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Beruflich erfolgreich durchstarten

Die Uni ist geschafft und du fragst dich nun, wie es weiter geht. Es gibt unterschiedliche Wege, um ins Berufsleben zu starten. Ob Traineeprogramm, Volontariat oder ein Praktikum zur Überbrückung – wir präsentieren dir die verschiedenen Möglichkeiten und geben Tipps zum Berufsalltag.

    7 Tipps zum Start

    Sieben Überlebenstipps für die ersten 100 Tage im Beruf

    Gerade die ersten 100 Tage im Job sind für Berufsanfänger entscheidend. Ob sich die harten Studienjahre gelohnt haben und man mit den neuen Herausforderungen umgehen kann, wird sich bald zeigen. Du hast es selber in der Hand, den zukünftigen Arbeitgeber von deinen Qualitäten zu überzeugen.

    Vielen Studenten fällt die Umstellung schwer: Von heute auf morgen müssen sie ihren Alltag aufgeben und sich auf das Berufsleben konzentrieren. Dein Alltag wird sich grundlegend ändern und du musst für deinen Job auf gewisse Dinge verzichten – es kann auch vorkommen, dass zum Beispiel der wöchentliche Sporttermin ausfallen muss, wenn noch ein Projekt zu Ende gebracht oder eine dringende Kundenanfrage bearbeitet werden muss.

    Den Berufseinstieg meistern

    © PhotoSG - Fotolia.com

     

    Zudem werden einige Grundregeln wie angemessene Kleidung und Pünktlichkeit vorausgesetzt, bei denen du in der Hochschule höchstens einen bösen Blick vom Dozenten riskiert hast. Wenn der große Tag gekommen ist, zählt der erste Eindruck und es ist schwer, diesen wieder vergessen zu machen.

    Die folgenden Tipps helfen dir, typische Fettnäpfchen zu vermeiden und erleichtern dir den reibungslosen Einstieg ins Berufsleben:

    #1: Stärken und Schwächen analysieren

    Wenn du weißt, dass du Probleme mit Smalltalk hast, lege dir einige gute Themen für den Anfang zurecht. Oder informiere dich online über Programme, die du für deine zukünftige Arbeit benötigst, aber noch nicht im Vorfeld benutzt hast.

    #2: Gründliche Vorbereitung

    Kläre bereits vorab, wo du zum Beispiel parken kannst. Wie lang dauert die Anfahrt im morgendlichen Berufsverkehr? Gibt es Infomaterial zu deinem Arbeitsplatz und zur Unternehmensstruktur? Vergiss nicht Fragen zu stellen: So signalisierst du Interesse und kannst dich schneller ins Team integrieren und in deinen neuen Tätigkeitsbereich hineinfinden.

    #3: Versprich nichts, was du nicht halten kannst

    Ein typisches Fettnäpfchen von jungen Absolventen sind voreilige Versprechungen. Denke daran, du bist neu und musst zuerst deine Arbeitsaufgaben und die Unternehmensabläufe kennenlernen. Enttäuschte Kollegen sorgen nur für unnötigen Imageverlust. Neben deiner Hilfsbereitschaft, versteht es sich von selbst, dass du deine Aufgaben sorgfältig und möglichst schnell erledigst und einen Überblick über die zu erledigenden Tätigkeiten behältst. Notizen helfen dir dabei!

    #4: Beziehungen aufbauen

    Manchmal hat es einen Grund, wieso dich einige Kollegen meiden: Vielleicht sind sie bei der Stellensuche übergangen worden? Sei freundlich und nutze die Mittagspausen, um lockere Gespräche zu führen. Größere Unternehmen bieten auch Einführungsveranstaltungen für neue Kollegen an, die du nutzen solltest.

    Teamwork

    © Robert Kneschke - Fotolia.com

     

    #5: Namen merken

    Im Job macht es einen guten Eindruck und zeugt von Respekt, sich schnell alle Namen zu merken – vor allem die deiner Vorgesetzten müssen sitzen. Es sollte aber auch jeder aus eigener Erfahrung wissen, dass man sich nicht auf Anhieb die Namen aller Kollegen merken kann – frage deshalb lieber nochmal nach oder mache dir Notizen, denn wenn du Pech hast, ist bei deinem Einstieg die Hölle los. Da haben deine Kollegen kaum Zeit für großartige Vorstellungsrunden. Das darfst du ihnen nicht übel nehmen.

    #6: Mit Fehlern richtig umgehen

    Viele Neulinge nehmen sich Kritik im Berufsalltag stark zu Herzen. Dabei ist das nur eine Möglichkeit deine Arbeitsweise zu verbessern und die Teamarbeit zu optimieren. Kritik solltest du ernst nehmen und bei missverständlicher oder unbegründeter Kritik genauer nachfragen. In den ersten 100 Tagen nimmt dir niemand übel, wenn du mal einen Fehler begehst – denselben solltest du aber bitte nicht immer wieder begehen und unbedingt daraus lernen.

    #7: Ideenmanagement

    „Aber ... so geht das viel effizienter!“ Da du neu bist, solltest du dich mit eigener Kritik zurückhalten. Sonst wirkst du schnell wie ein Besserwisser. Versuche dich in deine Rolle einzuarbeiten und vermeide es, mit deinem Fachwissen zu prahlen. Gerade in Betrieben, die einen geringen Anteil an Akademikern haben, kann das negativ ankommen. Wer im Berufsleben den Einstieg als Führungskraft wagt, sollte Veränderungen behutsam angehen. Es wirkt arrogant, wenn du direkt alles infrage stellst. Das ist keine gute Basis für die weitere Zusammenarbeit. Deine konstruktiven Verbesserungsvorschläge und Maßnahmen sollten begründet und nachvollziehbar sein.



    Noch ein Tipp zum Schluss: Sei offen und ehrlich, verzichte auf Büroklatsch und versuche nicht, direkt den kompletten Arbeitsplatz umzukrempeln. Dann klappt es auch mit dem erfolgreichen Job-Einstieg!

    Traineeprogramme

    Traineeprogramm oder Direkteinstieg?

    Diejenigen, die nach dem Abschluss schon genau wissen, wohin sie wollen, können den direkten Einstieg ins Berufsleben wagen. Bei solchen Absolventinnen und Absolventen zeichnet sich oft bereits im Lebenslauf eine bestimmte Richtung ab. Wer beispielsweise eine Ausbildung gemacht hat, sich im Studium auf einen Bereich spezialisiert und verschiedene Praktika in dem Bereich absolviert hat, ist schon bereit für den ersten Job.

    Traineeprogramm

    © contrastwerkstatt - Fotolia.com

     

    Diejenigen, die sich nach dem Abschluss noch nicht sicher sind, was sie beruflich wirklich tun möchten, eignen sich für ein Traineeprogramm. Laut Staufenbiel JobTrends 2016 bieten 40 Prozent der Arbeitgeber solche Programme an, die je nach Betrieb zwischen 12 und 24 Monaten dauern. Sie bieten ein volles Gehalt, einen sicheren Job im Anschluss und oft Aufstiegschancen zur Führungskraft.

    „Welcher Einstieg sich für wen eignet, hängt immer ganz vom Bewerber selbst ab“, so Hannes Kauper, Personalleiter beim Pharmakonzern Novartis. Viele Absolventinnen und Absolventen wissen nach dem Studium noch nicht genau, was sie beruflich wirklich tun möchten. Oftmals bekommen Trainees in einem Unternehmen zunächst einen breiten Überblick über die Firma. Erst wenn sie bereits mehrere Abteilungen kennen gelernt haben, müssen sie sich für eine Richtung entscheiden.

    Orientieren und Netzwerk aufbauen

    „Wer sich für ein Traineeprogramm entscheidet, will noch nicht in einen festen Funktionsbereich, sondern sich erst einmal in einem Konzern nach seinen Entwicklungsmöglichkeiten orientieren“ so Frank Gieth, Personaler bei E.ON. Ein maßgeschneidertes Programm bereitet die Trainees individuell auf eine Karriere im Gesamtkonzern vor.

    Die späteren Aufstiegschancen in der Firma sind für Trainee und Direkteinsteiger meist die gleichen. Ein wichtiger Unterschied jedoch besteht darin, dass dem Trainee ein erfahrener Mentor zur Seite steht. Gleich zu Beginn werden außerdem viele Kolleginnen und Kollegen und die anderen Trainees kennen gelernt. So können vielfältige Kontakte geknüpft und ein Netzwerk aufgebaut werden. Verschiedene Unternehmen unterhalten eigene Alumninetzwerke und Intranetportale für Trainees, um den Kontakt zu fördern und dafür zu sorgen, dass die Trainees sich auch einmal über die eigenen Grenzen hinweg austauschen.

    In allen Branchen werden die Trainees in Off-the-Job-Kursen zusätzlich geschult. Bei Banken stehen beispielsweise Kommunikations- und Teamarbeit auf dem Programm, in spezifischen Seminaren werden die Geschäftsfelder und Produkte der Bank erläutert.

    Regelmäßige Feedbackgespräche mit den Personalentwicklern sind Teil der Ausbildung. In vielen Unternehmen bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber hinaus parallel zur Ausbildung eine Projektaufgabe.

    Trainee bei einer Präsentation

    © contrastwerkstatt - Fotolia.com

     

    Auch bei der Mobilität kommt es auf das jeweilige Unternehmen an. MAN legt Wert auf Internationalität und gibt an, bereits im Auswahlgespräch zu fragen, ob die Bewerberin oder der Bewerber bereit wäre, als Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter für eine begrenzte Zeit ins Ausland zu ziehen.

    Sabine Braun, Personalerin beim Gaskonzern Linde, erläutert, dass sie ihre Trainees auch in Tochtergesellschaften des Unternehmens in Frankreich, Italien oder England einsetzen. Bei UBS hingegen ist ein Auslandsaufenthalt nur dann erwünscht, wenn er für die Vorbereitung auf den Job essentiell ist. „Inhalt vor Region“ heißt es hier.

    Was wollen die Firmen?

    Ausgezeichnete Englischkenntnisse erwarten viele Unternehmen von ihren Bewerberinnen und Bewerbern bereits von vornherein, jedoch ist das vom jeweiligen Bereich abhängig. Sabine Zech von der Commerzbank: „Die Investmentbanker brauchen verhandlungssicheres Englisch, im HR-Bereich ist das nicht immer zwingend notwendig.“

    Ein wichtiges Kriterium ist ein zügig absolviertes Studium mit guten Noten. Stefanie Stinshoff, Junior Personalreferentin bei Novartis, betont darüber hinaus die Wichtigkeit der Tätigkeiten neben dem Studium: „Wir suchen Leute, die nicht nur studiert, sondern sich auch nebenher engagiert haben. Sie sollen uns zeigen, dass sie bereits Verantwortung übernommen haben.“ Auch Praktika werden hoch geschätzt.

    Am wichtigsten aber ist das Gesamtprofil der Bewerberinnen und Bewerber. Auch ein Lebenslauf mit Kurven ist keinesfalls ein Ausschlusskriterium. Im Vorstellungsgespräch sollten die Kurven dann nur gut begründet werden können.

    Was verdienen Trainees?

    Die Gehälter von Trainees können je nach Studienrichtung, Firmengröße und Branche sehr unterschiedlich ausfallen. Hier ein Vergleich der durchschnittlichen Einstiegsgehälter von Trainees und Direkteinsteigern:

    BerufsgruppeTraineeDirekteinsteiger
    Ingenieurwesen41.856 €46.954 €
    IT38.159 €44.964 €
    Marketing28.929 €37.623 €
    Vertrieb41.595 €42.646 €
    Personalwesen40.565 €41.282 €
    Finance & Controlling45.538 €45.637 €
    Einkauf & Logistik43.857 €44.707 €

    Quelle: StepStone Gehaltsreport für Absolventen (Stand: 09/2016)

    Volontariat

    Volontariat

    Neben Trainee-Programmen und Mentoring ist in vielen Berufen ein Volontariat Voraussetzung für eine Einstellung. Insbesondere in der Medienbranche hat sich das Volontariat als Berufseinstieg etabliert. So absolvieren dem Deutschen Journalisten Verband (DJV) zufolge gut 80 Prozent aller journalistischen Berufseinsteiger ein Volontariat bei Presse, Rundfunk oder Agenturen.

    Was ist ein Volontariat?

    Sinn und Zweck eines Volontariats ist es, tiefere Einblicke in das Unternehmen und einen umfassenden Überblick über die komplexen Anforderungen der Berufe im Medienbereich zu gewinnen sowie durch aktive Mitarbeit Fertigkeiten und Kenntnisse auszubauen. Insbesondere für Absolventen der Geistes- und Sozialwissenschaften, stellt ein Volontariat den Hauptzugangsweg zur Medienbranche dar. In den 18-24 Monaten des Volontariats durchlaufen die Volontäre verschiedene Abteilungen und lernen die technischen Abläufe, die Recherche, das Verfassen von redaktionellen Texten sowie das Erstellen von Bilddatenbanken und die Verwaltungsabläufe kennen. In der gesamten Volontärszeit steht ihnen dabei ein Mentor oder Berater zur Seite. Die Mentoren wechseln, je nachdem welchen Bereich die Volontäre gerade durchlaufen. Es empfiehlt sich bereits durch einen Studienschwerpunkt, Praktika oder einer freien Mitarbeit den Grundstein für ein Volontariat zu legen.

    Volontärin bei der Arbeit

    © goodluz - Fotolia.com

     

    Unterschiedliche Regelungen

    Je nach Unternehmen unterscheiden sich die Tätigkeitsbereiche und Abläufe. Redaktions-Volontäre durchlaufen mindestens drei verschiedene Arbeitsbereiche, wobei die Ressorts Lokales und Politik für alle Volontäre verpflichtend sind und der dritte Teil je nach Vorbildung und Interesse selbst gewählt werden kann. Länge, Inhalt und Bezahlung der Ausbildung werden bei Tageszeitungen und Zeitschriften seit 1990 tarifvertraglich geregelt. Dieser richtet sich an die Mitgliedsverlage des undefinedBundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger und enthält zudem genaue Vorgaben über den Besuch von Volontärskursen.

    Im Verlagswesen, bei PR-Agenturen oder in der Öffentlichkeitsarbeit gelten diese Regelungen nicht. Hier entscheiden immer noch die Unternehmen selbst über diese Aspekte. So gibt es auch bei Rundfunk- und Fernsehanstalten Unterschiede zwischen den privaten und öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Letztere orientieren sich am branchenüblichen Tarifvertrag, wodurch Dauer, Ablauf und Vergütung relativ festgesetzt sind. Bei privaten Sendeanstalten können Volontäre recht unterschiedliche Bedingungen bezüglich Länge, Inhalte und Bezahlung erwarten. Hier sollten Interessenten die wichtigsten Stationen bereits vor dem Volontariat mit dem Arbeitgeber besprechen und sich nach möglichen Weiterbildungsmaßnahmen erkundigen.

    Chancen auf ein Volontariat

    Während früher ein abgeschlossenes Studium bereits direkt auf einen Redakteursplatz geführt hat, werden heute von Bewerbern und Bewerberinnen um ein Volontariat schon Zwei- und Dreifachqualifikationen verlangt. Unternehmen können aus einer Überzahl an hochqualifizierten Hochschulabsolventen wählen. Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern wie WDR oder NDR bewerben sich jährlich rund 500 Interessenten auf 10 freie Plätze (Quelle: undefinedwww.studieren-im-netz.org).

    Dementsprechend anspruchsvoll gestaltet sich auch das Auswahlverfahren: Neben dem Vorstellungsgespräch warten auf Bewerber Wissens- oder Präsentationstests sowie Reportagen, die für die Bewerbung angefertigt werden müssen. Chancen haben dabei meist nur Bewerber, die sich bereits im Studium oder in der Schule durch Auslandsaufenthalte, Praktika oder freie Mitarbeit für das entsprechende Berufsbild qualifiziert haben.

    Im Gegensatz zu Praktika, sollte man jedoch nicht mehrere Volontariate absolvieren. Viele Unternehmen weisen sogar ausdrücklich darauf hin, dass nur Bewerber Erfolgsaussicht haben, die noch kein Volontariat absolviert haben.

    Volontariat = Festanstellung?

    Ein Volontariat führt trotz der hohen Anforderungen nicht automatisch zu einer Festanstellung. Laut einer aktuellen Studie wird höchstens ein Drittel der Volontärinnen und Volontäre übernommen (Quelle: undefinedwww.djv.de). Für die anderen heißt es dann wieder Bewerbungen schreiben oder auf eine freie journalistische Tätigkeit hoffen.

    Was verdienen Volontäre?

    Große finanzielle Sprünge sind als Volontär nicht möglich. Der Verdienst hängt von den beruflichen Fähigkeiten, dem Standort des Unternehmens oder den branchenspezifischen gültigen Tarifverträgen ab, realistisch ist ein Gehalt zwischen 1.000 Euro und 1.500 Euro brutto. Für Volontäre in Tageszeitungen und Zeitschriften ist das Gehalt tarifvertraglich vereinbart. Im 1. Ausbildungsjahr bekommen Volontäre unter 22 Jahren 1.607 Euro, ab 22 Jahren liegt das Gehalt bei 1.781 Euro. Im 2. Ausbildungsjahr steigt der Lohn dann auf 2.065 Euro (Quelle: undefinedwww.onlinejournalismus.org).

    Mentoring

    Mentoring

    Weit zurück bis in die griechische Antike reicht der Name des „Mentor“. Als Freund des Helden Odysseus beschützt und begleitet besagter Mentor aus Homers Odyssee dessen Sohn Telemach.

    Wie Mentor und Telemach verbindet Mentor und Schützling auch im heutigen Verständnis eine vielschichtige Beziehung, die vor allem auch
    die menschliche und emotionale Ebene mit einbezieht.

    Eine Mentorin bzw. ein Mentor ist demnach heutzutage eine Person, die ihrem Schützling als Beraterin oder Berater zur Seite steht. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen gibt sie der unerfahrenen Person Tipps für die berufliche Entwicklung, vermittelt Kontakte und macht auf ungeschriebene Gesetze in der Berufswelt aufmerksam.

    Mentorin bei der Arbeit

    © contrastwerkstatt - Fotolia.com

     

    Verschiedene Formen beim Mentoring

    Es gibt verschiedene Arten des Mentoring. Dazu zählen unter anderem

    • Internes Mentoring
      Es ist innerhalb eines Unternehmens organisiert und soll keine direkte Arbeitsbeziehung zwischen Mentee und Mentorin bzw. Mentor darstellen. Zwischen den beiden Personen liegen mindestens zwei Hierarchiestufen.
    • Informelles Mentoring
      Hier entsteht der Kontakt zufällig. Er verläuft stark in Abhängigkeit von den vorhandenen Rahmenbedingungen.
    • Institutionalisiertes Mentoring-Programm
      Hier entsteht der Kontakt durch eine Vermittlerin oder einen Vermittler. Die Formalisierung trägt dazu bei, dass das Mentoring ernsthaft betrieben wird.
    • Cross-Mentoring
      Darunter versteht man externes, organisationsübergreifendes Mento-ring. Mentorin bzw. Mentor und Mentee kommen aus unterschiedlichen Organisationen oder Branchen.  

    Interne Mentoring-Programme sollen junge Nachwuchskräfte schnell ins Unternehmen integrieren und individuell fördern. Die Beziehung der Teilnehmenden soll hier auf jeden Fall außerhalb der Abhängigkeit eines Vorgesetzten-Mitarbeitenden-Verhältnisses stattfinden. So kann sie durchaus für beide Seiten bereichernd sein. Die Mentorin oder der Mentor vermittelt seinem Protegé die informellen Regeln, die im Betrieb gelten, führt ihn darüber hinaus in bestehende Netzwerke ein und gibt praktische Tipps, wie er seine beruflichen Ziele erreichen kann.

    Vorteile für Mentees und Mentor

    Mentees lernen dabei ihre eigenen Stärken und Schwächen besser kennen und haben die Möglichkeit, neue Ideen für ihre individuelle Berufsfindung zu entwickeln. Während sie Einblicke in die Strukturen der Berufswelt erhalten, können sie entsprechende Kontakte knüpfen.

    Der Mentorin oder dem Mentor selbst ist die Beziehung hilfreich, weil sie bzw. er, indem die firmeninterne Karriere des Mentees vorangetrieben wird, dafür sorgen kann, dass dieser an das Unternehmen gebunden wird. Für das eigene Unternehmen können so qualifizierte Kräfte aufgebaut und rekrutiert werden.

    Er oder sie erhält zudem Einblicke in die aktuelle Forschung, neue Impulse und Ideen vom akademischen Nachwuchs und kann Kontakte zu anderen Mentorinnen und Mentoren aufbauen sowie ihr oder sein eigenes Netzwerk erweitern.

    Gespräch zwischen Mentor und Schützling

    © FotolEdhar - Fotolia.com

     

    Hohe Anforderungen

    Das Mentoring-Programm ist ein zeitlich begrenzter Förderprozess. Die Kommunikation kann neben dem persönlichen Kontakt natürlich auch per
    E-Mail oder Telefon betrieben werden. Wichtig sind Verschwiegenheit und gegenseitiges Vertrauen.

    Die Mentorin oder der Mentor muss eine gute Kommunikationsfähigkeit und natürlich genügend Erfahrung besitzen. Das beinhaltet aber keineswegs unbedingt einen großen Altersunterschied, denn gerade wenn kurz zuvor dieselben Erfahrungen im selben Unternehmen gemacht wurden, können sie besonders gut vermittelt werden.

    Die oder der Mentee hat ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Sie bzw. er muss sich aktiv um die Teilnahme am Programm und die Beziehung zu seinem Mentor bemühen. Auch mehrere gleichzeitige Mentoringbeziehungen sind möglich. Damit sie sich nicht inhaltlich überschneiden, empfiehlt es sich, schon im Vorhinein jeweils klare Ziele zu setzen.

    Mentoring-Programme sind für Berufsanfängerinnen und -anfänger eine ideale Chance, unbefangen von der Erfahrung anderer zu profitieren. Sie kehrt in dieser Art niemals wieder, was für Sie persönlich bedeutet: Bekommst du die Gelegenheit an einem Mentoring-Programm teilzunhemen, nutze sie! Du kannst nur gewinnen.

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