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Karriere in der Wirtschaftsprüfung

In den folgenden Artikeln geben wir dir einen Überblick über die Branche Wirtschaftsprüfung. Erfahre alles Wissenswerte über die beliebtesten Arbeitgeber, die Anforderungen, die Arbeitszeiten, das Gehalt und den Einstieg in die Branche.

    Branchenüberblick

    Wirtschaftsprüfung – Eine krisenfeste Branche

    Immer wieder hört man von hervorragenden Karrierechancen und hohen Gehältern in der Wirtschaftsprüfung. Auch, dass die Branche nahezu krisenfest sein soll, wird immer wieder erwähnt. Aber was genau verbirgt sich eigentlich dahinter? In den folgenden Artikeln bringt www.deutschlands100.de Licht ins Dunkel und stellt dir die Branche Wirtschaftsprüfung genauer vor. 

    Als Wirtschaftsprüfung bezeichnet man die finanzielle Prüfung eines Unternehmens, insbesondere die Jahresabschlussprüfung. Es wird die Buchhaltung und die Bilanzierung überprüft – die Wirtschaftlichkeit jedoch nicht.

    „Big Four“ der Wirtschaftsprüfung

    Die Branche Wirtschaftsprüfung wird von den sogenannten „Big Four“ dominiert. Darunter versteht man die vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften:

    Daneben gibt es auch mittelständische Dienstleister in der Branche wie zum Beispiel Ebner Stolz

    Der Beruf Wirtschaftsprüfer ist hoch angesehen, was nicht zuletzt an den hohen Anforderungen an die Absolventen liegt. Ein normaler Hochschulabschluss reicht nicht um Wirtschaftsprüfer zu werden, man muss noch ein zusätzliches Wirtschaftsprüfungs-Examen machen, welches für einige Anwärter eine unüberwindbare Hürde darstellt.

    Karrierechancen in der Wirtschaftsprüfung

    © Africa Studio - Fotolia.com

     

    Flexibilität innerhalb der Wirtschaftsprüfer-Branche

    Die harte Arbeit wird jedoch in der Regel großzügig belohnt – mit einem komfortablen Gehalt, interessanten Kontakten und optimalen Karriereperspektiven. Auch die Zukunftsaussichten in der Wirtschaftsprüfung sind sehr vielversprechend, denn – Krise hin oder her – Unternehmen werden zum Abschluss des Jahres immer eine Prüfung brauchen. Die Branche ist also relativ krisenfest. Trotz allem unterliegt sie natürlich auch dem Wettbewerb. Große Wirtschaftsprüfungsgesellschaften buhlen vorwiegend um die Aufträge bei großen Unternehmen und müssen die Preise senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Zum Glück zeigt die Branche hier Flexibilität und hat ihre Tätigkeitsfelder erweitert. So ist ein Wirtschaftsprüfer zum Beispiel auch als Berater oder Steuerberater sehr gefragt.

    Anforderungen

    Hohe persönliche und fachliche Anforderungen

    "Ich schwöre, dass ich die Pflichten eines Wirtschaftsprüfers verantwortungsbewusst und sorgfältig erfüllen, insbesondere Verschwiegenheit bewahren und Prüfungsberichte und Gutachten gewissenhaft und unparteiisch erstatten werde, so wahr mir Gott helfe."

    Anforderungen als Wirtschaftsprüfer

    © endostock - Fotolia.com

     

    Soft Skills als Wirtschaftsprüfer

    Das ist der Berufseid, den jeder Wirtschaftsprüfer nach dem bestandenen Examen ablegen muss. In ihm werden auch schon die wichtigsten Eigenschaften, die ein Wirtschaftsprüfer mitbringen muss, ausgeführt: Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt, Verschwiegenheit und Gewissenhaftigkeit. Kurzum: Der Beruf des Wirtschaftsprüfers verlangt besondere Seriosität.

    Hinzu kommt, dass ein Wirtschaftsprüfer im regelmäßigen Dialog mit hochrangigen Managern steht und daher diplomatisches Geschick und hervorragende Team- und Kommunikationsfähigkeiten von Nöten sind. Auf Grund der unregelmäßigen Arbeitszeiten, sollte ein Wirtschaftsprüfer außerdem überdurchschnittlich belastbar sein.

    So viel zu den Charaktereigenschaften, aber welche erlernten Fähigkeiten muss ein Wirtschaftsprüfer mitbringen?

    Hard Skills

    Auch wenn die Wirtschaftsprüfung bereits weit mehr umfasst als nur das Rechnungswesen, ist ein gutes Gespür für Zahlen unabdingbar. Kenntnisse im Controlling und Marketing sowie die Fähigkeit unternehmerisch zu bewerten und Risiken abzuschätzen, sind für den Wirtschaftsprüfer besonders wichtig. Oftmals betreut ein Wirtschaftsprüfer auch internationale Kunden, das heißt Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere Englisch, werden ebenso erwartet.

    Wirtschaftsprüfer gelten gemeinhin auch als die am besten informierten Wirtschaftsexperten. Man sollte daher immer über die neuesten Entwicklungen informiert sein und sein Expertenwissen jederzeit durch Weiterbildungen erweitern.

    Als Wirtschaftsprüfer geeignet?

    Alle, die noch einmal überprüfen möchten, ob sie wirklich für die Karriere als Wirtschaftsprüfer geeignet sind, können dies gern mit Hilfe des undefinedSelbsttests des Staufenbiel Instituts überprüfen.

    Einstieg

    Aller Anfang ist schwer…

    … das gilt ganz besonders für die Wirtschaftsprüfung. Sie gilt als die Elitedisziplin im Bereich Business und Finanzen.

    Wer in die Wirtschaftsprüfung gehen will, sollte sich dieses Ziels frühzeitig bewusst werden, denn dieser Ausbildungsweg erfordert viel Vorbereitung, Disziplin und Durchhaltevermögen.

    Ein hervorragender Studienabschluss im wirtschafts- oder rechtswissenschaftlichen Bereich mit den für den Beruf relevanten Schwerpunkten ist nur der erste Schritt in die richtige Richtung.

    Ein spezialisierter Master-Abschluss ist empfehlenswert, da einem so unter Umständen bestimmte Seminare oder sogar einzelne Prüfungen komplett erlassen werden können. Idealerweise sollten schon während des Studiums relevante Praktika im Bereich Wirtschaftsprüfung absolviert werden, um die nötige Praxiserfahrung zu sammeln – aber auch um wichtige Kontakte zu knüpfen.

    Wirtschaftsprüfung - Der Einstieg in die Branche

    © Andres Rodriguez - Fotolia.com

     

    Nach der Uni Berufspraxis sammeln

    Mit dem Abschluss in der Tasche sollte man sich dann darüber klar werden, ob man in einem kleinen mittelständischen Unternehmen oder bei einem „Global Player“ arbeiten möchte. Bei großen Unternehmen sind oftmals weitere Spezialisierungen notwendig und die Anforderungen sind höher, als bei kleineren.

    Aber selbst wenn einem der Einstieg bei einem großen Unternehmen gelingt, ist dies nur eine weitere Hürde auf dem Weg zum Wirtschaftsprüfer. Nun wird berufsbegleitend weitergelernt, bis man das Examen zum Wirtschaftsprüfer ablegen darf. Mit einem Bachelor in der Tasche sind hierzu weitere vier Jahre Berufserfahrung notwendig, bei einem Master-Abschluss reichen auch drei Jahre. Gleichzeitig sollte man auch Vorbereitungsseminare in den Bereichen Wirtschaftliches Prüfungswesen, Unternehmensbewertung und Berufsrecht, Angewandte Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschaftsrecht und Steuerrecht besuchen, um sich optimal auf die Prüfungen in diesen Fächern vorzubereiten.

    Das Wirtschaftsprüfungs-Examen

    Der krönende Abschluss der harten Vorbereitungszeit ist das bestandene Examen und die darauf folgende Anstellung. Angehende Wirtschaftsprüfer sollten die Prüfung jedoch nicht unterschätzen. Denn es ist dieses Examen, das dem Wirtschaftsprüfer seinen Elitestatus verschafft. Mehr als die Hälfte schafft es nicht im ersten Anlauf*. Es gibt allerdings die Möglichkeit zu einer zweiten Chance. Insgesamt besteht das Examen derzeit aus 7 schriftlichen und einer mündlichen Prüfung, die nur angetreten werden darf, wenn die schriftlichen bestanden wurden. Es gilt zu beweisen, dass man die in den Vorbereitungsseminaren erlernte Theorie mit der im Beruf erlernten Praxis zu kombinieren vermag.

    Besteht man dieses letzte große Examen und kann auch die weiteren Voraussetzungen, wie zum Beispiel das Recht öffentliche Ämter zu bekleiden oder den Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, vorweisen, so steht der Berufung zum Wirtschaftsprüfer nichts mehr im Wege.

    *Quelle: www.beruf-wirtschaftspruefer.de

    Tätigkeiten

    Vielfältige Möglichkeiten für Wirtschaftsprüfer

    Lange Zeit hielt man Wirtschaftsprüfer nur für „Häkchenmacher“ oder Zahlenverrückte. Die Wirtschaftsprüfung hält jedoch einiges mehr für Interessierte bereit. Es handelt sich hierbei nämlich nicht nur um einen Beruf, sondern auch um ein öffentliches Amt, bei dem der Wirtschaftsprüfer seine Prüfungstätigkeit ausübt. Der Jahresabschlussbericht oder die generelle betriebswirtschaftliche Prüfung, aber auch Unterschlagungsprüfungen oder die Due-Diligence-Prüfung sind typische Aufgaben in dem Bereich.

    Unter Due-Diligence versteht man die gebotene Sorgfalt beim Kauf oder Verkauf von Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen, aber auch bei dem Börsengang eines Objektes. Der Wirtschaftsprüfer analysiert hier die Stärken und Schwächen sowie die Risiken eines Objektes und bewertet es abschließend.

    Tätigkeiten in der Wirtschaftsprüfung

    © DOC RABE Media - Fotolia.com

     

    Beratende Funktionen

    Des Weiteren kann ein Wirtschaftsprüfer aber auch beratende Funktionen einnehmen, so zum Beispiel in der Steuerberatung. Er darf in dieser Funktion den Steuerpflichtigen vor den Finanzbehörden oder Finanzgerichten vertreten. Aber auch als Rechtsberater in finanziellen Angelegenheiten oder als Unternehmensberater werden Wirtschaftsprüfer eingesetzt und sind gern gesehen. So darf ein Wirtschaftsprüfer auch treuhänderisch verwalten. Das heißt, er ist befugt sich in der Vermögens-, Konkurs- oder Notgeschäftsverwaltung einzubringen, aber auch die Notgeschäftsführung, Nachlassverwaltung und Testamentsvollstreckung zu übernehmen.

    Nicht zuletzt kann ein Wirtschaftsprüfer auch die Aufgaben eines Gutachters oder Sachverständigen in betriebswirtschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten übernehmen.

    Die Industrie wirbt um Wirtschaftsprüfer

    Oftmals arbeiten Wirtschaftsprüfer für Prüfungsgesellschaften, werden aber mit zunehmender Berufserfahrung auch gern von großen Unternehmen der Industrie abgeworben. Hier besetzen sie dann wirtschaftliche Führungspositionen. Die Unternehmen spekulieren dabei auf das umfangreiche Know-How eines Wirtschaftsprüfers und hoffen, es sich zu Nutze machen zu können.

    Unternehmen

    Top Player oder lieber Mittelstand?

    Am Ende jeder Ausbildung steht die große Frage: Für wen will ich eigentlich arbeiten?

    Deutschlands100.de bietet dir im Folgenden einige Entscheidungshilfen, was deinen potentiellen zukünftigen Arbeitgeber in der Wirtschaftsprüfung betrifft.

    Die „Big Four“ – Wirtschaftsprüfung

    Der Begriff geht ursprünglich auf die „Big Eight“ Ende der 70er Jahre zurück – die acht größten Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Im Zuge von Fusionen und Übernahmegeschäften wurden aus ihnen aber schließlich die Big Four:

    » Deloitte
    » EY
    » KPMG
    » PricewaterhouseCoopers

    Diese vier Unternehmen haben ihren Spitznamen auf Grund ihrer Markt dominierenden Position erhalten: Zusammen nehmen sie etwa 85% des Marktanteils in Deutschland ein (Quelle: www.bundeskartellamt.de, 2016). Ihre Größe bringt den Unternehmen natürlich enorme Vorteile im Wettbewerb. Zum einen können sie einen internationalen Markt erschließen und globale Unternehmen zu ihren Mandanten zählen. Zum anderen verleiht ihnen ihre Größe auf dem internationalen Markt mehr Glaubwürdigkeit, was einer der Grundsteine der Wirtschaftsprüfung ist.

    Second Tier Gesellschaften

    Neben den Big Four gibt es auch noch so genannte „Second Tier Wirtschaftsprüfungsgesellschaften“. Darunter versteht man Gesellschaften, die sich nicht nur in der Größe, sondern auch in der Struktur und dem Dienstleistungsangebot von den Big Four unterscheiden. Sie bieten ein ähnlich umfangreiches Angebot wie die Big Four, sind aber weniger international ausgerichtet und dadurch oft regional sehr verankert. Beispiele wären Rödl & Partner aus Bayern oder Susat & Partner aus Hamburg. Um gegenüber der Big Four wettbewerbsfähig zu bleiben, sind viele der Unternehmen internationalen Netzwerken beigetreten.

    Kleine und mittelständische Unternehmen

    Auch die mittelständischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften müssen sich gegen die Big Four behaupten und versuchen dies, indem sie sich an mittelständische Unternehmen binden und eine persönlichere Atmosphäre bieten.

    Big Four oder Mittelstand

    Nun stellt sich dem frisch vereidigten Wirtschaftsprüfer die Frage, für welchen Arbeitgeber er einmal arbeiten möchte. www.deutschlands100.de hat eine Liste mit den wichtigsten Argumenten für und gegen eine Beschäftigung bei den Big Four zusammengestellt.

    Pro Big FourPro Mittelstand
    spannende, komplexe Aufgabenregelmäßige Arbeitszeiten
    gute Reputationpersönliche Atmosphäre
    höheres Gehaltsicherer Arbeitsplatz
    feste Arbeitsstrukturenflache Hierarchien
    Arbeit im Ausland möglichweniger Geschäftsreisen
    leichter Kontakte knüpfenganzheitlichere Beratung
    Vorteile für den Lebenslaufgeringerer Leistungsdruck
    internationales Ansehenmehr persönliche Verantwortung

    Quelle: www.squeaker.net

    Gehalt

    Wirtschaftsprüfung lockt mit hohem Gehalt

    Was Studierende erwarten

    Generell gehört die Wirtschaftsprüfung zu den Branchen, in denen man ein durchschnittlich hohes Gehalt erzielen kann. Dies spiegelt sich jedoch nur mäßig in den Vorstellungen der Studierenden wider. Im Rahmen der Studie "trendence Graduate Barometer 2016 – Business Edition" wurden abschlussnahe Wirtschaftsstudierende mit den Studienschwerpunkten Wirtschaftsprüfung und Revision zu ihren Gehaltsvorstellungen befragt. Durchschnittlich rechnen sie mit einem Jahresgehalt von rund 45.000 Euro, wobei Männer mit 46.275 Euro jährlich deutlich mehr erwarten als Frauen mit nur 43.452 Euro. Fast 10 Prozent erwarten sogar ein Einkommen von 60.000 bis 65.000 Euro.

    Erwartetes JahresgehaltInsgesamtFrauenMänner
    20 bis 25 tausend Euro3,5%5,2%2,2%
    25 bis 30 tausend Euro0,0%0,0%0,0%
    30 bis 35 tausend Euro4,1%5,0%3,4%
    35 bis 40 tausend Euro20,3%28,6%13,5%
    40 bis 45 tausend Euro18,2%12,6%23,0%
    45 bis 50 tausend Euro28,2%28,6%27,9%
    50 bis 55 tausend Euro10,9%6,0%14,9%
    55 bis 60 tausend Euro1,8%0,9%2,5%
    60 bis 65 tausend Euro9,0%9,7%8,5%
    65 bis 70 tausend Euro0,2%0,0%0,3%
    70 tausend Euro oder mehr 3,7%3,4%3,9%
    Durchschnitt44.995 43.452 €46.275 €

    Bei dem erwarteten Jahresgehalt handelt es sich um das Bruttogehalt (bestehend aus dem Grundgehalt und Boni o.ä.).

    Quelle: trendence Graduate Barometer 2016 - Business Edition, Studierende mit dem Studienschwerpunkt Wirtschaftsprüfung/Revision

    Wirtschaftsprüfung – Das wird gezahlt

    Einstiegsgehalt nach FirmengrößeDurchschnittsgehalt
    klein (< 101 Mitarbeiter)34.265 €
    mittel (101-1.000 Mitarbeiter)39.685 €
    groß (> 1.000 Mitarbeiter)45.002 €

    Quelle: Staufenbiel/PersonalMarkt, 2015

    Große Schwankungen beim Gehalt

    Mit etwas Berufserfahrung in der Wirtschaftsprüfung kann das Gehalt bis auf 80.000 Euro im Jahr ansteigen. In einer höheren Führungsposition kann das Jahresgehalt dann auch die 100.000 Euro überschreiten. Natürlich sind hier viele Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt und gewisse Zusatzleistungen, wie zum Beispiel ein Dienstwagen bereits mit einkalkuliert*. 

    * Quelle: gehalt.was-verdient-ein.de

    Arbeitszeiten

    Überstunden in der Wirtschaftsprüfung – strengstens erlaubt

    Dass gutbezahlte Berufe meistens auch mehr Einsatz vom Arbeitnehmer fordern, ist eigentlich jedem bewusst.

    Im "trendence Graduate Barometer 2016 - Business Edition" wurden Studierende mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsprüfung und Revision gefragt, wie sie sich ihre zukünftige Arbeitswoche vorstellen. Es lässt sich hier die Tendenz erkennen, dass Männer bereit sind mehr Zeit in die Arbeit zu investieren als Frauen. Sie erwarten im Durchschnitt eine wöchentliche Arbeitszeit von 47,4 Stunden, während Frauen von 45,4 Stunden ausgehen. Rund 54 Prozent der Frauen sind der Meinung, dass sie später weniger als 45 Stunden pro Woche arbeiten müssen (Männer 35 Prozent), während 65 Prozent der Männer dagegen bereit sind, über 45 Stunden pro Woche im späteren Beruf zu arbeiten (Frauen 46 Prozent).

    Erwartete wöchentliche ArbeitszeitInsgesamtFrauenMänner
    34 Wochenstunden und weniger0,4%0,0%0,6%
    35 bis 39 Wochenstunden4,2%7,0%2,0%
    40 bis 44 Wochenstunden39,2%47,3%32,6%
    45 bis 49 Wochenstunden18,5%16,7%19,9%
    50 bis 54 Wochenstunden20,1%15,7%23,6%
    55 Wochenstunden oder mehr17,7%13,3%21,4%
    Durchschnitt46,545,447,4

    Quelle: trendence Graduate Barometer 2016 - Business Edition, Studierende mit dem Studienschwerpunkt Wirtschaftsprüfung/Revision

    Überstunden im Winter

    Grundlegend geht der Arbeitsvertrag wie in den meisten anderen Berufen von einer 40-Stunden-Woche aus. In der Realität sieht es oft anders aus. Überstunden gehören zum Alltag. Generell liegt die Arbeitszeit in der Branche der Wirtschaftsprüfung zwischen 45 und 70 Stunden pro Woche. Diese recht große Spanne kann durch die Saisonalität, der der Wirtschaftsprüfer unterworfen ist, begründet werden. Insider bezeichnen die Wintermonate auch als Busy Season, denn in dieser Zeit werden die Jahresabschlussberichte vorbereitet und verfasst. Es kann also leicht passieren, dass ein Wirtschaftsprüfer in dieser Zeit bis zu 70 Stunden pro Woche beruflich unterwegs ist. Der Sommer hingegen ist mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit von etwa 40-45 Stunden deutlich ruhiger.

    Des Weiteren sollte man auch bedenken, dass Wirtschaftsprüfer von den Arbeitszeiten ihrer Mandanten und Vorgesetzten abhängig sind.

    06/2016

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