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Familie und Beruf erfolgreich vereinbaren

Work-Life-Balance ist in aller Munde. Ob es um die Vereinbarung von Familie und Beruf geht oder um die Möglichkeit mal eine Auszeit vom Job zu nehmen – irgendwann wird jeder damit konfrontiert. Bei vielen Unternehmen hat längst ein Umdenken begonnen und sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine gute Work-Life-Balance zur Motivation, Kreativität und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter einen erheblichen Beitrag leistet.

    Beziehung & Karriere

    Fernbeziehung – Aussicht auf Erfolg?

    Kann eine Fernbeziehung über Jahre hinweg funktionieren?
    Die einen sagen: Wieso nicht, es klappt wunderbar! Die anderen klagen darüber wie furchtbar die Trennungsphasen sind, wie unerträglich die Abschiede.

    Ob eine Fernbeziehung eigentlich „Sinn“ macht, ist immer von den beteiligten Personen, Ihrem Verhältnis zueinander und auch von der jeweiligen Situation abhängig. Viele Faktoren spielen mit, wenn es darum geht, ob eine Beziehung auf Distanz erfolgreich sein kann. Vorauszusehen wie sie endet ist natürlich ebenso wenig möglich wie bei jeder anderen Beziehung.

    Expertinnen und Experten schätzen, dass in Deutschland jede siebte Beziehung eine Fernbeziehung ist, also rund vier Millionen Paare mit dem ständigen Wechsel von Trennungszeit und gemeinsamer Zeit zurechtkommen müssen. Die meisten Beziehungen auf Distanz sind unter Akademikerinnen bzw. Akademikern zu finden, hier führt Schätzungen zufolge sogar jedes vierte Paar zumindest für einige Jahre eine Wochenendbeziehung.

    Gründe für das Führen von Fernbeziehungen sind zumeist beruflicher Art: der Wechsel zu einer oder Antritt einer Arbeits- oder Ausbildungsstätte, die weit entfernt liegt vom Wohnort der geliebten Person. Diese kann den Ortswechsel ihrerseits nicht vollziehen, weil sie familiär, finanziell oder ebenso beruflich gebunden ist.

    Fernbeziehung

    © heinrichsteffen - Fotolia.com

     

    Eine Beziehung kann bereits als Fernbeziehung beginnen, weil beide Partner an verschiedenen Orten leben. Beide Seiten wissen dann also im Voraus um die partielle Trennung, mit der sie umgehen werden müssen. Entscheiden sie sich trotz dieses Wissens für ihre Liebe, lernen sie sich kennen, ohne direkt und „live“ miteinander zu kommunizieren. Gerade aus diesem Grund ist es bei dieser Art von Beziehung wichtig, auf eine richtige Kommunikation zu achten.

    Je mehr du und deine Partnerin bzw. dein Partner von euch erzählt und einander an eurem Leben teilhaben lasst, desto mehr fühlt ihr beide euch in das Leben des anderen eingebunden. Die fehlende Nähe kann so ein kleines bisschen ausgeglichen werden. Da eine Kommunikation jedoch hauptsächlich per Telefon und Internet stattfindet, können leicht Missverständnisse entstehen. Dinge „kommen nicht so rüber“ wie sie eigentlich gemeint sind, und gerade weil man den Partner noch nicht gut kennt, wird sein Verhalten am Hörer oder vor dem Bildschirm nicht immer auf die richtige Weise gedeutet.

    Veränderung der Partnerschaft

    Genau dieses Problem besteht natürlich auch bei einer Fernbeziehung, die als „normale“ begonnen hat, aber als Fernbeziehung fortgesetzt wird. Jedoch hat sie meist eine völlig andere Basis. Die Partner kennen sich oft schon gut und sind an ein „Miteinander“ gewöhnt. Durch die räumliche Nähe wird ihre Partnerschaft gefestigt. Die Umstellung auf eine Fernbeziehung verändert dann die Partnerschaft, und ihr müsst lernen, diese Veränderung zu meistern. Wichtig ist auch hier ein besonders offener Umgang mit der Partnerin bzw. dem Partner. Neben dem Austausch von Erlebnissen, die ihr getrennt voneinander erlebt, gehört dazu das Kommunizieren von Gefühlen und Gedanken.

    Gerade für Fernbeziehungen ist das gegenseitige Vertrauen ein grundlegender Faktor. Fehlt es, hat die Partnerschaft keine große Zukunft, denn kontrollieren kannst du deine bzw. deinen in der Ferne weilende(n) Liebste bzw. Liebsten sowieso nicht. Eifersüchteleien und Kontrolle des anderen sind hier fehl am Platz. Du musst dich daran gewöhnen, dass dein Partner sein eigenes Leben in der eigenen Stadt führt, was beinhaltet, dass er nicht immer für dich greifbar ist und auch nicht sein muss – weder per Telefon noch über das Handy.

    Nachteile von Fernbeziehungen

    Ihr seht euch selten bis sehr selten und müsst in schweren Momenten auf die direkte Hilfe der Partnerin bzw. des Partners verzichten. Den meisten fällt dieser Verzicht auf die gegenseitige Nähe schwer. Gerade der fehlende körperliche Kontakt spielt hier eine Rolle: Unser Grundbedürfnis nach physischen Zärtlichkeiten und Sexualität wird nicht befriedigt. An den „gemeinsamen“ Tagen kann körperliche Nähe zwar sozusagen „nachgeholt“ werden, jedoch reichen diese zeitlich sehr begrenzten und seltenen Treffen vielen Liebenden häufig nicht aus. Entsteht eine sexuelle Unzufriedenheit, kann es zu Seitensprüngen kommen, deren Auswirkungen die gleichen sind, wie in jeder regulären Partnerschaft.

    Die räumliche Trennung verhindert eine gegenseitige Kontrolle. Vielleicht entsteht so bei einem Partner das Gefühl, nicht mehr die „Nummer 1“ im Leben des anderen zu sein und keinerlei Einfluss mehr auf sie oder ihn zu haben. Das unbekannte Umfeld des anderen kann also eifersüchtige Reaktionen hervorrufen. Auf dem Weg zur Überwindung negativer Gefühle hilft das bereits angesprochene Vertrauen. Sprecht dennoch vorhandene Ängste offen an, bevor sie sich anstauen, und versucht dabei sachlich zu bleiben. Je mehr und auch je besser ihr miteinander kommuniziert, desto weniger Raum bleibt für Missverständnisse und deren ungewollte Folgen.

    Kommunikation in der Fernbeziehung

    © buyman - Fotolia.com

     

    Probleme anderer Art können entstehen, wenn aus eurer Fernbeziehung eine Partnerschaft mit regelmäßigem und fast täglichem direkten Kontakt wird. Ihr dachtet bis dahin vielleicht einander schon sehr gut zu kennen und müsst nun feststellen, dass die Partnerin oder der Partner sich im Alltag ganz anders verhält. Mitunter treten hier Unvereinbarkeiten auf, an die du vorher nicht einmal im Traum gedacht hast. Du musst dann unter Umständen bereit dazu sein, dich neu auf deine Partnerin oder deinen Partner einzulassen, um eurer Beziehung eine neue Chance zu geben.

    Vorteile von Fernbeziehungen

    Es ist nicht alles nur schlecht! So würde vielleicht mancher ausrufen, der über Jahre hinweg schon eine funktionierende Fernbeziehung führt. Für einzelne Personen ist die Fernbeziehung sogar die Art Partnerschaft, die ihnen sehr entgegen kommt. Sie bleiben in gewisser Weise frei und selbstständig und müssen sich nicht einschränken, so wie es bei einem Zusammenleben der Fall ist.

    Durch die räumliche Trennung fallen die Alltagsprobleme weg, die eine Beziehung nur aufreiben und zermürben. Die kurze gemeinsame Zeit nutzen Paare dann meist intensiv aus und sind besonders liebevoll zueinander. Bestimmte Dinge werden nicht mehr so ernst genommen, wodurch das Potential für Streitigkeiten gering ist.

    Gelingt eure Partnerschaft trotz der räumlichen Entfernung, zeugt die Fernbeziehung durchaus von einer besonders starken Bindung. Denn ein „Nebeneinanderherleben“, eine „halbherzige“ Beziehung ist kaum möglich. Auf beiden Seiten ist zumeist ein enormes Maß an Vertrauen vorhanden, das die Beziehung überhaupt erst ermöglicht und in einer regulären Beziehung keineswegs selbstverständlich ist.

    Vorteile für deinen Beruf

    Kommunikationsfähigkeit – heutzutage eine Anforderung, die in fast jedem Stellenprofil gewünscht wird. Und gerade auf diesem Gebiet bist du als Fernbeziehungführende oder -führender erprobt! So sehen das zumindest viele Personalleiterinnen und -leiter. Fernliebende müssen gut zuhören und sich mitteilen können. Darüber hinaus müssen sie verlässlich sein und auf eigenen Beinen stehen können – also selbstständig sein. All das sind von Arbeitgebenden gern gesehene Voraussetzungen, ebenso wie Flexibilität und Belastbarkeit.

    Prioritäten zu setzen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und Konflikte anzugehen und zu bewältigen – auch diese Kompetenzen schulen dich als Teil einer Fernbeziehung. Damit bist du für Firmen ein gefundenes Goldstück. Verschiedene Personalerinnen und Personaler empfehlen deshalb, schon im Bewerbungsgespräch auf eine Fernbeziehung zu verweisen, besonders in Zusammenhang mit deiner Mobilität.

    Ob es dir persönlich zuträglich ist, sei dahingestellt – ein weiterer Faktor für Unternehmen dich einzustellen, ist jedenfalls die Zeit, die du dem Arbeitgeber zur Verfügung stehst. Ohne eine Partnerin oder einen Partner, der zuhause wartet, ist die Bereitschaft, abends länger im Büro zu bleiben, größer. Eventuell kannst du mit deinem Betrieb sogar spezielle Regelungen vereinbaren. Zum Beispiel könntest du unter der Woche regelmäßig Überstunden machen um dafür freitags pünktlich um die Mittagszeit in den Zug steigen können.

    Ob deine Fernbeziehung funktioniert und auf Dauer Bestand hat, kann niemand voraussagen. Fest steht laut einer Studie des Psychologen Gregory Guldner, dass ebenso viele Beziehungen, bei denen räumliche Nähe gegeben ist, zerbrechen, wie Fernbeziehungen. Guldner verglich Paare, die durchschnittlich 500 Kilometer voneinander entfernt leben, mit Paaren in Nahbeziehungen. 40 Prozent der untersuchten Beziehungen zerbrachen – in beiden Gruppen. Also mach dir nicht zu viele Gedanken, sondern probier es aus! Garantie auf Erfolg gibt es nicht, aber in welchem Bereich des Lebens gibt es die schon?

    Kinder & Karriere

    Wiedereinstieg in den Job organisieren

    Für viele Akademiker heißt es "erst Karriere, dann Kinder", denn im Schnitt sind die Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes 30 Jahre alt. In diesem Alter haben die meisten Absolventen bereits einige Jahre Berufserfahrung sammeln können - und nicht selten die Befürchtung, dass der Kinderwunsch das Karriereende besiegelt.

    Wir zeigen dir, wie du die Jobpause finanziell überbrückst und wie es mit der Rückkehr in den Beruf klappt. So kompensiert der Staat finanzielle Einbußen durch das Elterngeld und viele Arbeitgeber unterstützen durch maßgeschneiderte Angebote den fließenden Wiedereinstieg.

    Schwangerschaft und Job - die Zeit vor der Geburt

    Im frühen Stadium schränkt dich die Schwangerschaft kaum bei der Ausübung deiner beruflichen Aufgaben ein. Erst in der letzten Phase der "Umstände" fällt es Frauen zunehmend schwerer, die Belastungen des Arbeitsalltags zu schultern. In den meisten akademischen Berufen lässt es der Arbeitsablauf trotzdem zu, durch kleine Veränderungen die Arbeitsfähigkeit zu sichern.

    In den letzten sechs Wochen vor der Entbindung und acht Wochen danach greift zusätzlich der gesetzliche Mutterschutz. Bei Früh- und Mehrlingsgeburten gelten Sonderregelungen. Während der Zeit des Mutterschutzes darf dich der Arbeitgeber nicht beschäftigen, es sei denn auf deinen ausdrücklichen Wunsch. Deine Karriere gefährdest du auch dann nicht, wenn du zunächst zustimmst und dich später anders entscheidest.

    Tipp: Nutze lieber die Zeit vor der Geburt, dich auf den Familienzuwachs vorzubereiten. Benötigst du beispielsweise noch einen Kredit, ist es vor dem Geburtstermin dafür höchste Eisenbahn. Denn bei Darlehensvergaben mit dem Elterngeld reagieren Kreditinstitute leider oft ablehnend.

    Weitere Informationen zum Thema undefinedMutterschutz.

    Mutterschutz & Elternzeit

    © VRD - Fotolia.com

     

    Elterngeld – Auszeit finanziell überbrücken

    Nach der Entbindung haben du und dein Partner Anspruch auf Elterngeld. Abhängig vom Netto-Verdienst in den letzten 12 Monaten vor der Geburt unterstützt der Staat den betreuenden Elternteil mit Lohnersatzleistungen. Mindestens 300 Euro und maximal 1.800 Euro monatlich zahlt der Staat als Elterngeld für höchstens 14 Monate.

    Für die individuelle Berechnung der Ersatzleistung gelten drei Stufen:

    • Voreinkommen 1.000 - 1.200 Euro netto führt zu 67 Prozent
    • Voreinkommen 1.200 - 1.240 Euro netto führt zu 66 Prozent
    • Voreinkommen von 1.240 Euro netto und mehr führt zu 65 Prozent Elterngeldzahlung

    Für den erfolgreichen Wiedereinstieg in die Berufslaufbahn ist die finanzielle Sicherheit durch Elterngeld nur ein Teilaspekt. Nach Ablauf der Mutterschutzfrist darfst du zudem bis zu 30 Wochenstunden in Teilzeit arbeiten, ohne deinen Anspruch auf das Elterngeld zu gefährden.

    Weitere Informationen zum undefinedElterngeld.

    Vereinbarkeit von Familie und Beruf – sanfter Wiedereinstieg ins Berufsleben

    Mit Blick auf deine Karriere solltest du den Anschluss ans Berufsleben nicht verpassen. Zeitgleich fordert der Nachwuchs sein Recht auf eine verfügbare Mama oder einen Papa vor Ort. Einen Widerspruch in sich bilden Familie und akademische Berufe aber nicht mehr. Teilzeitarbeit ist meist ebenso möglich wie das Arbeiten von zu Hause aus. Das Home Office als Alternative zur "Teilzeit im Büro" wird dank schneller Internetverbindungen immer populärer.

    Moderne Arbeitszeiterfassungs-Software hilft dabei Home Office und die Betreuungsrolle zu vereinbaren. Man ist zeitlich flexibel und arbeitet beispielsweise dann, wenn das Kind schläft. Dein Chef bezahlt dich entweder auftragsabhängig, entsprechend erbrachter Leistungen oder zeitabhängig, wenn du dich online am Arbeitsplatz anmeldest.

    Kinderbetreuung

    Karriere dank guter Kinderbetreuung

    Karriere als Eltern? Möglich mit guter Kinderbetreuung

    © detailblick - Fotolia.com

    Welcher Elternteil arbeitet weiter, welcher übernimmt die Kinderbetreuung und den Haushalt? Soll das Kind in den Kindergarten oder zur Tagesmutter gehen?

    Seit Jahren steigt die Zahl der berufstätigen Mütter in Deutschland an – 68 Prozent der Frauen mit Kindern unter 15 Jahren haben einen Job. Laut Statistischem Bundesamt arbeiten dabei mehr als zwei Drittel der erwerbstätigen Mütter Teilzeit. Im Vergleich dazu arbeiten nur fünf Prozent der Väter in Teilzeit. Im Schnitt kommen Mütter auf eine Arbeitszeit von 27 Stunden pro Woche.

    In jedem Fall sollte möglichst früh geklärt werden, wer welche Verantwortlichkeiten in der neuen Situation übernimmt. Inwieweit findet eine Arbeitsteilung zwischen den Partnern statt? Wird zusätzlich eine Haushaltshilfe eingestellt? Und Hauptsache natürlich: Wie wird die Kinderbetreuung organisiert? Schon vor der Entbindung solltest du dich nach Kindertagesstätten erkundigen, denn hier gibt es oft lange Wartelisten. Das Neugeborene kann schon bei der Geburt angemeldet werden!

    Bei der Suche nach einer Tagesmutter kommt es darauf an, die richtige Person auszuwählen. Es muss gegenseitiges Vertrauen bestehen, die potentielle Hilfe sollte zu deiner Familie passen. Darüber hinaus sollte dein Kleines natürlich Zeit bekommen, um sich an die unbekannte Person zu gewöhnen. Sobald du die für dich geeignete Betreuungsperson gefunden hast und eine vertrauliche Basis hergestellt ist, kannst ich dann ganz auf deine Arbeit konzentrieren.

    Kinderfreundliche Unternehmen

    Welche Unternehmen nehmen wirklich Rücksicht auf die Familien ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Je nach Betrieb gelingt es den Arbeitnehmenden mehr oder weniger gut, Familienleben und Karriere unter einen Hut zu bekommen. Für die Prüfung, inwieweit Firmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Vereinbarung von Familie und Beruf unterstützen, ist das Audit „berufundfamilie®“ der Hertie-Stiftung zuständig.

    Immer mehr Arbeitgeber bieten auch eine Kinderbetreuung an ihren Standorten an. Mehr dazu findest du in den ausführlichen Arbeitgeberprofilen (in der Rubrik "Schon gewusst?").

    Tipps für die richtige Kinderbetreuung

    Bereits während der Schwangerschaft geht werdenden Eltern bereits die Frage nach der richtigen Betreuung durch den Kopf. Schließlich beginnt das Arbeitsleben trotz Eltern- und Betreuungszeit irgendwann wieder. Damit die berühmte undefinedWork-Life Balance erreicht werden kann, bedarf es einer individuellen Betreuung. Diese muss mit den Bedürfnissen des Kindes, als auch der Familie konform gehen. Ein Babysitter oder eine Tagesmutter können junge Eltern effektiv unterstützen.

    Flexible Betreuungsmodelle

    Moderne Familienkonzepte brauchen nicht nur individuelle Erziehungsstile, sondern vielmehr auch praktische Unterstützung von außen. Oft wohnen Familienangehörige weit weg oder sind selbst arbeitstechnisch eingebunden. Ausgebildete Babysitter bieten vor allem für die stundenweise Betreuung eine hervorragende Alternative. Zudem bieten sie den Vorteil, dass der Einsatz auch an Wochenenden oder nach den regulären Öffnungszeiten von Kitas möglich ist. Auf diese Weise steht beispielsweise dem Wiedereinstieg in Schichten nichts mehr im Weg. Von Eltern ebenso geschätzt wird die Betreuung ihres Lieblings von einer Tagesmutter. In Gruppen von 3 bis 5 Kindern fühlen sich die Sprösslinge gut aufgehoben.

    Richtige Kinderbetreuung - Worauf sollte man achten?

    © BlueOrange Studio - Fotolia.com

     

    Auf die richtige Wahl kommt es an

    So einfach es auch klingt, bei der schlussendlichen Wahl undefinedder passenden Betreuung spielen viele Faktoren eine Rolle. Am einprägsamsten ist dabei der erste Eindruck. Eltern sind gut beraten, wenn sie auf ihr Bauchgefühl hören.

    Einen besonderen Fokus sollten Eltern in diesem Zusammenhang auf folgende Details legen:

    • Aufteilung der Räume: Spiel- und Schlafraum ist getrennt, kindgerechtes Bad, sicherer Küchenbereich, Garderobe direkt im Eingangsbereich
    • Gestaltung der Zimmer: hell, farbenfroh, kindgerecht, einladend
    • Altersgerechte Materialien: verschiedenes Spielzeug, keine gefährlichen Gegenstände, Kuschelecke

    Ebenso können Eltern die Tagesmutter bezüglich ihres Tagesablaufes detailliert befragen:

    • Welcher Rhythmus wird gepflegt? (Essen, Spielen, Morgenkreis, Schlafen, ...)
    • Wer bereitet die Speisen vor? Welche Zutaten werden verwendet?
    • Wann und wie lange wird im Freien gespielt? (Wo? Park, Garten, Spielplatz, ...)
    • Gibt es Kooperationen mit regionalen Vereinen, anderen Tagesmüttern oder Spielgruppen?

    Ein besonderes Augenmerk sollten Eltern auf die ganzheitliche Absicherung legen. Diese umfasst verschiedene Aspekte, wie beispielsweise die Meldung der Tagesmutter beim Jugendamt oder ihr pädagogisches Konzept. Ebenso entscheidend kann die Information sein, ob die Tagespflegeperson raucht. Wenn dies der Fall ist, solltest du dich nicht zieren und direkt fragen wann, als auch wo sie das tut.

    Alternative Babysitter

    Sehr beliebt bei Familien sind Babysitter. Ähnliche Fragen, wie oben aufgeführt, können Orientierung geben. Ein bedeutender Vorteil ist darüber hinaus, dass Babysitter meist direkt in bekannter Umgebung des Kindes betreuen. Bei Betreut.de finden Eltern undefinedkompetente Ansprechpartner zur individuellen Auswahl der Kinderbetreuung.

    Damit der Start in diesen neuen Lebensabschnitt für Eltern und besonders für das Kleinkind gelingt, sollte immer eine gute Vorbereitung vorausgehen. Dazu gehören nicht nur Detailinformationen zu organisatorischen Dingen, sondern vielmehr auch eine große Portion Unterstützung des Kindes. Auf diese Weise erhält es die Möglichkeit, neue Welten zu entdecken.

    Sabbatical

    Auszeit durch Sabbatical

    Stress, wachsender Druck, Burnout: Berufstätige müssen heutzutage immer mehr leisten, in immer kürzerer Zeit. Perfektes Zeitmanagement soll unsere Arbeit noch effektiver machen, doch am Ende gehen wir in diesem Hochleistungsdruck unter.

    72 Prozent aller Deutschen hegen den Wunsch, sich einmal eine Auszeit in Form eines so genannten Sabbaticals zu nehmen. Das Sabbatical, auch Sabbatjahr genannt, ist ein Arbeitszeitmodell und bezeichnet entweder ein Jahr der Teilzeitarbeit oder der Auszeit, das der Arbeitnehmende für sich selbst nutzt.

    Er oder sie kann in dieser Zeit Weiterbildungen besuchen, Reisen, sich neu orientieren, seine bzw. ihre Arbeitskraft sozialen Projekten zur Verfügung stellen oder ganz einfach gar nichts tun. Ziel ist es, einmal aus dem durchstrukturierten und -organisierten Leben auszubrechen und so einem Burnout vorzubeugen. Der Alltag wird für längere Zeit hinter sich gelassen, die üblichen Pflichten vergessen und die Batterien wieder aufgeladen.

    Kurz vorm Burnout? Wie wäre es mit einem Sabbatical...

    © Jeanette Dietl - Fotolia.com

     

    Lebensunterhalt im Sabbatical

    Damit das Einkommen auch während der Auszeit konstant bleibt, wird zuvor ein Freizeitanspruch in Form von Plusstunden oder Lohnverzicht aufgebaut. Das bedeutet, dass du als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer für eine bestimmte Zeitspanne auf einen Teil deines Lohns verzichtest, der dir dann im Sabbatjahr ausgezahlt wird. Eine andere Möglichkeite ist, dass „Mehrarbeit“ in Form von zusätzlichen Stunden arbeitest, die dir dann ebenfalls während des Sabbaticals ausbezahlt werden. Das Freistellungsjahr zählt dann auch als Beschäftigungszeit.

    In Deutschland sieht dieses Modell für Lehrerinnen und Lehrer beispielsweise so aus, dass die Angestellten für die Dauer von zwei bis sechs Jahren für zwei Drittel bis sechs Siebentel des normalen Gehalts unterrichten. Anschließend lassen sie sich ein Jahr freistellen, in welchem sie ebenfalls zwei Drittel bis sechs Siebentel des Gehalts erhalten, das so den Lebensunterhalt für die arbeitsfreie Zeit sichert. Die Arbeitnehmenden sind auch weiterhin sozial versichert. Wie viel angespart wird, hängt wesentlich von der vereinbarten Laufzeit des Sabbaticals ab. Je kürzer die Laufzeit, desto mehr muss pro Jahr angespart werden.

    Sabbatical für alle?

    Noch bieten weniger als 10 Prozent der Unternehmen in der freien Wirtschaft ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Chance auf ein Sabbatical, schätzen Lars Herrmann von der Berliner Arbeitszeitberatung Dr. Hoff, Weidinger & Partner. Unter anderem sind dies Großfirmen wie Siemens, The Boston Consulting Group, Volkswagen, BMW und die Deutsche Bank. Die Tendenz sei aber steigend, so Herrmann. Vorreiter in Sachen Auszeit ist der öffentliche Dienst: In fast allen Bundesländern sind Lehrerinnen und Lehrer sowie Beamtinnen und Beamte inzwischen dazu berechtigt, ein Sabbatjahr einzulegen.

    Genehmigung fürs Sabbatical

    © B. Wylezich - Fotolia.com

     

    Trotzdem ergreifen viele Menschen nicht die Möglichkeit des „Timeouts“.
    Die Angst, als faul zu gelten, paart sich mit der Denkweise, so etwas als „gebundener“ Mensch überhaupt nicht zu dürfen. Jedoch kann ein Sabbatjahr durchaus funktionieren, wenn die Teilnehmenden sich mit Partnerin oder Partner und Familie absprechen und die genauen Pläne für das Auszeitjahr geklärt werden. Wird von der anderen Seite Unterstützung erfahren, können auch Familienväter und -mütter ihre Auszeit nehmen.

    Erich Schneider vom Institut für Personal- und Unternehmensberatung erklärt, dass ein Sabbatical keineswegs von Faulheit zeugt, sondern Selbstbewusstsein beweist. Wer über Jahre hinweg Hochleistung liefert, brauche längere Pausen, um nicht auszubrennen.

    Was tun mit der freien Zeit?

    Liegt es dir als Auszeitnehmenden fern, die „gewonnene“ freie Zeit wieder in eine feste Struktur zu pressen, kannst du während dieser Zeit auch einfach „die Seele baumeln lassen“. Heide Straub, Trainerin und Coach eines Beratungsunternehmens, empfiehlt jedoch, zumindest die Anfangszeit des Sabbatical zu planen, um mit der großen Veränderung klarzukommen, die die plötzliche „Arbeitslosigkeit“ mit sich bringt. Sie rät, dann „von dieser sicheren Warte aus langsam in das Ungeplante zu gehen“.

    Und wie geht es weiter? Die amerikanischen Autoren Hope Dlugozima, James Scott und David Sharp raten, in der „time off“ den größtmöglichen Kontrast zum bisherigen Leben zu schaffen. Das bedeutet nicht, dass sofort ein Abenteuerurlaub gebucht werden muss: Es reicht aus, ein Hobby zu vertiefen, für das in den letzten Jahren nie genügend Zeit übrig war, oder aber sich bei einer karitativen Organisation zu engagieren.

    Wichtig ist vor allem, sich vorab zu überlegen: Was ist mir wichtig? Was möchte ich verwirklichen oder erleben?

    Nimm dir eine Auszeit!

    © Jeanette Dietl - Fotolia.com

     

    Wiedereinstieg in den Job

    Neben der Furcht, zum arbeitsscheuen Faulpelz degradiert zu werden, nennen viele Beschäftigte die Angst vor dem Karriereknick als Grund gegen ein Sabbatical. Werde ich anschließend wieder den Einstieg ins Berufsleben schaffen? Habe ich dann noch Aufstiegschancen? Diese Angst ist nicht ganz unberechtigt.

    Teilzeitaussteigende erhalten nach ihrer Rückkehr nicht unbedingt den alten Job zurück, sondern bekommen eine neue Aufgabe. Lehrende müssen damit rechnen, an eine andere Schule versetzt zu werden. Doch auch das kann als willkommene Herausforderung gesehen werden. Das Leben wird vielleicht in neue, positive Bahnen gelenkt, und eingefahrene Handlungsweisen können überdacht werden.

    „Große Sicherheit und Ruhe“ durch das Sabbatical

    Ungeachtet dessen was während oder nach dem Sabbatjahr passiert: Die Auszeit scheint Kraft zu geben, mit vielem was uns passiert besser zurecht zu kommen. Der Mensch beginnt zu verstehen was ihm gut tut und welche Dinge im Leben wirklich wichtig sind. Heide Straub, die selbst insgesamt zwei Auszeit-Jahre genommen hat, fasst zusammen: „Ich habe wahrgenommen, wie es mir geht, und bemerkt, dass es mit mir alleine gar nicht so furchtbar ist. Das hat mir eine große Sicherheit und Ruhe gebracht. Und zwar anhaltend.”

    Websitetipps

    auszeitkultur.de
    "auszeitkultur" bietet neben Begriffsklärungen und Erfahrungsberichten zum Sabbatical auch kostenpflichtige Coaching-Angebote.
    undefinedwww.auszeitkultur.de

    aus-innovativ.de
    "Arbeits- und Sozialrecht Innovativ" erläutert rechtliche Grundlagen und gibt Informationen zum Sabbatical.
    undefinedwww.aus-innovativ.de

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