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Karriere in der Automobilbranche

Hier präsentieren wir dir die Automobilbranche und ihre Karriereperspektiven für Hochschulabsolventen. Wir informieren dich unter anderem über die Anforderungen, unsere Top-Arbeitgeber und was dich bezüglich Gehalt und Arbeitszeit erwartet.

    Branchenüberblick

    Die Automobilbranche in ihrer Vielfältigkeit

    Die Automobilbranche ist ein sehr weitgefächertes Gebiet, das die Aspekte der Entwicklung und Produktion von Fahrzeugen weit übersteigt. Deshalb gibt es eine große Vielfalt an Karrieremöglichkeiten, die vor allem jungen und gut qualifizierten Akademikern offenstehen.

    Branchenüberblick der Automobilindustrie

    © adimas - Fotolia.com

     

    Hier findest du eine Auflistung der verschiedenen Berufsfelder:

    • Produktion
    • Entwicklung
    • Vertrieb/Marketing
    • Controlling/Finanzdienstleistungen
    • E-Commerce
    • Öffentlichkeitsarbeit
    • Verwaltung
    • Customer Relations
    • Prozess und Qualitätsmanagement
    • Personalwesen
    • Logistik
    • Recht und Konzernkommunikation
    • Design und Lifestyleprodukte

    Gesuchte Studienrichtungen in der Automobilbranche

    Entsprechend sucht die Automobilindustrie keineswegs nur Ingenieure und Maschinenbauer, obwohl diese Fachrichtungen dort natürlich immer gerne gesehen werden. Die Branche bietet für alle „MINT“-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) eine ideale Möglichkeit zum Berufseinstieg. Da der Umweltaspekt in der Branche immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist bei den Naturwissenschaftlern Innovation gefragt.

    In Vertrieb, Marketing und allen Bereichen, die sich auf Finanzen und Verwaltung beziehen, findet so mancher Wirtschaftswissenschaftler seinen Platz. In der Rechtsabteilung oder Konzernkommunikation arbeiten häufig Juristen, während Geisteswissenschaftler gelegentlich in Öffentlichkeitsarbeit und Werbung unterkommen. Einige Top-Arbeitgeber wie BMW suchen nach Innovation und neuen Perspektiven und sind damit an Quereinsteigern aus fast allen Fachrichtungen interessiert. Vor allem Architekten und andere Designer helfen dabei, die Produkte und die Werbung visuell ansprechend zu gestalten und damit das Image des Konzerns zu prägen und zu lenken. Die Automobilbranche stellt sich damit als äußerst vielseitig heraus.

    Berufseinstieg

    Einstieg in die Automobilbranche: So früh wie möglich punkten

    In der Automobilindustrie ist der Direkteinstieg als Young Professional zwar möglich, es wird allerdings gerne gesehen, wenn du schon während des Studiums mit dem Arbeitgeber in Kontakt gekommen bist. Eine Möglichkeit dazu sind die verschiedenen Praktikumsmöglichkeiten im In- und Ausland, die viele der Top-Arbeitgeber anbieten. Auch Werkstudierendentätigkeiten und Studienförderprogramme sind eine gute Gelegenheit, den zukünftigen Arbeitgeber schon während des Studiums kennenzulernen und sich Chancen auf eine spätere Übernahme zu sichern.

    Einstiegsmöglichkeiten in der Automobilbranche

    © Picture-Factory - Fotolia.com

     

    Abschlussarbeit – Chance für den Berufseinstieg

    Vor allem für Ingenieure, aber auch für andere MINT-Fächer und Wirtschaftswissenschaftler gibt es die Möglichkeit, die Abschlussarbeit bei einem Automobilkonzern zu schreiben. Die meisten Arbeitgeber bieten Betreuungsangebote für Bachelor- und Masterarbeiten an und schaffen für den Absolventen damit einen direkten Praxisbezug für ihre Thesen. Diese Form der Betreuung ist damit für einige Studenten sehr viel sinnvoller als die an der Universität. Zudem sind die Abschlussarbeiten häufig, wie z.B. bei Porsche, mit einem Praktikum kombiniert. Auch sogenannte Premasterprogramme, wie sie beispielsweise Bosch anbietet, ermöglichen ein Studium mit direktem Praxisbezug. Der spätere Berufseinstieg fällt oft sehr viel leichter, wenn der Arbeitgeber dich bereits von der Abschlussarbeit oder einem der Programme kennt.

    Ebenso können im Rahmen verschiedener Entwicklungsprogramme für Akademiker Doktorarbeiten bei Unternehmen geschrieben werden – auch hier meist mit guter Chance, danach übernommen zu werden. Top-Arbeitgeber wie Audi bieten sogar Möglichkeiten zum Berufseinstieg im Ausland, wobei vor allem China in der Automobilbranche eine gute Wahl ist.

    Zahlreiche Wege für Akademiker

    Wer bereits ein duales Hochschulstudium bei einem Automobilhersteller absolviert hat, muss sich dank der Kombination aus theoretischem Wissen und praktischen Erfahrungen meist keine großen Sorgen mehr um den Einstieg machen. Zudem ist ein Traineeprogramm immer eine gute Alternative zum Direkteinstieg. Es bietet dir eine ideale Möglichkeit, ein Unternehmen und seine verschiedenen Tätigkeitsbereiche kennenzulernen und auch hier besteht die Chance, im Anschluss fest eingestellt zu werden.

    Top-Arbeitgeber

    Beliebte Automarken als Top-Arbeitgeber

    Das trendence Institut hat im Rahmen der Studie „trendence Graduate Barometer 2016 – Engineering Edition“ abschlussnahe Studenten und Absolventen befragt, bei welchem Arbeitgeber sie sich am ehesten bewerben würden. Hier findest du die beliebtesten Arbeitgeber der Automobilbranche:

    Die beliebtesten Arbeitgeber der Automobilindustrie

    Die beliebtesten Unternehmen der Automobilindustrie

    Platz im BranchenrankingPlatz im GesamtrankingTop-Arbeitgeber der Automobilindustrie
    1.1. (16,2%)Audi
    2.2. (15,4%)BMW Group
    3.3. (12,7%)Porsche
    4.4. (11,8%)Daimler
    5.8. (8,3%)Volkswagen
    Anforderungen

    Automobilbranche: Gute Noten und Praxiserfahrung

    Automobilkonzerne haben ihren Mitarbeitern bezüglich Gehalt, Sicherheit und Work-Life-Balance einiges zu bieten – entsprechend hoch sind ihre Anforderungen an die Bewerber. Die Kombination aus guten Abschlussnoten und Praxiserfahrung ist gefragt. Die meisten Top-Arbeitgeber bieten Studentenpraktika an und erwarten von Berufseinsteigern, dass sie auf diese Weise bereits Erfahrungen in der Branche gesammelt haben.

    Anforderungen in der Automobilbranche

    © Marco2811 - Fotolia.com

     

    Genauso wichtig sind internationale Erfahrungen. Viele Konzerne erwarten ein absolviertes Auslandssemester oder einen vergleichbaren Auslandsaufenthalt, selbst wenn sich das Studium dadurch verlängert. Fremdsprachenkenntnisse sind unabdingbar, vor allem in Englisch, wobei eine zweite Fremdsprache meist ebenso zu den Anforderungen gehört. Vor allem Chinesisch ist eine gute Wahl.

    Außerdem sind folgende Qualifikationen und Soft Skills hilfreich und gefragt:

    • Kommunikations- und Teamfähigkeit
    • unternehmerisches Denken und Handeln
    • außeruniversitäres Engagement (z.B. bei Initiativen und Organisationen wie AIESEC oder Formula Student)
    • Sozialkompetenz und Offenheit
    • hohe Einsatzbereitschaft, Flexibilität und selbständige Arbeitsweise
    • gute EDV-Kenntnisse
    • innovatives Denken und Kreativität
    • Faszination, Leidenschaft und Begeisterungsfähigkeit

    Die Leidenschaft am Automobil

    Automobilkonzernen ist es besonders wichtig, dass ihre Mitarbeiter stets engagiert und motiviert sind. Deshalb sind Faszination und Begeisterung für die Verkaufsschlager des Arbeitgebers genauso essenziell wie gute Noten und Praxiserfahrung. Bestenfalls sollen sie sich mit dem Produkt des Herstellers identifizieren, um es angemessen zu repräsentieren und sich im Arbeitsumfeld wohlzufühlen.

    Gehalt und Arbeitszeit

    Welches Gehalt wird in der Automobilbranche gezahlt?

    Für die Studie „trendence Graduate Barometer 2016 – Engineering Edition“ gaben Studierende, die sich besonders für die Automobilbranche interessieren, ihre Gehaltsvorstellungen an.

    Erwartetes JahresgehaltInsgesamtFrauenMänner
    30.000 Euro oder weniger2,6%3,1%2,6%
    30.000 bis 35.000 Euro0,9%2,0%0,7%
    35.000 bis 40.000 Euro12,6%19,2%11,5%
    40.000 bis 45.000 Euro7,2%8,9%7,0%
    45.000 bis 50.000 Euro29,9%32,0%29,5%
    50.000 bis 55.000 Euro16,1%13,7%16,5%
    55.000 bis 60.000 Euro4,7%4,0%4,9%
    60.000 Euro oder mehr26%17,0%27,4%
    Durchschnitt50.200€46.900€50.800€

    Quelle: trendence Graduate Barometer 2016 - Engineering Edition, Studierende mit Branchenpräferenz Automobil

    Einstiegsgehalt in der Automobilbranche

    © Schlierner - Fotolia.com

     

    Es zeigt sich, dass die Gehaltserwartungen der Frauen um einiges niedriger sind als die der Männer. Wenn man die Ergebnisse der Umfrage mit den Gehaltsangaben von Stepstone vergleicht, stellt sich heraus, dass die Hoffnungen der Befragten fast mit der Realität übereinstimmen. Sollte sich die Chance dazu bieten, dann lohnt sich der Einstieg in die Automobilbranche meist auch schon mit einem Bachelorabschluss.

    Fahrzeugbranche immer unter den Top 5

    BrancheDurchschnittliches Bruttojahresgehalt
    Chemie- und Erdölverarbeitende Industrie50.646€
    Fahrzeugbau/-Zulieferer49.509€
    Banken47.536€
    Metallindustrie47.333€
    Luft- und Raumfahrt46.786€

    Quelle: www.stepstone.de - "Gehaltsreport für Absolventen 2015

    Die Automobilbranche landet mit ihren Verdienstmöglichkeiten schon seit Jahren ganz oben im Ranking der bestbezahlten Branchen.

    Männer erwarten mehr Arbeitszeit

    Außerdem hat die trendence-Studie Frauen und Männer mit Interesse an der Automobilindustrie befragt, zu wie vielen Arbeitsstunden sie wöchentlich bereit wären.

    Erwartete wöchentliche ArbeitszeitInsgesamtFrauenMänner
    34 Wochenstunden oder weniger2,5%3,6%2,4%
    35 bis 39 Wochenstunden11,2%13,7%10,8%
    40 bis 44 Wochenstunden55,5%63,0%54,3%
    45 bis 49 Wochenstunden15,3%10,2%16,1%
    50 bis 54 Wochenstunden10,6%8,1%11,0%
    55 Wochenstunden oder mehr4,9%1,4%5,4%
    Durchschnitt42,2 Std.
    40,7 Std.
    42,5 Std.

    Quelle: trendence Graduate Barometer 2016 - Engineering Edition, Studierende mit Branchenpräferenz Automobil

    Laut Statistik erwarten Männer eine etwas höhere wöchentliche Arbeitszeit als Frauen. Auch in der Automobilbranche gilt die gesetzliche Regelung, dass Arbeitnehmer nicht mehr als 8 bis 10 Stunden täglich arbeiten dürfen. Mit der einen oder anderen Überstunde ist je nach Einsatzbereich natürlich trotzdem zu rechnen.

    Eine Männerdomäne?

    Automobile – eine Männerdomäne?

    Obwohl Frauen inzwischen auch in technischen Berufen alle Türen offen stehen, bilden sie in der Automobilbranche immer noch eine Minderheit. Laut trendence Graduate Barometer (Engineering Edition) sind 86% der branchenaffinen Befragten männlich. Ein Ruf, den viele Automobilkonzerne in Zeiten der Gleichberechtigung gerne loswerden würden.

    Die Automobilbranche - eine Männerdomäne?

    © olly - Fotolia.com

     

    Top-Arbeitgeber wie Audi, Porsche, Volkswagen und Daimler veröffentlichen auf ihrer Internetpräsenz gerne vermehrt Erfahrungsberichte von weiblichen Mitarbeiterinnen. Das ist möglicherweise eine Strategie, die Frauen dazu ermutigen soll, sich bei ihnen zu bewerben. Ein Großteil der Führungspositionen ist in der Branche allerdings immer noch männlich besetzt.

    Zudem spielt auch der Druck, der von der allgegenwärtigen Geschlechterdebatte ausgeht, eine große Rolle. Die Diskussion darüber, ob eine Frauenquote eingeführt werden soll, ist in Politik und Wirtschaft in aller Munde und macht auch vor der Automobilindustrie keinen Halt. Gut qualifizierte Frauen sind demzufolge gern gesehen und tun auch dem Ruf des Arbeitgebers gut.

    Dass sich mehr Männer als Frauen für die Fahrzeugbranche interessieren und Männer damit auch mehr vertreten sind, lässt sich wohl kaum beeinflussen – aber Girls‘ Days und ähnliche Aktionen können das Interesse von weiblichen Nachwuchskräften fördern und sie dazu ermutigen, sich in der männerdominierten Automobilindustrie zu bewerben.

    Frauen in der Automobilbranche – Eine interaktive Reise durch die Zeit

    Um auf die vielseitigen und auch einflussreichen Frauen aufmerksam zu machen, die sich im vergangenen Jahrhundert in der Automobilindustrie einen Namen gemacht haben, veranschaulicht folgender Zeitstrahl ihre Geschichten:

    Automobile und Umweltschutz

    Automobile und Umweltschutz: Bemühungen um Nachhaltigkeit

    Die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen steigt – doch ebenso steigt das Umweltbewusstsein der Menschen. Deshalb beschäftigen Automobilkonzerne zunehmend die Fragen, wie man den Schadstoffausstoß verringern und erneuerbare Rohstoffe für Antrieb und Produktion von Autos entwickeln kann. Insbesondere wenn du in der Entwicklung und Produktion von Fahrzeugen arbeiten möchtest, solltest du dich mit dem Thema Umweltschutz auseinandersetzen.

    Automobile und Umweltschutz

    © Petair - Fotolia.com

     

    BMW plant innerhalb der nächsten Jahre zu 100% auf grünen Strom umgestellt zu haben. Auch VW investiert in Wind- und Solarenergie und bezieht bereits die Hälfte des Stroms für ihre Produktion aus eigenen Quellen. Besonders innovativ sind Audi mit ihrem „Eco-Truck“, einem elektrisch betriebenen Entsorgungsfahrzeug, das eigene Wertstoffe zu Recyclinganlagen bringt. Außerdem produziert der Konzern seit Frühjahr 2013 das sogenannte E-Gas, das für entsprechend konstruierte Autos eine schadstoffarme und erneuerbare Alternative zu Benzin und Diesel werden soll.

    Die Top-Arbeitgeber der Automobilbranche bemühen sich demnach immer mehr um umweltschonende Produktion und Fahrzeuge mit geringerem Schadstoffausstoß. Ingenieure, Maschinenbauer und Naturwissenschaftler, die sich auf entsprechende Themen spezialisiert haben, sind deshalb sehr gefragt.

    04/2016

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