nach oben
 

MBA - was steckt dahinter?

Manager – vor allem aus der Finanzbranche – mussten sich in Zeiten der Krise manchen Vorwurf gefallen lassen. Sie waren es, die die Verantwortung für den Absturz der Wirtschaft übernehmen mussten und nicht wenige von ihnen waren mit MBA-Abschluss. In diesem Zusammenhang gerieten auch schnell die Namen mancher Business Schools in negative Schlagzeilen. Geschadet hat es ihnen jedoch keineswegs – sie sind nach wie vor äußerst beliebt. Die Zahl der Bewerber übersteigt bei Weitem vielerorts die Zahl der Studienplätze.

Du fragst dich, was eigentlich genau der Unterschied zwischen einem Master und dem Master of Business Administration (MBA) ist? Der kostenpflichtige MBA wird in der Regel erst nach mehreren Jahren Berufserfahrung erworben, wohingegen das herkömmliche Masterstudium sofort nach dem Bachelor-Abschluss begonnen werden kann.

    Das MBA-Studium

    Das MBA-Studium

    Der Aufbau vieler MBA-Programme ist gleich und kann zwischen 1 und 7 Jahren dauern. Nachdem in den ersten beiden Semestern Pflichtfächer belegt werden müssen, sind die letzten Halbjahre verschiedenen Wahlfächern vorbehalten. Die Pflichtkurse vermitteln grundlegende Fähigkeiten in Betriebswirtschaftslehre, Finanz- und Rechnungswesen, Volkswirtschaftslehre, Marketing und Management. Die Wahlkurse hingegen beinhalten Spezialaspekte aus der Betriebswirtschaft, wie beispielsweise Steuern, Controlling, Logistik, E-Commerce oder Informationstechnologie. Am Ende des Studiums wird – wie bei den regulären Masterstudiengängen – eine Masterarbeit verfasst.

    Was ist das Besondere am MBA-Studium?

    © contrastwerkstatt - Fotolia.com

     

    Hoher Praxisbezug

    Der MBA zeichnet sich v.a. durch seinen hohen Bezug zur Praxis sowie dem intensiven Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern aus. Angereichert wird er außerdem mit Vorträgen von Spitzenmanagerinnen und -managern sowie Exkursionen und Projekten in Kooperation mit Unternehmen.

    Gearbeitet wird an Fallstudien mit realen Problemen von Firmen. Die an den Aufgaben arbeitenden Teams sind interdisziplinär besetzt. Kennzeichnend ist darüber hinaus, dass das Unterrichten häufig in Gemeinschaftsprojekten abläuft, bei denen Professorinnen und Professoren unterschiedlicher Fachrichtungen fächerübergreifend zusammenarbeiten.

    Voll- oder Teilzeitstudium?

    Voll- oder Teilzeitstudium?

    Es existieren verschiedene Arten von MBA-Programmen, die sich auf verschiedene Typen von Berufstätigen spezialisiert haben. Der Vollzeit-MBA dauert normalerweise 1 bis 2 Jahre. Die Teilnehmer werden für diese Zeit von ihrer beruflichen Tätigkeit freigestellt. Der Teilzeit-MBA richtet sich an Personen, die neben ihrem Studium weiterarbeiten wollen und müssen. Hier dauert das MBA-Studium durchschnittlich 4, höchstens jedoch 7 Jahre.

    MBA - Vollzeit- oder Teilzeitstudium?

    © lassedesignen - Fotolia.com

     

    Ergänzung oder Vertiefung?

    Sobald die erste Vorauswahl getroffen ist, musst du dir darüber klar werden, welche inhaltlichen Schwerpunkte dein weiterbildendes Studium haben soll. Hast du ein ingenieurwissenschaftliches Erststudium hinter dir, kann ergänzend ein generalistisches MBA-Programm gewählt werden, welches ökonomische Kenntnisse vermittelt und auf Führungsaufgaben vorbereitet. Wer jedoch bereits BWL studiert hat, kann etwa mit einem spezialisierten MBA in Banking oder Marketing die vorhandenen Kenntnisse vertiefen.

    Firmen-MBAs, die in Zusammenarbeit mit einer Hochschule eigene MBA-Programme anbieten, sind in erster Linie für Berufserfahrene und Führungskräfte geeignet. Ein MBA kann der Karriere den entscheidenden Kick geben – vorausgesetzt man hat das geeignete Programm für sich gewählt. Bevor du dich für eine Hochschule bzw. ein Programm entscheidest, solltest du die detaillierten Informationen der Hochschulen beachten und dir selbst einige Fragen stellen:

    • Welche Voraussetzungen bringe ich mit? (praktische Erfahrungen, theoretische Vorkenntnisse, Abschluss)
    • Welche Ziele habe ich mir gesetzt?
    • Welches Angebot bietet welche Hochschule? (Aufbau des Programms, Studieninhalte, Lehrmethoden)

    Benötigst du Hilfe bei der Entscheidungsfindung, kannst du neben einer Vertrauensperson auch einen Karriere-Coach aufsuchen. Auch undefinedBusiness-School-Rankings sind beliebte Anhaltspunkte, um das beste MBA-Programm ausfindig zu machen.

    Bewerbung für den MBA

    Bewerbung für den MBA

    Neben Zeugnissen, Eignungstest-Resultaten und deinem Curriculum Vitae werden auch gute Englischkenntnisse auf Grundlage des Test of English as a Foreign Language (TOEFL) sowie Wissen im Management durch den Graduate Management Admission Test (GMAT) verlangt.

    MBA - Tipps für deine Bewerbung

    © Denis Junker - Fotolia.com

     

    Ebenso wichtig wie die fachliche Qualifikation sind persönliche Eignung und Erfolge, wie beispielsweise erhaltene Preise bei Wettbewerben oder Nachweise gemeinnütziger Arbeit. Du solltest außerdem erklären können, warum du gerade diese Business School ausgewählt hast. Dies soll oft in Form eines Bewerbungsessays präsentiert werden. Um hier wirklich zu überzeugen, ist eine intensive Beschäftigung mit der jeweiligen Institution sehr ratsam. Am besten besuchst du die Schule nach Möglichkeit schon im Vorfeld und führst, wenn möglich, sogar ein persönliches Gespräch mit einer zuständigen Person. Zudem ist es wichtig, dass du in deinem Bewerbungsessay neben deinen Lebens- und Berufszielen auch deine eigenen Stärken und Schwächen herausstellst – am besten belegt an persönlichen Beispielen.

    Der Essay - das Aushängeschild

    Bewertet werden in diesen Essays v. a. der sprachliche Stil sowie die verständlich aufeinander aufbauende Präsentation von Gedanken. Ebenso wichtig ist ein roter Faden. Orthografie und Interpunktion dürfen zudem nicht vernachlässigt werden – bereits kleine Fehler lenken vom Inhalt ab und hinterlassen womöglich einen negativen Eindruck beim Leser. Gute Chancen hast du dann, wenn sich deine Selbstpräsentation in Inhalt und Stil von anderen Bewerbungsschreiben abhebt.

    Tipp: Lass deinen Essay von einer anderen Person Korrektur lesen. Auf diese Weise kannst du auf schwer verständliche Sätze und mögliche Fehler hingewiesen werden.

    Darüber hinaus fordern einige Hochschulen Empfehlungsschreiben von ihren Bewerberinnen und Bewerbern. Diese sollten direkt von den Vorgesetzten oder aber von wichtigen Kunden oder Geschäftspartnern angefertigt werden.

    Der schriftlichen Bewerbung folgt meist ein persönliches Interview, in dem die Details deiner Bewerbung noch einmal vertieft werden.

    MBA-Gehalt

    Wie viel bringt der MBA-Titel?

    Du überlegst, ob sich ein MBA-Studium finanziell lohnt? Schließlich kostet dieser akademische Titel soviel wie kein anderer. Hier ein Überblick über die durchschnittlichen Jahresgehälter von MBA-Absolventen:

    Was MBA-Absolventen verdienen

    Branchedurchschnittliches Jahresgehalt
    Finanzwesen54.392 €
    Automobilindustrie50.555 €
    Consulting 48.334 € 
    Healthcare47.632 €
    IT47.228 €
    Öffentlicher Dienst43.064 €
    Handel36.263 €

     Quelle: Staufenbiel/Gehalt.de (Stand 04/2015)

    Das könnte dich interessieren

    Ein Masterstudium als Weiterbildung

    Du überlegst ein Masterstudium an deinen Bachelorabschluss anzuschließen? Lies hier nach, wann ein Master sinnvoll ist, wie du dich für einen Platz bewirbst und wie das Studium aufgebaut ist ...

    Deutschlands Top-Arbeitgeber

    CLAAS

    Lerne den Top-Arbeitgeber des Monats kennen und erfahre welche Karrierechancen CLAAS dir bietet!