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Keine Karriere ohne Weiterbildung

Lebenslanges Lernen ist nicht länger Plattitüde, sondern ganz konkrete Erfordernis, will man den Anschluss an sich immer schneller wandelnde Entwicklungen nicht verpassen. Nach einigen Jahren Berufspraxis verspüren außerdem nicht wenige den Wunsch, der Karriere durch ein gezieltes Zweitstudium oder eine längere Fortbildung auf die Sprünge zu helfen. Welche Möglichkeiten es noch gibt, wo und wie diese sich zeitlich am besten realisieren lassen, erfährst du hier.

    Bildungsurlaub

    Bildungsurlaub

    Wer hat eigentlich Anspruch auf so genannten „Bildungsurlaub“? Und wie sieht so eine Freistellung von der Arbeitszeit aus?

    Dass gerade heutzutage lebenslanges Lernen wichtig ist, ist weithin bekannt. Arbeitnehmende sollten ihr Wissen stets aktuell halten und am politischen sowie gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Die schnelle Veränderung des Arbeitslebens verlangt den Arbeitnehmenden einiges ab, wenn sie ständig auf dem neuesten Stand bleiben wollen. Auch Sprachkenntnisse werden im Zuge der Globalisierung und Internationalisierung zur unentbehrlichen Kompetenz.

    Der Bildungsurlaub – auch Arbeitnehmerweiterbildung – soll dieses lebenslange Lernen unterstützen. Er ist dein Anspruch auf bezahlte Freistellung von deiner beruflichen Tätigkeit, um dich auf verschiedene Art und Weisen weiterzubilden. In 12 der 16 Bundesländer stehen dir innerhalb eines Jahres fünf Kalendertage Bildungsurlaub zu. Voraussetzung ist nur, dass du arbeitnehmend sind und dein Arbeitsverhältnis bereits mindestens seit sechs Monaten besteht. Der von dir gewählte weiterbildende Kurs muss, um als Bildungsurlaub anerkannt zu werden, mindestens 30 Wochenstunden umfassen. In Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen gibt es den Regelungen des Bildungsurlaubs ähnliche Maßnahmen, die tariflich und arbeitsvertraglich geregelt sind.

    Der Bildungsurlaub von zwei Jahren kann in einzelnen Bundesländern zu einem Gesamturlaub von zehn Tagen zusammengefasst werden. Ebenso ist es dir dann möglich, deinen Bildungsurlaub auf das darauf folgende Jahr oder den Zeitraum von zwei darauf folgenden Jahren zu übertragen.

    Arbeitest du in Wechselschicht und an mehr als fünf Tagen in der Woche, so stehen dir sogar sechs Tage Bildungsurlaub zu. Dementsprechend verringert sich der Anspruch, wenn du weniger als fünf Tage die Woche arbeitest.

    Mit einer Weiterbildung den nächsten Karriereschritt gehen

    © Pixelot - Fotolia.com

     

    Was ist zu beachten?

    Als Bildungsurlaub anerkannt werden beispielsweise Kurse, die zur Verbesserung Ihrer sprachlichen Kompetenz beitragen. Der Kurs muss mindestens an fünf aufeinander folgenden Tagen stattfinden und täglich mindestens sechs Unterrichtsstunden beinhalten. Die genauen Regelungen zur Anerkennung der Sprachkurse der einzelnen Bundesländer findest du auf den Seiten des Deutschen Bildungsservers (www.bildungsserver.de).

    Du solltest deinen gewünschten Bildungsurlaub mit deiner bzw. deinem Vorgesetzten frühzeitig absprechen, um zunächst einen geeigneten Zeitpunkt festzulegen. Ein Antrag muss in der Regel sechs Wochen vor Beginn gestellt werden.

    Bist du in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen oder Thüringen ansässig, kann auch eine berufliche Notwendigkeit für deinen Sprachkurs nachgewiesen werden. Ihr Arbeitgeber kann dich dann gegebenenfalls von der Arbeit freistellen oder übernimmt einen Teil der anfallenden Kosten. Frage am besten nach, wie das Thema in deinem Unternehmen gehandhabt wird!

    Dein Antrag auf Bildungsurlaub kann von deiner Firma aus dringenden betrieblichen Gründen abgelehnt werden. Wenn die Ablehnung jedoch aus inhaltlichen Gründen erfolgt, kann es zu einer gerichtlichen Prüfung kommen.

    Fremdsprachen

    Je fließender, desto besser

    Ein unverzichtbarer Bestandteil im Lebenslauf aller, die sich heutzutage auf dem Arbeitsmarkt tummeln: die Fremdsprachenenntnisse. Je fließender, desto besser – und je mehr Diversität, umso größer Ihre Chance, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

    Da sich heutzutage kaum ein Unternehmen mehr der Internationalisierung verschließen kann, sind Bewerberinnen und Bewerber gefragt, die nicht nur offen gegenüber fremden Kulturen sind, sondern darüber hinaus konkrete Kenntnisse in der jeweiligen Sprache mitbringen.

    Das gilt natürlich nicht für ausnahmslos jeden Betrieb, ein Großteil der Unternehmen wünscht sich jedoch bei seinen Bewerberinnen und Bewerbern fremdsprachlich versierte junge Menschen. Sie sollen mit ausländischen Kolleginnen und Kollegen im Betrieb kommunizieren können und darüber hinaus vorbereitet sein, wenn die Firma Kontakte zu weiteren Unternehmen oder Kundinnen und Kunden im Ausland pflegt.

    Welche Möglichkeiten gibt es nun, die eigenen Sprachkenntnisse gezielt zu erweitern? Eine Option wäre zum Beispiel Kurse an einer Universität oder Volkshochschule zu besuchen. Wer die Kurszeiten nicht in seiner Zeitplanung unterbekommt, kann es stattdessen mit Selbstlernmaterialien versuchen. Durch regelmäßige Besuche im Sprachenzentrum der Hochschule kannst du jedoch auch dein Sprach- und das Hörvermögen in der fremden Sprache trainieren und hast den direkten Zugang zu ausländischen Lektüren.  Darüber hinaus kannst du dich nach einem so genannten Tandempartner erkundigen, mit dem ein regelmäßiger sprachlicher Austausch stattfinden kann

    Klar ist jedoch wohl, dass eine Fremdsprache am schnellsten und besten im jeweiligen Land erlernt wird. Ein Auslandssemester an einer fremdsprachigen Universität ist eine der idealen Möglichkeiten. Neben dem klassischen Aufenthalt als Au-pair kannst du auch als Sprachschülerin oder -schüler im Rahmen einer Sprachreise die fremde Kultur und Sprache aus erster Hand erleben.

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