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Kontakte knüpfen – aber richtig!

Ob virtuell oder in der realen Welt – Netzwerke scheinen sich als neue Grundvoraussetzung für berufliches Vorankommen fest etabliert zu haben. Auch Online-Plattformen werden inzwischen zum Karrieresprungbrett für junge Berufseinsteiger. Für eine erfolgreiche Profilierung im Internet, sowie offline, ist es wichtig, bestimmte Regeln einzuhalten und immer ein genaues Ziel zu verfolgen. Wer die eigene Netzwerkstrategie akribisch verfolgt, kann damit seine persönlichen Fähigkeiten gewinnbringend ergänzen und sich beste Karrierechancen verschaffen.

Im Folgenden findest du neben allgemeinen Informationen zum Thema und den Grundregeln für den effektiven Aufbau eines Netzwerks eine Übersicht über relevante Online-Netzwerke und Tipps, wie du deine Online-Präsenz am besten im Griff hast.

    Karrierefaktor

    Was ist eigentlich Networking?

    Wer heute über das Thema Networking nachdenkt, ist schnell bei großen Namen bekannter Online-Plattformen, die die Vernetzung mit unendlich vielen Menschen möglich machen. Doch der Unterschied zwischen dieser wahllosen Maximierung sozialer Beziehungen und dem Aufbau eines Karriere-Netzwerks, liegt in der Systematik. Es geht darum, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, sich ins Gespräch einzubringen und mit Gemeinsamkeiten und Interessen zu punkten. Das ist sowohl online, als auch im realen Leben der entscheidende Faktor.

    Beziehungen nutzen

    Im Wesentlichen versuchst du, dich als Marke mit deinen Fähigkeiten und Qualifikationen im richtigen Personenkreis bekannt zu machen. Dabei geht es nicht darum, dass alle Personen in deinem Netzwerk aus demselben Berufs- oder Interessenbereich kommen müssen. Ganz im Gegenteil – besonders unterschiedliche Sichtweisen erweitern deinen eigenen Wirkungsradius und beflügeln deine Karriere. Die Auswahl der Personen kannst du dabei ganz bewusst treffen oder abwarten, wie sich Beziehungen entwickeln, die du anfangs noch als wenig aussichtsreich erachtet hast.

    Pflege und Netzwerkentwicklung 

    Networking bedeutet auch, die entstandenen Beziehungen über einen längeren Zeitraum zu pflegen und auszubauen – denn ein gutes Netzwerk besteht lange bevor es tatsächlich zum Einsatz kommt. Beachte, dass ein größeres Netzwerk immer auch einen größeren Effekt hat, aber ob und auf welche Weise einzelne Verbindungen sich lohnen, ist zu Beginn oft schwer zu beurteilen. Halte dein Netzwerk lebendig und versuche mit regelmäßigen Kontaktaufnahmen, wie freundliche Jubiläums- und Geburtstagsglückwünsche oder Feiertagsgrüße, den Kontakt zu halten. Auch auf privaten Veranstaltungen, z.B. Geburtstagen, solltest du Gespräche suchen, sowie Zufallsbegegnungen und entfernte Bekanntschaften pflegen.

    Die Welt des Networking

    © ra2 studio - Fotolia.com

     

    Geben und Nehmen

    Als engagierter Netzwerker kennst du im Laufe der Zeit immer mehr Leute, die dir in unterschiedlichen Lebenssituationen behilflich sein können. Die wertvollen Kontakte bleiben jedoch nur erhalten, wenn beide Seiten einen Gewinn daraus ziehen. Ein gutes Verhältnis zwischen dem Geben und Nehmen ist dabei entscheidend, sowie auch die richtige Reihenfolge: Erst geben, dann nehmen. Als potenzieller Arbeitnehmer oder Aufstiegskandidat ist es also ratsam, zuerst durch Engagement und gute Ideen positiv aufzufallen, bevor du beim Personalchef um Empfehlung bittest. Nach vielen Jahren der Funkstille bei einem Bekannten anzurufen, der inzwischen Personalverantwortlicher bei einem großen Unternehmen ist, um eine nie dagewesen Freundschaft wiederzubeleben, wird ebenfalls nur von mäßigem Erfolg gekrönt sein. Wenn dagegen alte gute Kontakte aus Zeitgründen oder äußeren Umständen „eingeschlafen“ sind, ist es legitim, sie wiederzubeleben.

    Die Vorteile im Netzwerk

    Nicht für jede verfügbare Stelle wird öffentlich eine Anzeige inseriert. Laut der Bewerbungsexperten Hesse und Schrader kommen mehr als 30 Prozent der deutschen Arbeitnehmer durch die Vermittlung von Freunden oder Bekannten zu einem neuen Job. Dafür ist ein gut gepflegtes umfangreiches Netzwerk unumgänglich, denn der entscheidende Vorteil von Netzwerken ist, dass sich die Mitglieder gegenseitig empfehlen können. Des Weiteren erleichtert dir ein breit gefächertes Netz den Zugang zu Wissen und Erfahrungen anderer. Dies kann dir lange Recherchen ersparen, bzw. Insider-Informationen liefern, die anderswo nicht zu finden sind. Zu guter Letzt können deine unterschiedlichen Kontakte auch Inspirationsquellen sein, die dir neue Perspektiven aufzeigen und dich möglicherweise sogar in eine neue berufliche Richtung lenken. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine gemeinsame Geschäftsidee oder einen Branchenwechsel handeln.

    Netzwerke aufbauen

    So knüpfst du Kontakte

    Ziele im Blick zu haben, ist eine Grundvoraussetzung für Erfolg. Das ist für die Jobsuche wie Teamarbeit gleichermaßen wichtig.“
    („Karriere machen nach der Reinhold Messner Methode“, Die Welt, 26.09.2014)

    Was für den Extrembergsteiger und seine Mitstreiter bei der Durchquerung der Antarktis zu Fuß galt, trifft ebenso für den Aufbau eines guten Netzwerkes zu. Um beim Networking erfolgreich zu sein, brauchst du eine klare Vorstellung davon, was du erreichen möchtest, welche Fähigkeiten du besitzt und wer dich auf deinem Weg unterstützen sollte. Im nächsten Schritt sind dann deine Fähigkeiten zur Selbstpräsentation gefragt. Doch das heißt nicht, dass jemand, der schüchtern ist, keine Möglichkeit hat Kontakte zu knüpfen. Wichtig ist, dass du authentisch bleibst und deine Versprechen hältst. Lasse dich nicht in eine Rolle drängen, die du nicht lange genug spielen kannst.

    Um dir den Einstieg zu erleichtern, haben wir hier das große WIE? WO? und WER? des Kontaktaufbaus für dich zusammengestellt.

    So entstehen Kontakte

    © Rawpixel - Fotolia.com

     

    WIE knüpfe ich den ersten Kontakt?

    Die Zauberformel „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ gilt beim Networking wie bei vielen anderen Lebenssituationen. Wo diese Orte sein könnten, wurde bereits erwähnt, doch was ist mit der richtigen Zeit gemeint? Es bedeutet vor allem, dass du gut vorbereitet sein solltest, wann auch immer du auf einen interessanten Kontakt triffst. Im Falle einer Fachmesse oder -präsentation solltest du also im Vorfeld so viel wie möglich über die Personen vor Ort herausfinden und im Idealfall zu bieten haben, was der andere sucht. Doch auch bei spontanen Begegnungen solltest du dir überlegen wie du dich am besten ausdrückst, denn der erste Eindruck zählt. Hier noch ein paar weitere Tipps:

    • Blickkontakt aufbauen: Menschen, die das richtige Maß an Augenkontakt halten können, wirken nachweislich intelligenter und kompetenter. Aber Achtung: Anstarren ist keine Lösung. Genauso wenig wie ein Gespräch zu erzwingen, wenn der andere offensichtlich beschäftigt ist.

    • Körpersprache: Neben Blickkontakt gibt es noch weitere Signale, die wichtig sind, um bei deinem Gegenüber Sympathie für dich zu wecken. Ein kräftiger Händedruck ist zum Bespiel in vielen Bereichen ein Ausdruck von Stärke und Seriosität. Ein ernst gemeintes Lächeln und eine deutliche, nicht zu laute Aussprache wirken außerdem auf die meisten Menschen angenehm.
    Die James Bond Formel

    Auch wenn es altmodisch klingt, doch beim ersten Kontakt solltest du dir an 007 ein Beispiel nehmen. Nenne deinem Gegenüber zuerst nur deinen Nachnamen und dann noch einmal deinen Vor-und Nachnamen zusammen. Das gibt deinem Gesprächspartner Zeit, deinen Namen richtig zu verstehen und er wird sich länger daran erinnern.

    • Vermeide lange Selbstdarstellungen: Ein erstes Gespräch dauert selten länger als fünf Minuten. Daher solltest du nicht gleich deinen gesamten Lebenslauf herunterbeten, sondern mit kurzen Kommentaren zum Thema versuchen in Erinnerung zu bleiben. Wenn es angebracht ist, kann eine Hervorhebung von Gemeinsamkeiten, zum Beispiel der Besuch der gleichen Hochschule, zusätzliche Sympathien hervorbringen.

    • Zuhören: Ein aufmerksamer Gesprächspartner merkt schnell, wenn sein Gegenüber nur oberflächlich an einer Unterhaltung interessiert ist. Darum: Lasse den anderen ausreden und mache dich interessanter, indem du nicht zu viel redest.

    • Auch wieder vom Haken lassen: Hast du deine Chance bekommen, mache es der Zielperson so einfach wie möglich, das Gespräch auch wieder zu beenden. Am besten hast du deine Visitenkarte parat, damit der oder die andere später auf dich zurückkommen kann.
    WO / WER

    WO treffe ich interessante Menschen?

    Obwohl du die Macht des Zufalls nicht außer Acht lassen solltest, ist es ratsam, deiner Umgebung etwas Aufmerksamkeit zu schenken.

    Diese Orte und Anlaufstellen sind besonders günstig, um neue Kontakte zu finden:

    • In der Öffentlichkeit: An der Supermarktkasse, im Museum oder in öffentlichen Verkehrsmitteln bieten sich vielfältige Möglichkeiten ein Gespräch zu beginnen und nutze gemeinsame Wartezeiten beim Arzt oder im Fahrstuhl. Vielleicht liest jemand eine Fachzeitschrift oder ein Buch aus deinem Metier oder unterhält sich mit anderen über ein Thema, in dem du dich auskennst oder das du interessant findest.
      Tipp:
      Dränge dich nicht auf! Wenn du merkst, dass kein Interesse an einem Gespräch besteht, lasse lieber davon ab.

    • Im Kreis der Kollegen: Gerade wer sich innerhalb eines Unternehmens oder einer speziellen Branche weiterentwickeln möchte, kann von guten Beziehungen zu seinen Kollegen profitieren. Ideal für erste Gespräche sind beispielsweise die Kantine, gemeinsame Betriebsausflüge oder die Minuten vor einem Meeting.
    UNI-TIPP: Lade dich selbst ein

    Kontakte an der Uni können besonders hilfreich sein. Damit hast du nicht nur  jemanden, der für dich in der Vorlesung mitschreibt, wenn du krank bist oder mit dir zusammen für eine Prüfung lernt. Auch nach dem Abschluss kannst du dich mit deinen Studienfreunden austauschen, die in deiner Branche Fuß fassen wollen und den gleichen Problemen und Anforderungen ausgesetzt sind. Beachte: Das ist immer ein Geben und Nehmen.

    Darum: Gehe spontan mit auf Feiern und Veranstaltungen deiner Kommilitonen – ruhig auch mal, wenn du nicht explizit um deine Anwesenheit gebeten wurdest. Natürlich solltest du die Situation für dich einschätzen können und damit keinen Missmut bei Kommilitonen erzeugen, doch gerade an Hochschulen ist es oft gern gesehen, wenn auch Fachfremde Zuhörer bzw. Gäste dabei sind.

    • Fachmessen, Kongresse und Seminare: Ein regelmäßiger Besuch von  Fachveranstaltungen ist für erfolgreiches Netzwerken unumgänglich. Wenn viele Fachleute oder die, die es noch werden wollen in großer Zahl zusammenkommen, fällt der Kontaktaufbau meist nicht schwer. Auf Vorträgen oder Meetings lassen sich neue Kontakte auch ganz gezielt auswählen. Zum Beispiel kannst du nach einer Präsentation die vortragende Person ansprechen, erklären was dir gut gefallen hat und mit kompetenten Fragen das Gespräch erweitern

    WER kommt als Kontakt für mich in Frage?

    Am Anfang hilft es erst einmal zu schauen, welche Kontakte du bereits hast. Das erste Netzwerk ist meistens die Familie, danach kommen Freunde der Familie und dann deine eigenen Freunde und Bekannte. Ein Blick in die nähere alltägliche Umgebung kann außerdem nicht schaden. Dein Nachbar, Anwalt oder deine Zahnärztin könnten zum Beispiel gute Kontakte sein. Im nächsten Schritt solltest du bei der Auswahl deiner weiteren Kontakte darauf achten, dass Personen aus diesen drei Kategorien vorhanden sind:

    • Informanten: Sie sind besonders für Berufseinsteiger wichtig, da sie sich in deiner Branche bereits bestens auskennen und dich mit detaillierten Infos versorgen können.

    • Referenzgeber: Menschen, die zum Beispiel in deiner Wunschposition oder einem sehr ähnlichen Bereich arbeiten. Sie verfügen bereits über ein breites Netzwerk und können dir die Türen zu einer Fülle von nützlichen Kontakten öffnen wenn sie von dir und deinen Fähigkeiten überzeugt sind.

    • Leidensgenossen: Der Kontakt zu Personen, die genauso am Anfang stehen wie du ist enorm wichtig. Kommilitonen oder anderen Praktikanten kannst du auch die banalsten Fragen stellen und dich mit ihnen über erste Erfahrungen austauschen.
    Netzwerkpflege

    Erhalte den Kontakt!

    Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, heißt es am Ball bleiben. Um deine Kontakte irgendwann für dich nutzen zu können, müssen sie vertieft und aufrechterhalten werden. Das kann zum Beispiel eine Karte zum Geburtstag, eine regelmäßige Verabredung zum Lunch oder Kaffeetrinken, aber auch eine Einladung auf ein Firmen-Event wie etwa eine Eröffnungs- oder Jubiläumsfeier sein. Das hat außerdem zur Folge, dass du im Gegenzug ebenfalls zu Veranstaltungen eingeladen wirst und so noch mehr Kontakte zu Personen einer Branche oder Firma herstellen kannst.

    Gegenseitig empfehlen

    Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, ist beim Netzwerken entscheidend, dass alle Teilnehmer gleichermaßen profitieren. Wenn du unabhängig voneinander zwei Menschen kennen gelernt hast aber glaubst, dass sie auch nützliche Kontakte füreinander sein könnten, kannst du sie zum Beispiel in einer kurzen E-Mail bekannt machen. Damit hast du zwei Personen in deinem Netzwerk, die mit großer Wahrscheinlichkeit auch an anderer Stelle für dich Werbung machen bzw. dir einen ihrer Kontakte vermitteln werden. Nicht immer kann man sich für die Herstellung eines Kontaktes gleichermaßen revanchieren, doch sollte man sich immer entsprechend für den Gefallen bedanken. Eine Einladung zur nächsten Firmenfeier oder eine positive Erwähnung bei gemeinsamen Kontakten, wären zum Beispiel eine Möglichkeit.

    Erhalte Kontakte langfristig

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    Bleibe präsent

    Die moderne Technologie ermöglicht es dir immer und überall erreichbar zu sein. Natürlich muss dies nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit der Fall sein, doch solltest du besonders etablierten Netzwerkpartnern das Gefühl geben, die meiste Zeit für sie erreichbar zu sein. Versuche dein Netzwerk auf dem Laufenden zu halten und steh zu deinem Wort. Gibt es neue Erkenntnisse zu einem Thema, über das ihr auf der letzten Fachkonferenz diskutiert habt, dann teile die Information mit deinem Kontakt oder äußere gegebenenfalls deine Meinung zum Thema.

    Auch die Unterteilung deiner Kontakte in Kategorien, geordnet nach ihrer Priorität, ist sinnvoll, gerade wenn du befürchtest den Überblick zu verlieren. Es kann dir helfen, viele Kontakte über einen langen Zeitraum hinweg zu erhalten und jedem das richtige Maß an Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

    Erfolgsfaktor Geduld

    Jede Networking-Aktivität ist eine Investition in deine Zukunft, kostet dich Zeit, Ideen und manchmal Geld. Doch genau wie Vertrauen, wachsen Beziehungen in Netzwerken eher langsam. Obwohl du mit der Zeit lernen wirst dein Gegenüber auch nach kurzer Zeit einschätzen zu können, solltest du von Anfang an niemanden überrumpeln, indem du deine Absichten zu früh deutlich machst. Eine kurze Mitgliedschaft in einem Verein oder ein unregelmäßiger Beitrag zu einem Hilfsprojekt wird die Mitglieder bzw. Veranstalter wohl kaum dazu hinreißen, sich bedingungslos für dich einzusetzen. Deswegen: Überstürze nichts, bleibe wachsam.

    Online-Netzwerke

    Online-Netzwerke im Überblick

    • 7 von 10 der Top-1.000 Unternehmen in Deutschland und 6 von 10 Stellensuchende beurteilen Social Media Anwendungen für die Rekrutierung generell als positiv (Quelle: Uni Bamberg: "Recruiting Trends 2016")

    • 49,9 Prozent der abschlussnahen Wirtschaftswissenschaftler, 40,4 Prozent der IT-Studierenden und -absolventen sowie 38,5 Prozent der befragten angehenden Ingenieure verwenden Social-Networking-Websites, um mehr über einen potentiellen Arbeitgeber zu erfahren. (Quelle: trendence Graduate Barometer 2016

    Soziale Netzwerke im Internet sind Gemeinschaften, in denen sich Menschen mit Hilfe einer Plattform digital vernetzen können. Die Nutzer erstellen dafür virtuelle Steckbriefe und füllen ihre Profile nach und nach mit eigenen Inhalten. Die Beziehungsgeflechte in den entstandenen Online-Communities können dann genutzt werden, um sich über Interessen, Berufliches oder unter Freunden auszutauschen. Soziale Netzwerke charakterisieren das Web 2.0 und erfreuen sich bei nahezu allen Altersgruppen großer Beliebtheit.

    Online-Netzwerke

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    Das richtige Netzwerk für dich

    Bei der Wahl der richtigen Plattform sind, unabhängig von individuellen Vorlieben und Erwartungen, zumeist Popularität und Reichweite einer Seite wichtige Auswahlkriterien. Für Berufseinsteiger ist außerdem die Unterscheidung zwischen geschäftlichen und privaten Netzwerken interessant. 

    So nutzen Business-, Engineering- und IT-Studenten unterschiedliche Social Media Kanäle:

      BUSINESS    ENGINEERING    IT  
    Private Nutzung91,40%86,40%86,40%
    Jobbezogene Nutzung57,50%37,50%47,30%

    (Quelle: trendence Graduate Barometer 2014)

    Die für private Zwecke meistbesuchten sozialen Netzwerke sind bei Studierenden Facebook, Google+ und Twitter. Geht es um die berufliche Orientierung, ändert sich das Verhältnis: Dann nutzen die Studierenden XING und LinkedIn als Informationsquelle. Für Karrierethemen sind XING (73 Prozent) und LinkedIn (36 Prozent) die beliebtesten Informationsplattformen für Young Professionals (Quelle: trendMonitor Mobile & Social Media Recruiting 2013).

    Berufliche Netzwerke

    Geschäftliche Netzwerke: Ein Überblick

    Seiten wie XING und LinkedIn sind Karrierenetzwerke, die zur Herstellung und Pflege beruflicher Kontakte dienen. Mitglieder können ihr berufliches Profil präsentieren und zugleich potenzielle Arbeitgeber und Unternehmensvertreter direkt ansprechen. Im Unterschied zu den geläufigen Jobbörsen können hier alle Nutzer die Lebensläufe und Qualifikationen der anderen Teilnehmer einsehen und bei Interesse eine Nachricht hinterlassen

    • 11,5 Prozent der angehenden ITler, 11,7 Prozent der abschlussnahen Studierenden der Wirtschaftswissenschaften sowie 9,4 Prozent der befragten Ingenieure haben sich bereits über ein Karrierenetzwerk wie z.B. XING direkt bei einem Arbeitgeber beworben (Quelle: trendence Graduate Barometer 2015).

    Wer Business-Netzwerke für die Jobsuche einsetzen will, sollte sich mit seinem Profil von der Masse absetzen und mehr als die Eckdaten seiner Karriere veröffentlichen. Der fehlende persönliche Eindruck beim Online-Kontakt sollte durch Informationen über deine Person, Interessengebiete und möglichst auch durch ein passendes Bewerbungsfoto ersetzt werden. Durch Schlagwörter wie „Suche neue Herausforderung“ können Arbeitgeber auf dich aufmerksam werden.

    Doch auch wer sich nur über potenzielle Arbeitgeber informieren möchte, kommt in Karrierenetzwerken auf seine Kosten. Besonders große Unternehmen präsentieren sich umfangreich auf verschiedenen Plattformen und geben neben Informationen über ihre Tätigkeitsbereiche auch Auskunft über die Firmenkultur und verschiedenen Aufgaben. Filter, Suchfunktionen und Themengruppen erleichtern dir außerdem die aktive Recherche innerhalb deiner Branche oder gezielt nach bestimmten Arbeitgebern. 

    XING und LinkedIn werden von den befragten Studierenden, Young Professionals und Schülern des trendMonitor Mobile & Social Media Recruiting 2013 in Bezug auf das Thema Beruf und Karriere als die vertrauenswürdigsten Kanäle eingestuft, gefolgt von Facebook und Twitter.

    Geschäftlich netzwerken

    © Jakub Jirsák - Fotolia.com

     

    XING

    • Laut der Studie undefined„Recruiting Trends 2015“ der Uni Bamberg suchen 23 Prozent der 1.000 größten deutschen Unternehmen häufig oder sehr häufig bei XING nach geeigneten Kandidaten. 

    Mit 14 Millionen Mitgliedern weltweit, davon über sieben Millionen im deutschsprachigen Raum (Stand: 06/2014), ist das 2003 gegründete Hamburger Unternehmen der deutsche Marktführer unter den Social Business-Networks. Mit der kostenlosen Variante können Nutzer auf XING private und berufliche Kontaktdaten hinterlegen sowie ein umfassendes Profil mit Qualifikationen, Fachkenntnissen, praktischen Erfahrungen und Referenzen erstellen.

    Doch Mitglieder können nicht nur ihre Kontakte organisieren und verwalten, sondern auch aktiv den Ausbau ihres Netzwerkes vorantreiben. Funktionen wie die Kontaktempfehlungen, welche ähnlich dem Facebook News-Feed direkt auf der Startseite erscheinen oder die Möglichkeit sich in Gruppen zu engagieren, erleichtern dir das Knüpfen neuer Kontakte. Des Weiteren kannst du durch Empfehlungen anderer Mitglieder auf dich aufmerksam machen oder über XING Events Einladungen für interessante Veranstaltungen erhalten. Mit „XING Premium“, der kostenpflichtigen Version des Netzwerks (ab 6,35€/Monat), verfügst du unter anderem über eine erweiterte Suchfunktion, mit der du Unternehmen oder Personen noch gezielter suchen kannst. Außerdem kannst du sehen, wer sich dein Profil angesehen hat und so noch schneller ins Gespräch kommen.

    Seit Mitte Oktober 2014 ist außerdem die Funktion "XING ProJobs" verfügbar, mit der dein Profil durch erweiterte Darstellungsoptionen für Recruiter und Headhunter noch sichtbarer wird. Sie ist in einer Premium-Mitgliedschaft mit inbegriffen oder als Zusatzpaket buchbar.

    LinkedIn

    LinkedIn ist mit rund 300 Millionen Mitgliedern (Stand: 05/2014) das weltweit größte Business-Netzwerk. Obwohl es im deutschsprachigen Raum nur etwa 4 Millionen Nutzer zählt, ist das Netzwerk auch hierzulande durch seine internationale Ausrichtung für viele Branchen interessant. Ähnlich wie bei XING kannst du dein eigenes Profil erstellen, das deinen beruflichen Werdegang und deine Qualifikationen widerspiegelt. Durch sichtbare Empfehlungen und Kommentare von Kollegen und Geschäftspartnern auf dem eigenen Profil kommt bei LinkedIn außerdem der Aspekt der Selbstdarstellung hinzu. Je mehr positives Feedback ein Mitglied bekommt, umso vertrauensvoller wirkt es auf potenzielle Arbeitgeber und nützliche Kontakte.

    Andere Vertreter der Business-Netzwerke

    ResearchGate, ein auf Forscher und Wissenschaftler ausgerichtetes Netzwerk, der Karrieredienst Experteer, der direkten Kontakt zu Headhuntern ermöglicht oder manager-lounge, eine exklusive Plattform für Führungskräfte.

    Private Netzwerke

    Private Netzwerke: Ein Überblick

    In privaten Netzwerken findet ein Austausch im Kreise von Freunden, Bekannten und dessen Bekannten statt. Grundsätzlich ist man hier etwas lockerer unterwegs, tauscht sich über Interessen und Hobbies aus oder präsentiert die neusten Urlaubsfotos. Nutzer können sich unter Pseudonymen anmelden und ihre Profile mit privaten Informationen wie dem Lieblingsfilm oder Musikgeschmack füllen.

    In privaten Netzwerken können soziale Beziehungen gepflegt, Inhalte schnell kommuniziert oder Veranstaltungen mit großer Reichweite organisiert werden. Genau wie Business-Netzwerke funktionieren sie über die Selbstdarstellung der Nutzer und durch die Beziehungen, die – hier meist auf privater Ebene – entstehen. Zwar sind sie durch ihre Ausrichtung von reinen Karrierenetzwerken zu unterscheiden, doch können sie bei der Jobsuche ebenso relevant sein.

    Facebook

    Über 1 Milliarde Menschen nutzen Facebook – das weltweit größte soziale Netzwerk. Wie keine andere ermöglicht die Seite, so gut wie alles sozial Erlebbare digital zu inszenieren. Inhalte wie Statusmeldungen bzw. Posts, Bilder, Musik, Events oder Links können hier eingestellt, kommentiert und mit „Freunden“ oder gleich einem Siebtel der Weltbevölkerung geteilt werden. Während  Einzelpersonen das Netzwerk privat nutzen, wird es auch als Werbeplattform für Unternehmen immer interessanter: Ein Drittel der Top-1.000 Unternehmen in Deutschland geben an, das Portal aktiv zum Employer Branding zu nutzen (Quelle: Uni Bamberg: „Recruiting Trends 2014“). Gerade große Konzerne betreiben außerdem Karriere-Fanpages, über die potenzielle Mitarbeiter sich informieren und einen ersten Kontakt herstellen können.

    Vor einer Anmeldung und der Veröffentlichung deiner privaten Informationen auf Facebook solltest du dir im Klaren sein, dass sich diese digitale Spur nur schwer wieder verwischen lässt. Unzureichender Datenschutz und Spionage sind Vorwürfe, mit denen sich die Seite immer wieder auseinandersetzen muss.

    Privat vernetzt

    © Eugenio Marongiu - Fotolia.com

     

    Twitter

    • Während Twitter von rund 10 Prozent der abschlussnahen Studierenden der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften beruflich genutzt wird, bestätigen sogar 22,7 Prozent der angehenden ITler die jobbezogene Nutzung des Netzwerks (Quelle: trendence Graduate Barometer 2014).

    Bei Twitter können Mitglieder Kurznachrichten bzw. Tweets mit einer Länge von maximal 140 Zeichen veröffentlichen. Privatpersonen – zum Beispiel unzählige Prominente – nutzen den Microblogging-Dienst, um ihren Fans kurz und knapp ihre Meinung oder eine wichtige Nachricht mitzuteilen. Doch auch zur Informationsrecherche ist Twitter gut geeignet, da nicht nur reale Personen, sondern auch Firmen, Vereine, Medien und sogar die Bundesregierung Twitter-Kanäle besitzen. Besonders große Konzerne inserieren auf Twitter Stellenanzeigen

    Google+

    • Im zweiten Quartal 2013 wächst Google+ mit ca. 22 Millionen aktiven Nutzern pro Monat deutlich stärker als Facebook (Quelle: www.socialmediastatistik.de).

    Obwohl es das Netzwerk erst seit 2011 gibt, profitieren die Nutzer von den verschiedenen Anwendungen, die bereits vorher unter Google bestanden und nun in einer zentralen Schnittstelle zusammenlaufen. Google+ kann sowohl privat, als auch zur Karriere-Unterstützung genutzt werden. Mit der Hilfe von sogenannten „Kreisen“ können unterschiedliche Zielgruppen einfach sortiert und voneinander getrennt werden, sodass du zum Beispiel einen Fachzeitschriftenartikel mit beruflichen Kontakten und ein Urlaubsvideo nur mit deiner Familie teilen kannst.

    In Google+-Communities kannst du, ähnlich wie in Themengruppen von XING und LinkedIn, weitere Kontakte knüpfen und bestehende verwalten. Wer sich gut vernetzt, wird bei jeder Google-Suche außerdem von den Empfehlungen seiner Community unterstützt.

    Andere Vertreter der privaten Netzwerke

    undefinedStudiVZ – das Facebook-Pendant aus Deutschland –, das unter Musikern beliebte undefinedMySpace, zu dem auch Video- und Blogpräsentationen zum Profil der Mitglieder gehören, oder andere kleinere Netzwerke wie undefinedLokalisten und undefinedStayFriends.

    Tipps für Online-Netzwerke

    5 Tipps für die Jobsuche mit XING, LinkedIn & Co.

    Grundsätzlich gilt: Je umfangreicher, vollständiger und aktueller dein Profil, umso mehr Aufmerksamkeit bekommt es. Diese 5 Tipps helfen dir, dich in geschäftlichen Business-Netzwerken von deiner besten Seite zu zeigen und deine Ziele optimal zu verfolgen.

    1. Halte dein Profil immer auf dem neuesten Stand

    Nimm dir regelmäßig Zeit deine Profilseiten zu aktualisieren. Achte besonders darauf, dass deine aktuelle Position, sowie der Name des Unternehmens für das du arbeitest, korrekt im Profil-Titel angezeigt werden. Selbst wenn diese Informationen an anderer Stelle richtig dargestellt sind, kann eine falsche Info im Kopf zur Folge haben, dass die Suchfunktion der Website dein Profil ignoriert. Es empfiehlt sich außerdem, regelmäßig zu prüfen, wie du dich in beruflichen Netzwerken präsentierst. Wenn sich deine Einstellungen oder Wirkungen deiner Aussagen im Laufe der Zeit verändert haben, zum Beispiel ein Beitrag in einer Gruppe falsch oder veraltet ist, solltest du Änderungen vornehmen. Auch dein Profil-Foto solltest du immer auf dem neuesten Stand halten.

    2. Achte auf Schlagwörter – SEO für dein Profil

    Relevante Suchbegriffe erhöhen deine Chance über die internen Suchfunktionen der Netzwerke, bzw. über eine öffentliche Suchmaschine wie Google, gefunden zu werden. Gerade LinkedIn verfügt über sehr gute Google-Rankings. Wer sein Profil dort undefinedöffentlich macht, kann der Jobsuche damit zusätzlich auf die Sprünge helfen. Auch die Bereiche „Zusammenfassung“ und „Fähigkeiten“ sollten bei LinkedIn mit entsprechenden Keywords, verpackt in einen aussagekräftigen Text, versehen werden. Bei XING können über die erweiterte Suche gezielt Schlagwörter in den Bereichen „Ich suche“ und „Ich biete“ nachgeschlagen werden. Trage dort Begriffe ein, die deine beruflichen Qualifikationen und Interessen widerspiegeln, um bei der Recherche von Personalverantwortlichen ein möglichst hohes Ranking zu erzielen.

    3. Lass dich empfehlen

    Eine Empfehlung deiner Kollegen und Geschäftspartner hebt nicht nur deine Stärken hervor, sondern zeigt auch, dass du ein geschätzter Mitarbeiter bist. Wenn du auf der Suche nach einer Führungsposition bist, können Empfehlungen durch Mitarbeiter beispielsweise deine Qualitäten unterstreichen. Zwar wissen Personalchefs, dass man nur dort Referenzen erbittet, wo man auf eine positive Auswertung hoffen kann, doch das ein oder andere Lob durch andere wird deiner Profilseite nicht schaden.

    4. Das richtige Maß beim Selbstmarketing

    Kommuniziere bewusst und dosiert. Um die Aufmerksamkeit von Arbeitgebern auf dich zu lenken und um deine fachlichen Kompetenzen unter Beweis zu stellen, kannst du News aus der eigenen Branche, Fachartikel oder Blog-Posts mit deiner Community teilen. Achte jedoch darauf, ein Karrierenetzwerk niemals mit Facebook oder Twitter zu verwechseln. Während dort Status-Updates am laufenden Band akzeptabel sind, fliegst du in Business-Netzwerken schnell aus dem News-Feed oder der Kontaktliste, wenn du es übertreibst. Der Präsentierteller, auf dem man sich bei XING, LinkedIn und Co. stets befindet, sollte auch als solcher wahrgenommen werden. Das bedeutet, dass du auch bei Äußerungen in anderen sozialen Netzwerken stets deinen geschäftlichen Eindruck im Hinterkopf behalten solltest.

    5. Schau nach, wo Menschen mit ähnlichen Qualifikationen arbeiten

    Auf der Suche nach dem geeigneten Arbeitgeber ist es immer ratsam dort anzufangen, wo Menschen mit deinen Qualifikationen arbeiten. Wenn du zum Beispiel ein Webentwickler in Hamburg bist, suche anhand deiner Postleitzahl und Stichwörtern wie JavaScript, HTML usw. nach Personen mit LinkedIn Profilen in deiner Umgebung. So entwickelst du ein Gespür dafür, welche Unternehmen für dich interessant sind und wo sich eine Bewerbung oder zumindest eine Kontaktaufnahme lohnen könnte.

    Dein Ruf im Netz

    Schütze dein digitales Ich

    Gerade wenn du in mehreren Online-Netzwerken unterwegs bist, vielleicht noch einen Blog schreibst oder und dabei oft mit deinem Namen auftrittst, solltest du deinen Ruf im Netz gut kennen. Wie du dich am besten vor schlechter Werbung schützt und welche regelmäßigen Maßnahmen dich vor Fehltritten bewahren, erfährst du hier:

    1. Google dich selbst

    Schritt eins beim Online-Reputations-Management: Informiere dich, was es im Netz bereits über dich zu lesen gibt. Am einfachsten findest du das heraus, indem du bei gängigen Suchmaschinen wie Google, Yahoo, Bing und Co. nach deinem eigenen Namen suchst. Wenn du Vor-und Nachnamen in Anführungszeichen setzt, grenzt du die Treffer auf deinen vollständigen Namen ein. Auch Arbeitgeber nutzen diese Möglichkeit, um sich über Bewerber und Bewerberinnen zu informieren. Suchmaschinen behandeln von dir selbst erstellte Inhalte bevorzugt bei der Reihenfolge der Treffer. Twitter-Profile sind zum Beispiel häufig unter den Top zehn Ergebnissen.

    Du solltest also mit einem eigenen Blog und Beiträgen zu aktuellen Themen auf bekannten Webseiten und in Karrierenetzwerken dazu beitragen, dass deine fachlichen Kompetenzen und Persönlichkeitsstärken deinem neuen Arbeitgeber zuerst auffallen.  

    Tipp: Wenn dir ständiges Ego-googlen zu stressig ist, kannst du dir auch einen undefinedGoogle Alert einrichten, der dich über alle neuen Informationen zu deiner Person im Netz auf dem Laufenden hält.

    Deine Online-Reputation

    © kotoyamagami - Fotolia.com

     

    2. Schütze deine Privatsphäre

    Mit der Nutzung des Internets und der Preisgabe von Daten in sozialen Netzwerken, gibst du bereits einen Teil deiner Privatsphäre auf. Jede Bewegung im Netz hinterlässt Spuren, wird auf riesigen Servern der Internetprovider (zwischen-)gespeichert oder mit Hilfe von Cookies zu Werbezwecken ausgewertet. Passe dein Online-Verhalten dieser Entwicklung an. Bitte auch Verwandte und Freunde niemals Informationen über dich im Internet zu verbreiten, ohne vorher dein Einverständnis zu erfragen. Kontrolliere auch regelmäßig die Privatsphäre-Einstellungen der sozialen Netzwerke in denen du unterwegs bist und achte auf Veränderungen.

    3. Vermeide Verwechslungen

    Sichere dir die Domain mit deinem Namen, auch wenn du zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beabsichtigst eine eigene Website zu erstellen. Wenn du einen häufig vorkommenden Namen hast und daher bei Suchmaschinentreffern nicht zur Geltung kommst, solltest du dafür sorgen, dass du dich von deinen Namensvettern abgrenzt. Einen neuen Namen solltest du dir dafür aber nicht zulegen. Mit qualifizierten Inhalten und Beiträgen kannst du die Verwechslungsgefahr aber zumindest so gering wie möglich halten. Dafür ist es ebenfalls wichtig, dass deine "digitalen Ichs" ein "großes Ganzes" ergeben und dich als vollständige Person positiv widerspiegeln. Ein potenzieller Arbeitgeber stolpert so vielleicht kurz über jemand anderen mit deinem Namen, weiß aber sofort, dass es sich nicht um dich handelt.

    4. Vorsorge ist besser (und billiger) als Nachsorge

    Inzwischen schießen Unternehmen, die mit dem Ruf fremder Menschen im Internet gutes Geld verdienen, wie Pilze aus dem Boden. Auf Wunsch entfernen sie für Unternehmen, aber auch Privatpersonen, abwertende der falsche Beiträge sowie die unliebsamen Fotos der letzten Weihnachtsfeier. Doch das kann teuer werden: wehrt sich beispielweise der Betreiber der Website gegen die Modifizierung der Daten, muss zusätzlich ein Anwalt eingeschaltet werden, sodass sich für die Entfernung von ein paar Texten schnell mehrere hundert Euro anhäufen können.

    Fazit: Du solltest lieber nicht den Leichtsinn der Offline-Welt mit der gesamten Community auf Facebook, Twitter und Co. teilen und in besonders emotionalen Momenten die Finger vom Handy oder der Tastatur lassen.

    geschrieben von Hanna Grube - aktualisiert ( 09/2016 )

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