigen Antrieb sorgen.

    3. Sinnvoller inhaltlicher Aufbau

    Eine gelungene Abschluss- und Hausarbeit beginnt mit einem geeigneten Aufbau. Um sicher zu gehen,dass die Arbeit vollständig abgeliefert wird, sollte diese aus folgenden Teilen bestehen:

    • Deckblatt
    • Inhaltsverzeichnis
    • Text mit Einleitung, These, Antithese, Synthese und Fazit
    • Literaturverzeichnis
    • Anhang (Statistiken, Karten, Diagramme, Quellentexte etc.)

    Wo es sinnvoll erscheint, sollten im Sinne einer größeren Transparenz auch Unterkapitel aufgenommen werden.

    3. Literatur beeinflusst Erfolg der Arbeit maßgeblich

    Bereits im Zusammenhang mit der Themensuche solltest du nach passender Literatur Ausschau halten. Es ist von großer Wichtigkeit, die eigenen Argumente auf Aussagen oder Darstellungen namhafter Persönlichkeiten zu stützen. Je länger du dich außerdem mit dem Thema auseinandersetzt, desto öfter wirst du auf neue Fragen und Probleme stoßen, zu denen du eine Antwort benötigst. Um zu einem geeigneten Nachschlagewerk zu gelangen, kannst im Bibliothekskatalog (OPAC) recherchieren. Dank unterschiedlicher Suchfunktionen kannst du dir hier schnell einen Überblick verschaffen. Wissenschaftliche Literatur kannst du aber auch über Dienste wie Google Books oder Google Scholar finden. Darüber hinaus verfügen die meisten Hochschulen über elektronische Zeitschriftenverzeichnisse, die eine Suche in Fachzeitschriften ermöglichen.

    5. Abgabetermin mit gut getaktetem Zeitplan einhalten

    In aller Regel erwarten Dozenten und Lehrkräfte, dass die Studierenden ihre zeitlichen Vorgaben einhalten. Nicht wenige Studenten tendieren dazu, die ihnen zur Verfügung stehende Zeit zu überschätzen. Bedenke: Umso früher du mit dem Verfassen deiner Abschluss- oder Hausarbeit beginnst, desto stressfreier gestaltet sich die Zeit bis zum Abgabetermin. Allein zwei Wochen solltest du bei einer Bachelorarbeit für die Themen- und Betreuerfindung einplanen. Mit einem gut strukturierten Zeitplan kannst du dich intensiver der Literaturrecherche widmen oder in Absprache mit deinem Dozenten Änderungen vornehmen. Lege frühzeitig Termine fest, an denen du mit bestimmten Kapiteln abschließen und mit deinem Betreuer in Abstimmung treten möchtest. Ohne Zeitdruck und mit genug Puffer, geht dir das Schreiben gleich viel entspannter von der Hand.

    6. Formatvorlagen nutzen und Quellen notieren

    Mit einer Formatvorlage kannst du dir viel Zeit sparen und sicherstellen, dass die Vorgaben hinsichtlich der Formatierung eingehalten werden. Inhalts-, Abbildungs- und Tabellenverzeichnisse werden so automatisch erzeugt, Schriftarten berücksichtigt und Seitenzahlen sowie Fußnoten hinzugefügt. Apropos Fußnoten: Viele Studenten begehen den Fehler, Literaturquellen nicht sofort zu erfassen. Dies hat gerade bei umfangreicher Literatur den unschönen Nebeneffekt, dass diese nachträglich mühsam recherchiert werden müssen oder sogar unterschlagen werden. Erspare dir ein solches Schicksal und archiviere die Quellen von Anfang an strukturiert. Der Aufwand lohnt sich garantiert!

    Studienabbruch

    Studienabbruch - Was nun?

    Das Studium ist für viele Menschen der erste Schritt in das Berufsleben und eine wichtige Grundlage für den späteren Erfolg. Doch was, wenn du dein Studium abbrechen willst oder gar musst. Viele Studenten sehen sich in einem solchen Fall mit vielen Problemen belastet und sind verunsichert. Wir zeigen dir, woran du bei einem Studienabbruch denken solltest und wie du optimal mit einer solchen Situation und einem solchen Bruch im Lebenslauf umgehen kannst.

    Gründe für den Studienabbruch

    Die Gründe für einen Studienabbruch können vollkommen unterschiedlich sein. Dabei kannst du grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten unterscheiden: Ein freiwilliger Abbruch aus persönlichen Gründen und der Abbruch aufgrund formaler Gründe durch die Universität. Wenn du beispielsweise mehrfach durch eine verpflichtende Prüfung gefallen bist, kannst du von der Universität in diesem Fach exmatrikuliert werden. In diesem Fall ist der Studienabbruch nicht freiwillig, doch endgültig,  da du dieses Fach an keiner deutschen Universität mehr studieren darfst. Wenn du jedoch selber feststellst, dass du mit deinem Studiengang nicht zufrieden bist, dann kann ein Studienabbruch eine gute und effektive Möglichkeit sein.

    Analysiere deine aktuelle Situation umfassend

    Zunächst einmal solltest du genau überlegen, was du willst und wie sich die aktuelle Situation darstellt. Überstürzte Entscheidungen solltest du in keinem Fall treffen, sondern Dir ausreichend Zeit zum Nachdenken geben. Denke dabei nicht nur über die nächsten Schritte nach, sondern stelle dir auch die Frage, was zu deiner Entscheidung geführt hat. Bist du mit dem Studium überfordert? Gefällt dir der Studiengang nicht? Kommst du mit den Dozenten und Professoren nicht klar? All diese Gründe haben eindeutige Auswirkungen auf die Möglichkeiten, die sich dir durch den Studienabbruch bieten.

    Student beim Lernen

    © lassedesignen - Fotolia.com

    Welche Möglichkeiten du nach einem Studienabbruch hast

    Du hast nun verschiedene Möglichkeiten, wie du mit einem Studienabbruch umgehen kannst. Du kannst den Studiengang oder die Hochschule wechseln, wenn du andere Themenbereiche und Fachbereiche interessanter und besser findest. Wenn du aufgrund fehlender Prüfungsleistungen die Universität beziehungsweise den Studiengang wechseln musst, dann kannst du ein Studium an einer Fachhochschule im gleichen oder ähnlichen Fachbereich beginnen. Hier wird in der Regel deutlich praxisnäher gelehrt, was für viele Studierende ein echter Vorteil sein kann. Die letzte Möglichkeit ist eine Ausbildung zu beginnen. Wenn du dich zu einem solchen Schritt entschließt, solltest du nicht nur überlegen, in welchem Bereich du dich wohlfühlst, sondern solltest dich auch frühzeitig bewerben. Während dieser Zeit kann es von Vorteil sein, wenn du weiterhin als Student eingeschrieben bleibst. So kannst du sowohl von den steuerlichen Vorteilen als auch von den Vorteilen bei der Krankenversicherung profitieren.

    Die finanziellen Folgen des Studienabbruchs

    Wenn du dein Studium nicht selber finanzierst oder deine Eltern es dir finanzieren, dann musst du mit dem Abbruch des Studiums mit Problemen rechnen. Zum einen entfallen sowohl die BAföG-Leistungen als auch die Studienkredite sofort mit dem Abbruch des Studiums. Zwar hast du in der Regel ausreichend Zeit zur Rückzahlung, doch die genauen Modalitäten sind im Kreditvertrag festgehalten. Auch das Kindergeld, welches gezahlt wird, kann durch einen Studienabbruch hinfällig werden. Wenn du allerdings nur den Studiengang wechselst und den Wechsel noch vor dem vierten Fachsemester vollziehst, kannst du in vielen Fällen dennoch für den anderen Studiengang BAföG oder einen Studienkredit in Anspruch nehmen. 

    Der Studienabbruch im Lebenslauf - wie damit umgehen

    Der Abbruch eines Studiums sieht im Lebenslauf erst einmal nicht gut aus. Du wirst feststellen, dass es viele Vorurteile gegen Studienabbrecher gibt. Doch solltest du bedenken, dass es ein Zeichen von Stärke ist, sich zu seinen Fehlern zu bekennen und diese zu erkennen. Solltest du also in einem Bewerbungsgespräch auf den Studienabbruch angesprochen werden, bleibe ruhig, ehrlich und authentisch und erkläre genau, warum du dein Studium abgebrochen hast.

    Einfach im Hinterkopf behalten: Auch Steve Jobs und Marc Zuckerberg haben ihr Studium abgebrochen und sind äußerst erfolgreich geworden.

    Prüfung verhauen

    Durch die Prüfung gefallen – was nun?

    Du hast nächtelang gebüffelt, auf Studenten-Partys verzichtet, deine Tage in der Uni-Bibliothek zugebracht und bist trotzdem durch die Prüfung gefallen? Das ist erstmal ein Schock. Aber keine Panik: Eine verpatzte Klausur oder eine verhauene Hausarbeit bedeuten nicht gleich, dass dein Studium in Gefahr ist. Nun heißt es erst mal ruhig bleiben und wieder einen klaren Kopf bekommen. Wir zeigen dir, wie du jetzt vorgehen kannst. Und du wirst sehen, das Leben geht weiter!

    Prüfung verhauen – wie geht's weiter?

    © Syda Productions - Fotolia.com

     

    1. Schau in die Prüfungsordnung

    Nimm dir zunächst einmal die Prüfungsordnung deines Studiums vor. Was genau bedeutet die nicht bestandene Prüfung? In der Regel kannst du sie wiederholen, bei manchen Studiengängen sogar so oft du willst. Das ist natürlich der Idealfall – oft sind aber nur drei Versuche möglich. Wenn das bei dir so ist, solltest du dich auf die nächste Runde besonders gut vorbereiten. Dreht es sich um eine verpatzte Hausarbeit findest du auch hierzu die Regelung in der Prüfungsordnung. Kannst du die Hausarbeit nachbessern oder musst du mit dem Dozenten ein neues Thema vereinbaren und komplett von vorne anfangen? In jedem Fall solltest du dich genau informieren und dich nicht nur auf die Aussagen von Kommilitonen verlassen.

    2. Plane deinen zweiten Versuch

    Nun weißt du, wie die Wiederholung deiner Prüfung vonstattengeht. Jetzt geht es an die Feinplanung. Findet der Wiederholungstermin in wenigen Wochen statt? Dann ist jetzt büffeln angesagt! Musst oder kannst du den dazugehörigen Kurs im nächsten Semester noch einmal besuchen? Dann nimm dir vor, immer hinzugehen und den Stoff so gut wie möglich aufzunehmen. Vielleicht kannst du zusätzlich eine Lerngruppe bilden, in der du offene Fragen klärst und neue Einsichten gewinnst. Du musst eine Hausarbeit umschreiben oder neu schreiben? Gehe so oft wie möglich zur Sprechstunde deines Dozenten und halte ihn über dein Werk auf dem Laufenden. So beugst du Missverständnissen vor und der Dozent kann dich rechtzeitig von einem möglicherweise falsch eingeschlagenen Weg abbringen.

    3. Stoff ist nicht alles

    Bei allen Vorbereitungen solltest du einen wichtigen Aspekt nicht vergessen: Ursachenforschung. Was ist beim letzten Mal genau schiefgegangen? Müsstest du noch mehr lernen oder die Gewichtung anders setzen? Hattest du den Stoff nicht verstanden oder dir nicht alles merken können? Wusstest du eigentlich alles, konntest dich aber nicht ausdrücken? Versuche, gezielt deine Schwächen herauszufinden und an diesen zu arbeiten. Vielleicht findest du einen Kommilitonen, der genau in deinem schwachen Bereich gut ist und bereit ist, dir zu helfen.

    4. Durchatmen

    Der Prüfungs- oder Abgabetermin rückt immer näher? Du sitzt Tag und Nacht nur noch über deinem Lernstoff? Das ehrt dich, aber: Gönne dir Pausen! Es ist nachgewiesen, dass das Gehirn immer wieder „durchatmen“ muss, um Gelerntes zu verarbeiten. Geh also ruhig mal mit deinen Freunden in die Mensa und abends auf ein Bier in die Kneipe. Und sorge vor allem für ausreichend Schlaf!

    5. Der Tag ist da

    Es ist soweit – die nächste Prüfung steht an. Versuche, ruhig zu bleiben und dir zu sagen: Du schaffst das! Ein bisschen Aufregung ist erlaubt und nachweislich sogar gut für deine Leistung. Panik hilft jedoch nicht weiter. Du siehst, auch eine verhauene Prüfung ist nicht das Ende, sondern eine Chance: etwas über dich selbst zu lernen und dich zu verbessern. Am Scheitern wächst man und mit den obigen Tipps klappt es beim nächsten Mal bestimmt!

    09/2016

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