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Der Master nach dem Bachelorabschluss

Nach Abschluss des Bachelorstudiums hast du die Wahl: Entweder direkt in den Beruf einsteigen oder noch einen Master „dranhängen“. Mit einem Master kannst du das vorherige Studium wissenschaftlich vertiefen oder ein komplett anderes Fach (auch an einer anderen Uni oder FH) studieren. Es gibt viele Möglichkeiten, aber auch viele Hürden. Letztendlich stellt sich noch die Frage, wann und für wen sich ein Master lohnt. 

    Lohnt sich ein Masterstudium?

    Lohnt sich ein Masterstudium?

    Mit dem Bachelorabschluss hältst du endlich deinen ersten akademischen Abschluss in der Hand. Nun stellt sich die Frage nach dem Masterstudium oder ob der Weg von der Uni direkt in das Arbeitsleben führt?

    Wenn du dein Berufsziel bereits kennst oder eine ungefähre Richtung abzusehen ist, solltest du dich nach den Wegen erkundigen, die zu diesem Ziel führen. Hast du noch kein eindeutiges Ziel vor Augen, solltest du dich zunächst fragen, was dir im Studium Spaß gemacht hat und wo deine persönlichen Stärken liegen.

    Wann sich ein Masterabschluss wirklich lohnt

    © Marco2811 - Fotolia.com

     

    Ist der Bachelor ausreichend?

    Der Bachelor stellt ein vollwertiges Studium dar, das Methodenkompetenz und grundlegende wissenschaftliche Inhalte vermittelt und dich für einen Job qualifiziert. Für viele Branchen und Wirtschaftszweige ist ein Bachelorabschluss ausreichend. Laut einer Studie des HIS Instituts für Hochschulforschung sind in Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern bis zu zwei Drittel aller Neueinstellungen Bachelorabsolventen. Insbesondere im assistierenden Bereich oder in Wachstumsbranchen gibt es gute Einstiegsmöglichkeiten. Verschiedene Studien belegen zudem, dass die Akzeptanz des Bachelorabschlusses bei Unternehmen seit Jahren steigt.

    Wann ist ein Master notwendig?

    Dennoch gibt es auch Fachgebiete und Positionen, bei denen ein Masterabschluss vorgeschrieben ist. In den Naturwissenschaften ist ein Master ebenso erforderlich, wie für Arbeitsplätze in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen größerer Unternehmen. Solltest du eine wissenschaftliche Karriere anstreben, ist ein Master ebenfalls ein Muss.

    Zudem ist ein Masterabschluss oftmals Bedingung für eine verantwortungsvolle Position und schnellere Aufstiegschancen in einem Unternehmen. Viele Arbeitgeber schätzen die von Masterstudenten erworbenen Kompetenzen. Im Gegensatz zum Bachelorstudium machen Auswendiglernen und anschließende Reproduktion nur noch einen kleinen Teil des Leistungserwerbs aus. Im Master, insbesondere in konsekutiven Masterstudiengängen, werden aufbauend auf dem im Bachelor Gelernten eigene Projekte und Fragestellungen bearbeitet. Dadurch wird nicht nur das entsprechende Fachwissen besser verinnerlicht, sondern ebenso wichtige Sozialkompetenzen wie Teamfähigkeit, Selbstständigkeit und Kommunikationsfähigkeit gefordert.

    Mehr Geld durch einen Masterabschluss?

    Neben einer verantwortungsvollen Position und schnelleren Aufstiegschancen honorieren Unternehmen Masterabsolventen den zusätzlichen Wissenserwerb. Zwar haben Bachelorabsolventen den Vorteil früher ins Berufsleben zu starten, der Gehaltsvorsprung der Masterstudenten ist jedoch in der Regel nicht aufzuholen. Ein Master führt im Vergleich zum Bachelorabschluss im Schnitt zu 10 Prozent höheren Einstiegsgehältern.

    Zwar können auch Bachelorabsolventen durch Weiterbildungen im Unternehmen Fachkenntnisse und Qualifikationen erwerben, aber für eine Führungsposition in einem Top-Unternehmen ist ein entsprechendes Masterstudium an einer Top-Hochschule empfehlenswert.

    Natürlich sind Geld und Karriere nicht für jeden das auschlaggebende Kriterium für einen Master. Vielen Studierenden sind die drei Jahre im Bachelorstudium einfach zu kurz, um bestimmte Inhalte des Fachs zu vertiefen und neues Wissen aus anderen Bereichen zu erschließen.  In dem Fall kann ein Master die richtige Entscheidung sein, um sich fachlich weiter zu spezialisieren. Aber Vorsicht: Wir raten davon ab,  das Masterstudium als eine Art „Warteschleife“ aufgrund mangelnder Perspektiven zu nutzen.    

    Den richtigen Master finden

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    Den richtigen Master finden

    Wenn du bestimmte Inhalte aus dem Bachelor vertiefen möchtest, solltest du dich mit deinen beruflichen Zielen auseinandersetzen. Welche spezifischen Seminare oder Vorlesungen fandest du besonders interessant? Schau doch einmal nach, welche Möglichkeiten in dieser Fachrichtung bestehen. Zudem hast du vielleicht durch Nebenjob und Praktika erste Berufserfahrung gesammelt.

    Eigene Interessen verwirklichen

    Ein Masterstudium bietet die Möglichkeit, im Bachelor erlernte Inhalte zu vertiefen. Konsekutive Masterprogramme führen den Bachelorstudiengang fachlich weiter, spezialisieren ihn in einem Themengebiet oder erweitern ihn fächerübergreifend. Beispielsweise lässt sich neben einem allgemeinen Master in Politikwissenschaft, dieser auch auf Friedensforschung, Politische Kommunikation oder Internationale Beziehungen spezialisieren. Überlege dir also, welche Bereiche dir im Bachelorstudiengang besonders gefallen haben.

    Solltest du dabei auf keine interessanten Möglichkeiten stoßen, so stehen dir zudem nicht-konsekutive Masterprogramme zur Verfügung. Dabei handelt es sich um fachfremde Programme, die keine Ähnlichkeit mit den Inhalten des erworbenen Bachelorgrades haben müssen. Hier kannst du noch einmal einen ganz neuen Schwerpunkt setzen. Solltest du dich also für ein neues Themengebiet interessieren, kannst du dich über diese Masterprogramme informieren.

    Was spricht nun für ein Masterstudium?

    Im Idealfall hast du bereits eine ungefähre Vorstellung von deiner beruflichen Zukunft und kannst die Entscheidung für oder gegen einen Master an den Voraussetzungen der Branche oder der Berufsgruppe ableiten. Es gilt: Wenn sich Inhalte und Fachbereiche, in denen du später gerne tätig sein möchtest, durch einen Master vertiefen lassen, ist ein solches Studium empfehlenswert.

    Bewerbung für den Master

    Wie bewerbe ich mich für einen Master?

    Wenn Du nach Deinem Bachelorstudium noch einen Master anschließen möchtest, solltest Du Dich zuerst mit dem Bewerbungsprozess vertraut machen. Auch wenn dieser an jeder Universität bzw. Hochschule unterschiedlich ist, gibt es doch ein paar Tipps, die Dir bei einer erfolgreichen Bewerbung helfen.

    Was gibt es zu beachten, wenn Du einen Master machen möchtest? 

    Zuerst solltest Du recherchieren, welche Masterstudiengänge für Dich in Frage kommen. Viele Masterprogramme sind zulassungsbeschränkt, man muss sich also bewerben. Es ist wichtig sich frühzeitig damit zu beschäftigen, da die Bewerbungsfristen sehr unterschiedlich ausfallen. So enden manche Fristen für das Wintersemester schon im Mai, andere erst am 15. Juli. 

    Unterlagen für Deine Masterbewerbung

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    Welche Unterlagen fordern die Universitäten bei der Bewerbung?

    Viele Universitäten und Hochschulen fordern beglaubigte Kopien von deinem Bachelorzeugnis und dem Abiturzeugnis. Hierfür sollte man rechtzeitig einen Termin im Bürgeramt vereinbaren.

    Wenn Du Deinen Bachelor noch nicht abgeschlossen hast, solltest Du Dir im Prüfungsamt Deiner Universität eine Bescheinigung mit der aktuellen Durchschnittsnote, einer Auflistung der einzelnen Leistungen mit ECTS-Punkten und mit einer Prozentangabe zum Fortschritt des Studiums besorgen. Das alles am besten vom Prüfungsamt gleich in mehrfacher Ausführung ausstellen lassen, um bei den Beglaubigungskosten im Bürgeramt zu sparen. Manche Hochschulen wollen zudem schon das Abgabedatum der Bachelorarbeit wissen.

    Auch ist es nützlich beim Fotografen ein paar Passbilder machen zu lassen. Die werden manchmal schon bei der Bewerbung angefordert.

    Weitere benötigte Unterlagen sind oft:

    • Praktikums- und Arbeitszeugnisse
    • Nachweise über Auslandsaufenthalte
    • Nachweise über Sprachkenntnisse
    • Versichertennummer der Krankenkasse
    • Kopie des Personalausweises
    • Nachweise über abgeleistete Dienste (z.B. FSJ, FÖJ)
    • Modulbeschreibungen des Bachelorstudiengangs

    Wie läuft die Bewerbung für ein Masterstudium ab?

    Die meisten Universitäten haben ein Online-Portal, auf dem Du Dich registrieren und eine Bewerbung ausfüllen musst. Oft sollen die Unterlagen und das unterschriebene Bewerbungsformular postalisch nachgesendet werden.

    Neben den oben genannten Unterlagen erwarten viele Universitäten einen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben von Dir. Zudem führen einige Hochschulen noch weitere Zulassungsverfahren durch: Von Auswahlgesprächen über Tests bis hin zu kleinen Präsentationen ist alles möglich. Davon darf man sich nicht abschrecken lassen. Gerade für Bewerber mit etwas schlechteren Noten, ist dies eine Möglichkeit, nicht nur aufgrund des Notendurchschnitts beurteilt zu werden. Außerdem lernen nicht nur die Professoren Dich kennen, sondern auch Du den Studiengang und die Universität.

    Wenn auf der Internetseite nichts Konkretes zu den Auswahlverfahren steht, dann sollte man am besten in der Zulassungs- oder Studienordnung nachlesen. Hier steht auch, was Du für eine Zulassung außerdem noch nachweisen musst, wie z.B. Englischkenntnisse, eine bestimmte Anzahl von ECTS-Punkten in einem vorgegebenen Fach usw.

    Vorbereitung für das Auswahlgespräch

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    Was erwartet Dich im persönlichen Bewerbungsgespräch?

    Nach dem Eingang der Bewerbung kommt hoffentlich bald die Einladung zu einem Auswahltermin. Wer an dem festgelegten Termin keine Zeit hat, kann in der Regel nicht weiter am Zulassungsverfahren teilnehmen. Auch wenn die Termine in einer anderen Stadt sind, gibt es in der Regel keinen Zuschuss zu den Fahrtkosten. Es lohnt sich etwas früher anzureisen, denn manchmal ergibt sich die Möglichkeit sich in einem Aufenthaltsraum mit derzeitigen Studenten zu unterhalten. Das gibt einen guten ersten Einblick.

    Bei den Auswahlgesprächen sind meistens mehrere Professoren anwesend und oft noch ein Student. Du solltest Dich vorher gut über den Studiengang und die Hochschule informieren. Es ist sehr wichtig erklären zu können, warum man genau diesen Studiengang studieren möchte. Du solltest Dich auch noch einmal mit Deinem eigenen Bachelor befassen und überlegen, welche Kenntnisse Du im Master einbringen kannst. Es können durchaus konkrete Inhalte abgefragt werden! Der Student in der Auswahlkommission kann zum Beispiel fragen, welchen Mehrwert Du in einer Gruppenarbeit bringst.

    Vor allem gilt während des Gesprächs (wie schon im Motivationsschreiben): ehrlich sein! Die Professoren sehen ziemlich schnell, ob die Studieninhalte des Bachelors zu ihrem Master passen und kennen sich mit fachlich verwandten Studiengängen an anderen Universitäten aus. Auch kennen sich bekannte Professoren der verschiedenen Hochschulen oft untereinander. Wenn man also den Namen des Statistik-Professors noch weiß, macht das einen guten Eindruck!

    Was passiert nach der Bewerbung für einen Masterstudienplatz?

    Die meisten Zulassungen werden nicht mehr postalisch versandt, sondern über die Online-Portale verschickt. Regelmäßiges Nachschauen lohnt sich also! Wenn es mit der Zulassung nicht geklappt hat, kann man prüfen, ob nicht doch ein zulassungsfreier Masterstudiengang in Frage kommt. Aber auch hier gilt es, die festgelegten Einschreibungstermine zu beachten. An der Hochschule beginnt das Semester in der Regel früher als an einer Universität, daher sind die Fristen auch meistens früher vorbei.  

    Motivationsschreiben

    Das Motivationsschreiben für den Master

    Für immer mehr Masterstudiengänge wird ein Motivationsschreiben für die Zulassung zum Studium benötigt – für viele Studenten eine echte Herausforderung. Wir zeigen dir daher daher, wie du mit einem Motivationsschreiben an deiner Wunsch-Universität überzeugen kannst.

    Was ist ein Motivationsschreiben?

    In einem Motivationsschreiben solltest du knapp und zielgerichtet deine Stärken hervorheben und die Motivation für den spezifischen Studienplatz begründen. Zunächst ist es also wichtig, dass du dir deiner Stärken und deiner Motivation bewusst wirst.

    • Warum strebst du genau dieses Studium an?
    • Warum bist du für dieses Studium besonders geeignet und motiviert?
    • Inwieweit profitiert die Hochschule von deiner Leistung?

    In deinem Motivationsschreiben solltest du die Verantwortlichen der Hochschule davon überzeugen, dass du die akademischen Fähigkeiten und Motivation besitzt, um das jeweilige Master- oder Bachelorprogramm erfolgreich zu absolvieren.

    Tipps zum Verfassen eines Motivationsschreibens

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    Die Vorgaben

    Die Hochschulen haben meist unterschiedliche Vorstellungen und Anforderungen an ein Motivationsschreiben. Individuelle Angaben zur Länge und zum Inhalt des Motivationsschreibens solltest du daher unbedingt einhalten. Neben einem Motivationsschreiben verlangen manche Hochschulen auch eine Stellungnahme zu einem bestimmten Zitat oder einer Aussage, die in direktem Zusammenhang mit dem angestrebten Studium stehen. Dadurch bekommt die Hochschule bereits einen ersten Einblick, welche Bewerber sich bereits mit dem Studiengang auseinandergesetzt haben.

    Wenn keine weiteren Angaben zu Inhalt oder Form vorgegeben sind, sollte dein Schreiben 500-600 Wörter umfassen. Ein längerer Aufsatz über mehrere Seiten wird eher negativ, als positiv gewertet. Auch Adresse und Geburtsdatum müssen nicht notwendigerweise hinzugefügt werden, da das Motivationsschreiben Teil einer umfangreichen Bewerbung ist. Dennoch empfiehlt es sich, mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu beginnen und „Mit freundlichen Grüßen“ und einer Unterschrift zu enden.

    Wie bei einer Job-Bewerbung solltest du auch bei dem Motivationsschreiben Rechtschreibfehler unbedingt vermeiden. Um nicht direkt von der Prüfungskommission aussortiert zu werden, solltest du dein Schreiben von jemandem korrigieren lassen, der Fehler zuverlässig erkennt.

    Wie mache ich meine Motivation deutlich?

    Stelle zu Beginn ein oder zwei Argumente voran, die deutlich machen, was dich an diesem Studium interessiert, warum du für dieses Studium besonders geeignet bist und beschreibe, was dich ausmacht. Klassische Formulierungen aus einem Bewerbungsschreiben, wie „hiermit bewerbe ich mich“ solltest du im Motivationsschreiben vermeiden. Beginne beispielsweise lieber mit

    • „Meine persönliche Motivation liegt in erster Linie in der wechselseitigen Beziehung zwischen Wirtschaft und Gesellschaft begründet.“

    Im weiteren Verlauf des Schreibens, können die Motivationen und Argumente aufgegriffen, vertieft und ergänzt werden. Es bietet sich an, die jeweiligen Argumente zunächst auszuformulieren und den Einstieg erst am Ende zu schreiben.

    Motivationsschreiben - wichtige Stationen erwähnen

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    Wichtige Stationen des Lebenslaufs

    Im Hauptteil solltest du auf folgende Punkte näher eingehen:

    • Die Wahl des Bachelorstudiengangs
    • Die akademischen Schwerpunkte während des Bachelors und das Thema der Abschlussarbeit
    • Grund für die Wahl des Masterstudiengangs
    • Deine Zukunftsvorstellungen und beruflichen Ziele
    • Der Master als ausschlaggebender Schritt für die erfolgreiche Karrierelaufbahn

    All diese Punkte solltest du immer in Bezug auf den spezifischen Master erläutern und deine Erfahrungen aus Nebenjobs und Praktika mit dem gewünschten Studiengang verknüpfen. Deine Arbeit im Café um die Ecke gehört nicht zwingend in ein Motivationsschreiben, deine Tätigkeit als Hilfswissenschaftler in einem Institut, welches das wechselseitige Verhältnis zwischen Wirtschaft und Gesellschaft aktiv beobachtet und analysiert, dafür schon. Schildere also zunächst relevante Stationen und Entscheidungen deiner studentischen Laufbahn, die dich besonders für das bevorstehende Studium qualifizieren.

    • „Durch meine duale Studienausrichtung der Soziologie und Wirtschaftswissenschaften, sehe ich mich durch diese inhaltliche Verankerung an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Gesellschaft in besonderem Maße qualifiziert für den Master.“

    Gute Recherche ist unerlässlich

    Hochschulen möchten Studierende, die sich bereits mit dem angestrebten Studium auseinandergesetzt haben. Daher ist es unerlässlich, dass du dich über die Studienschwerpunkte, Professoren oder internationale Kooperationen vorab informierst. Wenn möglich, kannst du direkt auf bestimmte Programme oder Besonderheiten der Hochschule eingehen und diese als Motivation für den Studiengang erwähnen.

    • „Das angebotene Masterprogramm stellt sich als inhaltlich breit aufgestellter Master mit interdisziplinärem Fokus dar, wodurch er mich letztlich zu einer Bewerbung überzeugt hat. Gerade die Kombination aus betriebswirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen und sozioökonomischen Elementen war für mich ausschlaggebend.“

    Runder Abschluss des Schreibens

    In einem kurzen Absatz solltest du abschließend noch einmal deine Motivation schildern und einen guten Abschluss für dein Schreiben finden. 

    • „Dies sind exemplarische Themen des Curriculum, die bei mir persönlich auf reges Interesse stoßen und zu der hier vorliegenden Bewerbung führen.“

    Natürlich gibt es keine Schablone oder feste Struktur für ein Motivationsschreiben, denn jeder Werdegang und Studienverlauf unterscheidet sich. Wichtig ist: das Schreiben sollte kein ausformulierter Lebenslauf sein. Vielmehr, sollte sich beim Lesen ein roter Faden bilden, der deinen bisherigen Werdegang, mit dem gewünschten Master sinnvoll verknüpft.

    Unter undefinedwww.motivationsschreiben.de und undefinedwww.mba-master.de findest du Musterschreiben für verschiedene Studiengänge.

    Wichtig! Diese Vorlagen und die in diesem Artikel verwendeten Formulierungen sollen nur als Anregung und Orientierungshilfe dienen. Bewerbungskommissionen in Deutschland kennen die Beispielformulierungen und lehnen solche Motivationsschreiben als Plagiate ab.

    Wie ist ein Masterstudium aufgebaut?

    Wie ist ein Masterstudium aufgebaut?

    Die Regelstudienzeit eines Masterstudiums beträgt normalerweise zwischen drei und vier Semestern einschließlich der Zeit für die Masterarbeit. Wie schon beim Bachelor absolvieren die Studierenden verschiedene Fachmodule, also Lehrveranstaltungen, die ein abgegrenztes Themengebiet behandeln und höchstens zwei Semester dauern. Die Module solltest du in einer bestimmten Reihenfolge belegen, um die Regelstudienzeit einzuhalten.

    Auch im Masterstudium werden Leistungspunkte (ECTS-Punkte) angesammelt, die unter anderem für die regelmäßige Teilnahme an Vorlesungen und Seminaren sowie für Übungen und Klausuren vergeben werden. Sobald die erforderlichen Credit-Points erbracht sind, folgen die Masterarbeit und eine abschließende mündliche Prüfung.

    Was du über das Masterstudium wissen solltest

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    Drei Arten von Masterprogrammen

    Masterstudium ist nicht gleich Masterstudium. Es werden drei Typen unterschieden: der konsekutive Master, der nicht-konsekutive und die besondere Art des weiterbildenden Masters.

    Der konsekutive Master baut auf einen fachlich gleichen Bachelorabschluss auf und führt dessen Inhalte fort oder vertieft sie. Der nicht-konsekutive Master hingegen kann auch mit einem andersfachlichen Bachelorabschluss studiert werden. Vorausgesetzt werden hier nur gewisse Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens sowie Methodenkompetenz. Weiterbildende Masterstudiengänge schließlich setzen neben einem qualifizierten Hochschulabschluss Berufserfahrung von mindestens einem Jahr voraus. Zu dieser Kategorie zählt beispielsweise der MBA.

    Master of Science oder Master of Arts?

    In den Wirtschaftswissenschaften werden sowohl der Master of Science, kurz M. Sc., als auch der Master of Arts, kurz M. A., vergeben. Der M. Sc. soll eher mathematisch oder technisch ausgerichtet sein und findet sich aus diesem Grund oftmals als Abschluss von Studiengängen wie Wirtschaftsingenieurswesen. Beide Abschlüsse berechtigen zu einer weiteren wissenschaftlichen Karriere, also zur Promotion oder der Aufnahme in den höheren Dienst.

    Vom Bachelor zum Master

    Es gibt keinen automatischen Übergang vom Bachelor- ins Masterstudium, für ein Masterstudium ist eine erneute Bewerbung nötig. Da viele Masterstudiengänge zulassungsbeschränkt sind, müssen Bewerberinnen und Bewerber häufig ein Zulassungsverfahren durchlaufen.

    Je nach Hochschule und Studiengang gibt es unterschiedliche Voraussetzungen. Normalerweise müssen der Nachweis eines akademischen Abschlusses vorliegen sowie ein Lebenslauf und Zeugnisse über Berufstätigkeiten. Außerdem werden zuweilen Gutachten einer Professorin bzw. eines Professors oder eine persönliche Stellungnahme verlangt, warum du dich für dieses Studium entschieden hast. Auch das Verfassen eines Aufsatzes zu einem studienrelevanten Thema oder das Ablegen von Leistungstests kann verlangt werden.

    Genaue Informationen zu Studiengängen findest du auf den Internetseiten der Hochschulen. Zu beachten ist, dass für die Zulassungsverfahren häufig Bewerbungsfristen bestehen, die eingehalten werden müssen! 

    Masterstudium im Ausland

    Prinzipiell steht einem Masterstudium im Ausland nichts im Weg. Eine gute Möglichkeit ist es, schon während des Bachelors ein Auslandssemester einzulegen, um dann ein einjähriges Master-Programm an einer ausländischen Hochschule anzuschließen. Im Vorfeld solltest du allerdings klären, ob das jeweilige absolvierte Bachelorstudium auch im Ausland anerkannt wird. In Kanada beispielsweise beträgt die Bachelor-Studienzeit vier Jahre. Ob hier auch mit einem deutschen Drei-Jahres-Bachelor ein Master absolviert werden kann, solltest du direkt an der kanadischen Hochschule erfragen.

    Master im Ausland

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    Voraussetzungen für eine Promotion

    Der Masterabschluss im Ausland bringt oftmals weniger ECTS-Punkte als der deutsche (60 bis 80 im Vergleich zu 90). Daher solltest du vorher abgeklären, welche Zugangskriterien für eine Promotion bestehen. Viele deutsche Hochschulen haben 300 Punkte als Voraussetzung festgelegt, von denen 180 bereits mit Abschluss des Bachelors erworben sind.

    Nach einem ausländischen Master kann dieser entweder von der Zentralstelle zur Anerkennung ausländischer Studienabschlüsse anerkannt werden oder es erfolgt eine direkte Kontaktierung der Hochschule, an der die Promotion stattfinden soll. Sie gibt Auskunft, ob die vorhandenen Studienqualifikationen ausreichen. Ratsam ist es, schon vorher Kontakt zu einer potentiellen Doktormutter bzw. einem Doktorvater herzustellen.

    geschrieben von Mira-Kristin Muth & Norma Warthemann – aktualisiert ( 06/2016 )

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