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Karriere in der IT-Branche

An dieser Stelle widmet sich www.deutschlands100.de ganz den verschiedenen Bereichen der Informationstechnologie, kurz IT oder Informatik. Neben unseren Top-Arbeitgebern liefern wir dir einen Überblick über die Branche und ihre einzelnen Berufsfelder und informieren dich über die Anforderungen der Arbeitgeber sowie die Einstiegsgehälter. Wir untersuchen auch, warum Frauen so selten Informatikerinnen sind und welche Rolle Hacker in der IT-Branche spielen.

    Branchenüberblick

    Eine stetig wachsende Branche

    Die IT-Branche wächst kontinuierlich – im Vergleich zur Wirtschaft sogar überdurchschnittlich stark. Auch die Zahl der Absolventen steigt. Bis 2020 wollen IT-Unternehmen vermehrt Hochschulabsolventen einstellen. Neben einer fundierten akademischen Ausbildung werden von ihnen Praxiserfahrungen erwartet. Ende 2015 waren laut Bitkom mehr als eine Million Menschen in der ITK-Branche beschäftigt. Damit ist sie weiterhin der zweitgrößte industrielle Arbeitgeber nach dem Maschinenbau in Deutschland. In den vergangenen fünf Jahren sind rund 125.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Die Jobaussichten für Absolventen sind weiterhin optimal und neue Fachkräfte werden vom Arbeitsmarkt nur so aufgesogen.

    Die IT-Branche

    © .shock - Fotolia.com

     

    Nicht nur Firmen, die selbst Informationstechnologien herstellen oder verkaufen, suchen neue Mitarbeiter. Mittlerweile nutzt so gut wie jedes Unternehmen Informationstechnologien und schafft so Arbeitsplätze für Fachkräfte, die sie in Stand halten und aktualisieren.

    IT – Viele Spezialisierungsmöglichkeiten

    Die gesamte IT-Branche wird zunehmend komplexer und gliedert sich in verschiedene Tätigkeitsbereiche, die zum Teil sogar separate Studiengänge verlangen.

    Zur Auswahl stehen unter anderem:

    • Bioinformatik
    • Geoinformatik
    • Ingenieurinformatik
    • Internettechnologie
    • Medieninformatik
    • Medizininformatik
    • Softwaretechnik
    • Umweltinformatik
    • Verwaltungsinformatik
    • Wirtschaftsinformatik

    Will man in der IT-Branche arbeiten, so kann man sich in erster Linie entscheiden, ob man eher in den Dienstleistungsbereich oder in die Entwicklung gehen will. So kann man direkt in einer IT-Firma, aber auch im IT-Bereich eines anderen Unternehmens beispielsweise als Systemadministrator unterkommen. Auch als Berater, Hersteller, Entwickler oder als Sicherheitsmanager findet so mancher Informatiker seinen Arbeitsplatz.

    Wenn du deine IT-Kenntnisse mit gestalterischen Fähigkeiten kombinieren und gerne kreativ arbeitest, dann wäre zum Beispiel eine Karriere als Webdesigner am passendsten. Auch der Beruf des Game Developers (Spielentwicklers) erfreut sich wachsender Beliebtheit.

    Top-Arbeitgeber

    Google oder Computerspiele? Top-Arbeitgeber der IT-Branche

    In der Studie trendence Graduate Barometer 2016 – IT Edition wurden die beliebtesten Arbeitgeber in der IT-Branche ermittelt. Hierzu gaben Studierende des Fachs Informatik an, bei welchen Unternehmen sie sich am ehesten bewerben würden.

    Top-Arbeitgeber in der IT-Branche

    1. (23,7%)Google
    2. (9,1%)BMW Group
    3. (8,6%)Apple
    4. (8,4%)Microsoft
    5. (8,2%)Blizzard Entertainment 
    5. (8,2%)SAP
    7. (6,9%)Audi
    8. (6,0%)IBM
    9. (5,5%)Daimler 
    10. (5,3%)Siemens 

    Neben bekannten Konzernen der IT-Branche wie Google, Microsoft oder Apple finden sich in den Top 10 auch Unternehmen, die eigentlich anderen Branchen angehören. So sind beispielsweise auch Automobilhersteller für Informatikstudierende interessant. Dadurch wird deutlich, dass inzwischen die verschiedensten Branchen IT-Dienstleistungen benötigen. Mit Blizzard Entertainment ist zudem ein wichtiger Entwickler von Computerspielen vertreten. So will sich der eine oder andere Computerfreak vermutlich einen Kindheitstraum verwirklichen und eigene Spiele programmieren.

    Einen Überblick über weitere attraktive Unternehmen für Informatiker bietet dir das komplette Ranking der 100 Top-Arbeitgeber.

    Anforderungen

    Mehr als ein Computer-Nerd

    Wie gut, dass das Bild des verrückten Computer-Nerds, der ungewaschen in seiner dunklen Kammer sitzt, nur ein Klischee ist – auf die Anforderungen der Arbeitgeber passt es nämlich nicht wirklich. Heutzutage müssen Informatiker weit mehr können, als nur ihren Computer beherrschen.

    Anforderungen in der IT-Branche

    © Edelweiss - Fotolia.com

     

    Gute Fachkenntnisse sind natürlich die Grundvoraussetzung, manchmal sind auch gewisse Spezialisierungen nützlich, die der angestrebten Stelle entsprechen. Solide Englisch-Kenntnisse sind ein Muss, da die IT-Branche international aktiv ist und ein Großteil der computerspezifischen Fachbegriffe aus englischen Wörtern besteht. Auch weitere Fremdsprachenkenntnisse können ein Vorteil sein.

    Auch Soft Skills zählen

    Ein Informatiker soll zwar Computer programmieren, aber selbst kein Computer sein. Soft Skills sind demnach genauso wichtig wie fachliche Kompetenz. Für den Kontakt mit Kunden und Kollegen sollte man kommunikations- und teamfähig sein. Gerade international agierende Unternehmen wie IBM erwarten auch interkulturelle Kompetenz und entsprechende Mobilität. Jobchancen im Ausland sind für IT-Fachkräfte nicht selten. Abgesehen davon sind Innovation und Kreativität gefragt.

    Mit der ständigen Entwicklung in der IT mithalten

    In einer Branche, die sich so rasant entwickelt wie die IT-Branche, ist es wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu sein. Deshalb müssen sich IT-Fachkräfte regelmäßig weiterbilden. Dazu gibt es spezielle Kurse zu einzelnen Softwareprogrammen oder es werden Einführungen in komplett neu entwickelte Programme angeboten. Wer die Fachkenntnisse vertiefen und dazu noch einen Mastertitel erlangen möchte, kann auch die Möglichkeit eines (berufsbegleitenden) Fernstudiums nutzen, beispielsweise im Bereich IT-Sicherheit oder Wirtschaftsinformatik. Vielleicht ist der Studiengang "Master of Computer Science" der richtige für dich? An manchen Universitäten ist es möglich einzelne Kurse des Masters, wie zum Beispiel "Fortgeschrittene Programmiertechniken" oder "Software Engineering" per Fernstudium zu absolvieren. Man erhält dann ein Zertifikat, ohne einen kompletten Studiengang zu belegen zu müssen.

    Berufseinstieg

    Berufseinstieg: Für Informatiker kein Problem

    Unternehmen fast aller Branchen benötigen IT-Fachkräfte. Deshalb ist der Direkteinstieg nach dem Studium für die meisten Informatikabsolventen kein Problem. Egal ob Bachelor oder Master – fast immer wartet irgendwo ein gut bezahlter und interessanter Job.

    Dein Einstieg in die IT-Branche

    © Rumkugel - Fotolia.com

    Wer allerdings Aufstiegschancen und Spitzengehälter anstrebt oder seinen Traumjob in einem ganz speziellen Fachgebiet sieht, kann sich durch gewisse Maßnahmen den perfekten Karriereweg von Anfang an zurechtlegen.

    Schon vor dem Studienabschluss orientieren

    So ist es immer von Vorteil, schon während des Studiums mit einem Praktikum oder einer Werkstudententätigkeit Erfahrungen zu sammeln. Das bietet nicht nur häufig die Chance, direkt nach dem Studium bei dem entsprechenden Konzern einzusteigen. Zudem findest du dabei vielleicht schon für dich heraus, ob dir die Arbeit bei dem Unternehmen oder in dem Berufsfeld Spaß macht. Gerade weil du als Informatikabsolvent eine große Auswahl an Einstiegs- und Spezialisierungsmöglichkeiten hast, ist es eine gute Idee, frühzeitig in ein praktisches Arbeitsgebiet Einblick zu bekommen.

    Praxisnahe Forschungsarbeit im IT-Bereich

    Außerdem bieten viele Unternehmen Abschlussarbeiten oder Promotionen an. Für viele Informatikstudierende ist diese praxisnahe und anwendungsorientierte Form der Betreuung sehr viel interessanter als die Forschung an der Universität. Das Unternehmen bekommt außerdem einen Eindruck von deinen Kompetenzen und übernimmt dich vielleicht anschließend als festen Mitarbeiter.

    Gehalt

    Ein guter Abschluss lohnt sich

    Im "trendence Graduate Barometer 2016 – IT Edition" gaben Informatik-Studierende, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, ihre Vorstellungen von ihrem zukünftigen Gehalt in der IT-Branche an. Wie der Vergleich zwischen den Erwartungen und den Gehaltsangaben vom Staufenbiel Institut zeigt, sind die Einschätzungen der Studierenden durchaus realistisch.

    Das erwarten IT-Studierende

    Erwartetes JahresgehaltInsgesamtFrauenMänner
    20 bis 25 tausend Euro5,8%8,1%5,1%
    25 bis 30 tausend Euro0,5%0,6%0,5%
    30 bis 35 tausend Euro2,0%2,6%1,8%
    35 bis 40 tausend Euro22,7%29,4%20,8%
    40 bis 45 tausend Euro8,5%9,1%8,4%
    45 bis 50 tausend Euro26,4%24,5%27%
    50 bis 55 tausend Euro9,4%6,0%10,4%
    55 bis 60 tausend Euro3,0%2,2%3,2%
    60 bis 65 tausend Euro12,9%10,4%13,6%
    65 bis 70 tausend Euro1,4%1,1%1,4%
    70 tausend Euro und mehr7,4%6,1%7,8%
    Durchschnitt47.067 €44.744 €47.721 €

    Bei dem erwarteten Jahresgehalt handelt es sich um das Bruttogehalt (bestehend aus dem Grundgehalt und Boni o.ä.).

    Quelle: trendence Graduate Barometer 2016 – German Engineering Edition 

    Damit erwarten die meisten IT-Absolventen ein Gehalt zwischen 45.000 und 50.000 Euro. Interessant ist der Unterschied zwischen den männlichen und weiblichen Studierenden, da Männer im Allgemeinen von einem höheren Gehalt ausgehen und die befragten IT-Studentinnen durchschnittlich 3.000 Euro weniger als ihre männlichen Kommilitonen erwarten.

    Das zahlen Unternehmen IT-Absolventen

    EinstiegsgehälterProzent
    < 30.000 Euro1%
    30.000 – 34.999 Euro5%
    35.000 – 39.999 Euro10%
    40.000 – 44.999 Euro46%
    45.000 – 49.999 Euro31%
    50.000 – 54.999 Euro3%
    ­55.000 – 59.999 Euro3%
    60.000 – 64.999 Euro1%
    65.000 – 69.999 Euro-

    Quelle: Staufenbiel JobTrends2016

    Welches Gehalt in welcher Funktion?

    Ein Job in der Beratung oder im Vertrieb ist in der IT-Branche besonders vielversprechend:

    Funktion1. QuartilMedian3. Quartil
    IT-Projektleitung40.361 €45.910 €52.044 €
    Softwareentwicklung Backend38.483 €43.030 €47.786 €
    Softwareentwicklung Mobile35.719 €41.443 €44.844 €

    User Experience, Konzept

    35.563 €39.352 €45.657 €
    System- und Netzwerkadministration33.903 €41.414 €45.910 €

    Quelle: Staufenbiel/Gehalt.de, 2016

    Arbeitszeit

    Die meisten Studenten erwarten kaum Überstunden

    Jährlich befragt das trendence Institut in der Studie "trendence Graduate Barometer - IT Edition" abschlussnahe Studenten unter anderem zu ihren erwarteten Arbeitszeiten.

    Mit 62,9 Prozent erwarten die meisten IT-Studenten, dass sie zwischen 40 und 44 Stunden pro Woche arbeiten müssen. Die vermutete Arbeitszeit beträgt durchschnittlich 41,1 Wochenarbeitsstunden. Die Unterschiede in den Erwartungen der Männer und Frauen sind relativ gering: Die Frauen gehen nur von 1,6 Stunden weniger in der Woche aus. Damit landen die Frauen sogar knapp unter der 40-Stunden-Woche.

    Erwartete wöchentliche ArbeitszeitInsgesamtFrauenMänner
    34 Wochenstunden oder weniger4,9%6,9%4,3%
    35 bis 39 Wochenstunden11,7%11,9%11,7%
    40 bis 44 Wochenstunden62,9%69,3%61,2%
    45 bis 49 Wochenstunden9,1%6,8%9,8%
    50 bis 54 Wochenstunden7,9%3,4%9,2%
    55 Wochenstunden oder mehr3,4%1,7%3,9%
    Durchschnitt41,139,941,5

    Quelle: trendence Graduate Barometer 2016 - German IT Edition

    Auch Ingenieurstudenten erwarten mit 41,5 Stunden in der Woche fast die gleiche Arbeitszeit wie ihre Kommilitonen aus Informatik-Studiengängen. Bei den Studenten der Wirtschaftswissenschaften liegt die durchschnitttliche Stundenzahl mit 43,6 schon höher. Hier wird auch besonders der Unterschied zwischen Männer und Frauen deutlich: Immerhin 3,6 Stunden mehr meinen die Männer arbeiten zu müssen.
    Fast die Hälfte der Männer in betriebswirtschaftlichen Studiengängen (46,8 Prozent) geht davon aus 45 Wochenstunden und mehr arbeiten zu müssen. Im Ingenieurstudium rechnen hingegen nur 27,6 Prozent der Männer mit dieser hohen Arbeitsbelastung. Im Informatikstudium sind es mit 22,9 Prozent noch weniger. 

    Frauen in der IT-Branche

    Frauen an die Computer!

    Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Frauen in der IT-Branche sind Mangelware. Unter den Befragten der Studie "trendence Graduate Barometer 2016 – IT Edition" waren rund 22 Prozent weiblich. Obwohl damit seit 2010 ein Anstieg von 4,6 Prozent zu verzeichnen ist, sind Frauen immer noch in der Minderheit.

    Frauen in der IT-Branche

    © Charly - Fotolia.com

    Studienteilnehmer2010201120122013  201420152016
    weibliche IT-Studierende17,9%18,4%18,1%19,8% 20,4%22,5%22,5%
    männliche IT-Studierende82,1%81,6%81,9%80,2% 79,6%77,5%77,5%

    Quelle: trendence Graduate Barometer 2016 – German IT Edition 

    Yahoo-Chefin Marissa Mayer oder Facebook-Managerin Sheryl Sandberg sind in ihren Spitzenpositionen eher die Ausnahme als die Regel. Die weibliche Quote in Führungspositionen ist weiterhin verschwindend gering. Frauen in IT-Berufen sind laut Branchenverband Bitkom in Deutschland mit 15 Prozent vertreten. Der Frauenanteil in Informatikstudiengängen liegt gerade einmal bei 23 Prozent. (Stand: 2015)

    Geschlechter in der IT – Klischee vs. Realität

    Liegt es am alten Stereotyp des technisch versierten Mannes und der sozial kompetenten Frau? Selbst wenn es so wäre, bietet die IT-Branche viele Möglichkeiten für Frauen ihre Stärken einzusetzen – Teamarbeit, Diplomatie und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Kunden gehören auch im Informatiksektor zum Alltag. Zudem nutzen laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) Frauen mit 72 Prozent das Internet fast genauso intensiv wie Männer, von denen 82 Prozent regelmäßig surfen.

    Oder liegt es am mittlerweile veralteten Bild des Computer-Nerds, der den ganzen Tag im dunklen Kämmerlein verbringt? Auch das ist nichts weiter als ein Klischee. IT-Fachkräfte haben meist viel persönlichen Kundenkontakt oder müssen sogar für Meetings in andere Städte und Länder reisen.

    Weibliche IT-Fachkräfte

    © Picture-Factory - Fotolia.com

     

    Beruf oder Privatleben

    Eine mögliche Erklärung ist, dass Frauen andere Prioritäten setzen und damit bereitwillig auf die Karriere verzichten. Laut "trendence Graduate Barometer 2016 – IT Edition" ist für weibliche IT-Studierende eine gute Work-Life-Balance ein besonders wichtiges Kriterium. Dabei zählen für sie unter anderem Kinderbetreuung am Arbeitsplatz und familienfreundliche Kultur zu den bedeutenden Aspekten.

    Abgesehen davon haben es Frauen in der IT-Branche nicht nur im Hinblick auf die Familienplanung oft schwer. Männer haben in einem männerdominierten Beruf meist die besseren Netzwerke und machen es den Frauen nicht immer leicht, sich in das Team einzufinden. Das schreckt viele Frauen ab.

    IT-Arbeitgeber werben um Frauen

    Einige Firmen haben bereits verstanden, dass es bei ihnen liegt, Frauen bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dazu gehören Unterstützung bei der Kinderbetreuung, aber auch grundsätzliche Dinge wie Gleichheit beim Gehalt. So hat zum Beispiel IBM als eine von vielen Maßnahmen das sogenannte German Women's Leadership Council (GWLC) etabliert - ein Gremium, das sich speziell mit Frauenförderung und Chancengleichheit beschäftigt. Auch Google unterstützt seine weiblichen Mitarbeiterinnen und bietet Stipendien für talentierte Studentinnen an.

    Universitäten und Schulen locken mit besonderen Angeboten

    Einige Universitäten werden bereits aktiv, unter anderem mit Studiengängen speziell für Frauen. So gibt es zum Beispiel an der Hochschule Bremen den "Internationalen Frauenstudiengang für Informatik".

    In Schulen wurde der "Girls' Day" ins Leben gerufen, bei dem Unternehmen auf junge Mädchen zugehen und versuchen, sie für die IT-Branche oder andere so genannte MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu interessieren. Ebenso wichtig ist, dass Frauen selbst aktiv werden. Sie sollten sich von der Männerdomäne nicht abschrecken lassen und mit ihren fachlichen und sozialen Kompetenzen zeigen, dass es keinen Grund dafür gibt, sie als das schwache Geschlecht zu bezeichnen.

    Die guten Hacker

    Die Geschichte vom Guten Hacker

    Bei dem Begriff "Hacker" gefriert einigen regelrecht das Blut in den Adern. Viele denken sofort an Hollywoodfilme wie "Stirb Langsam 4.0", in denen sie ganze Städte lahmlegen. In der Tat kam es in der Vergangenheit vor, dass Hacker vertrauliche Daten verschiedener US-Prominenter veröffentlichten, darunter Hypotheken, Kreditkartenabrechnungen und Sozialversicherungsnummern. In der breiten Öffentlichkeit genießen die Hacker nicht gerade den besten Ruf, werden sie doch in den Medien meistens mit kriminellen Machenschaften in Verbindung gebracht.

    Unter Computerspezialisten und innerhalb der IT-Branche begegnet man ihnen dagegen mit Ehrfurcht und Respekt, wohl wissend welche Kenntnisse derartige Aktionen erfordern. Tatsächlich sind nicht alle Hacker kriminell. Viele Unternehmen brauchen sie sogar um Sicherheitslücken aufzudecken. Das Hacken gilt als Königsdisziplin, da es nicht nur fachspezifisches Know-How, sondern außerdem viel Kreativität erfordert.

    Hacker in der IT

    © Gerd Altmann / pixelio.de

     

    Die drei Hacker-Typen

    Man unterscheidet zwischen drei Arten von Hackern, die man in Anlehnung an alte Western Filme White-Hats, Grey-Hats und Black-Hats nennt. Die Black-Hats sind Hacker mit kriminellen Intentionen, das heißt sie stehlen bewusst Daten. Beispielsweise knacken sie Firmen- oder sogar Regierungsnetzwerke, um an vertrauliche Daten zu gelangen. Grey-Hats verstoßen ebenfalls gegen Regeln und ecken an, allerdings mit ideologischen Zielen. Sie decken zum Beispiel Sicherheitslücken auf und zwingen die Verantwortlichen, sie zu beheben. Die White-Hats stehen auf der guten Seite des Hacker-Daseins. Sie werden von Firmen engagiert, um sich in das Firmennetzwerk einzuhacken und so herauszufinden, wie sicher es vor entsprechenden Angriffen ist. Dabei müssen sie sich natürlich an strenge Richtlinien halten. Die geben ihnen unter anderem vor, wie sie sich zu verhalten haben wenn sie auf vertrauliche Daten stoßen. Im Prinzip werden die so genannten Penetrationstester dafür bezahlt, Verbrechen zu begehen um "echte" Verbrecher davon abzuhalten. Und sie sind begehrt!

    Hacker als Experten verzweifelt gesucht

    Wegen der steigenden Online-Kriminalität und der sich häufenden Attacken auf Firmendaten, werden hochqualifizierte IT-Absolventen mit Spaß am Hacken händeringend gesucht. Namhafte Unternehmen der IT-Branche wie die Telekom beschäftigen bereits über 600 Spezialisten der IT-Sicherheit als Penetrationstester und suchen fortwährend nach weiteren Experten. Du kannst mit deinem Talent zum Hacken also durchaus auch auf legale Weise Geld verdienen.

    06/2016

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