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Wie wichtig ist Auslandserfahrung für deine Karriere?

Alle Welt spricht von „Auslandserfahrung“. Ohne sie scheint beruflich heutzutage niemand mehr wirklich erfolgreich werden zu können. Ist die viel beschworene Erfahrung fern von daheim wirklich unerlässlich?

Im Zuge der voranschreitenden Globalisierung und eines immer weiter zusammenwachsenden Europas richten sich Firmen vermehrt international aus. Sich nur auf Deutschland zu konzentrieren, können sich gerade größere Unternehmen nicht mehr leisten.

Bei einer Bewerbung um eine begehrte Stelle, hast du mit einem nachweisbaren Auslandsaufenthalt in jedem Fall hinsichtlich der Sprachkenntnisse einen erheblichen Vorteil gegenüber Bewerberinnen und Bewerbern, die die Fremdsprache nur im Inland erlernt haben. Darüber hinaus lässt dein Auslandsaufenthalt darauf schließen, dass du dich auf neue Lebensumstände sowie veränderte Arbeitssituationen einstellen kannst.

Hast du eine erfolgreiche Zeit im Ausland verbracht, können Personalleiterinnen und -leiter also zudem auf Selbstständigkeit, gesteigerte Teamfähigkeit und eine gute Portion Eigeninitiative schließen – Kompetenzen, die jedes Unternehmen sich von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünscht. Gesammelte Einblicke in die Kultur oder sogar die Geschäftswelt anderer Länder zählen darüber hinaus als weitere Pluspunkte.

Längere Auslandsaufenthalte bieten in jedem Fall eine ganze Reihe an Vorteilen, die dir nicht nur privat, sondern gerade auch für deinen beruflichen Werdegang zugute kommen. Studium, Praktikum, „Work & Travel“ oder eine Sprachreise – wir informieren dich über mehrere Möglichkeiten, eine erfolgreiche Zeit in der Ferne zu verbringen und dich auch sozial zu engagieren:

    Sprachreise

    Die Vorzüge einer Sprachreise

    Deine nächsten Semesterferien stehen bevor und du hast bisher noch keine Pläne? Wenn du dir rechtzeitig Gedanken um die Organisation von Nebenjob, Hausarbeiten und Co. machst, kannst du zusätzlich noch deine Fremdsprachenkenntnisse in Form einer Sprachreise aufbessern. Ein Auslandsaufenthalt im Land deiner Wahl bringt dir neben wertvollen Erfahrungen und Urlaubserinnerungen noch einen gewünschten Nebeneffekt: Die Erweiterung und Festigung deines Wortschatzes, den du am besten direkt vor Ort mit Muttersprachlern im täglichen Gespräch und im Sprachkurs gebrauchst. Mit deinen erworbenen Fremdsprachenkenntnissen kannst du im Studium und im späteren Bewerbungsverfahren potenzieller Arbeitgeber anschließend mit Sicherheit punkten.

    Sprachreise - Den Horizont erweitern

    © contrastwerkstatt - Fotolia.com

     

    Planung und Organisation

    Besonders wenn du ein Auslandssemester während deines Studiums planst, wäre es sinnvoll eine Sprachreise zur Vorbereitung für den Auslandsaufenthalt zu nutzen. Ein intensiver Sprachkurs stimmt dich auf dein Wunschland ein und erleichtert dir vor allem die Arbeit mit Fachliteratur, die dich im kommenden Semester in einer Fremdsprache erwartet. Wenn du deine Sprachreise selbst organisieren möchtest, bedeutet das, dass du Flug, Unterkunft und Sprachkurs im Voraus – ggf. getrennt – buchst. Du kommst in der Regel günstiger dabei weg, musst aber auch eine Menge Zeit investieren, um alle Informationen zusammen zu suchen und die günstigsten und passendsten Angebote für dich zu finden. Wie die Wohnsituation in deinem Wunschland ist, kann man auf die Entfernung schwer einschätzen. Doch oft gestaltet sich besonders die Wohnungssuche schwierig – nicht nur für Ausländer.

    Tipp: Kennst du einen Freund oder entfernten Bekannten, der bereits eine Sprachreise in deinem Traumland gemacht hat? Suche den Kontakt und informiere dich über seine Erfahrungen und bestehenden Kontakte im Ausland, die du vielleicht nutzen kannst.

    Sprachreise – organisieren lassen

    Eine andere Möglichkeit wäre die Planung in erfahrene Hände zu geben und sich für das Rund-um-sorglos-Paket einer seriösen Organisation zu entscheiden. Hier werden dir in der Regel Flug, Unterkunft und Sprachkurs zusammen angeboten. Dadurch ersparst du dir viel Arbeit, aber du musst mit mehr Kosten rechnen. Die Veranstalter haben meist jahrelange Erfahrung im Vermitteln von Sprachschülern und  organisieren dir je nach Wunsch ein Zimmer in einem Studentenwohnheim, ein WG-Zimmer oder einen Platz in einer Familie. Ein weiterer Vorteil: Du hast einen Ansprechpartner (vor Ort), der dir bei Schwierigkeiten weiterhilft.

    Tipp: In einer Gastfamilie wirst du mit deinen Sprachkenntnissen schnell Fortschritte machen. In der landestypischen Umgebung und im Familienalltag lernst du effektiver als beispielsweise in einem WG-Zimmer mit internationalen Mitbewohnern. Zudem gewinnst du nicht nur einen privaten Einblick in die jeweilige Kultur, sondern auch bereichernde Kontakte.  

    Kursprogramm und Freizeitaktivitäten

    Im Vorfeld kannst du festlegen, wie intensiv du die Sprache lernen willst und wirst  entsprechend deines Alters und deiner vorhandenen Sprachkenntnisse eingestuft. Schnell wirst du so Kontakte mit der gleichgesinnten Lerngruppe knüpfen können. Auch das Freizeitangebot kommt nicht zu kurz. Im Rahmen des Sprachkurses werden häufig Aktivitäten und Ausflüge angeboten, die dir dein Gastland, deren Bewohner und die Kultur näher bringen.

    Sprachreise - Knüpfe Kontakte!

    © Inmagine / Pixland

     

    Effektives Lernen vor Ort

    Immer und überall von der fremden Sprache umgeben zu sein, macht es um einiges leichter für dich, sie aufzusaugen und zu verinnerlichen. Während deines Aufenthaltes wirst du im alltäglichen Leben unentwegt damit konfrontiert. Nutze deine Zeit im Ausland auch, um Kontakte vor Ort zu knüpfen – über Facebook und andere soziale Netzwerke kannst du heutzutage ganz einfach in Verbindung bleiben. Insbesondere spezielle Redewendungen und die Alltagssprache kannst du im direkten Kontakt mit Einheimischen am authentischsten erleben.

    Informiere dich!

    Hier findest du eine Auswahl von Sprachreise-Anbietern. Darüber hinaus kannst du auf zwei Portalen verschiedene Organisationen und Veranstalter miteinander vergleichen und auch Erfahrungsberichte ehemaliger Sprachschüler zu einzelnen Anbietern finden:

    undefinedEF Education First bietet seinen Sprachschülern mit 41 Sprachschulen in 16 Ländern ein umfangreiches Lernangebot in aller Welt.

    undefinedSprachcaffe Sprachreisen hält ein umfassendes Kursangebot speziell für Studenten und junge Erwachsene bereit.

    Vergleichsportale:

    Auf undefinedsprachreisenvergleich.de und undefinedsprachreisen-test.de kannst du verschiedene Veranstalter miteinander vergleichen und so den passenden für dich herausfiltern.

    Soziales Projekt

    Erfahrungsbericht - Ein sechs-wöchiges Projekt in Myanmar

    Minglabar Myanmar – mit einem Lächeln durchs Leben

    Backpacking in Südostasien wird immer beliebter. Viele Orte sind von Menschen aus der ganzen Welt überlaufen. Ruhige Ecken werden vom Massentourismus erobert. Ist man etwas Besonderes weil man nach Südostasien reist? Schon lange nicht mehr. Meine Erfahrung in Asien war dennoch besonders, einzigartig und unbeschreiblich toll.

    Ich bin Katharina, bin 23 Jahre alt und selbst Mitglied bei AIESEC. Von September 2014 bis August 2015 war ich im Lokalkomitee Köln für den Bereich Marketing verantwortlich. Eine meiner Aufgaben war es Studierende zu werben, um mit AIESEC ein soziales Projekt im Ausland zu machen. Nach diesem Jahr wollte ich selbst erleben was es heißt sich auch im Ausland ehrenamtlich zu engagieren und eine AIESEC-Erfahrung zu machen. Daher entschied ich mich mein sechs-wöchiges Projekt in Myanmar zu machen.

    Erfahrungsbericht - Minglabar Myanmar
     

    Lange, weiße Sandstrände. Türkisblaues Meer. Grüne Wiesen. Hohe Berge. Goldene Spitzen und Menschen, die immer ein Lächeln auf den Lippen haben. Myanmar. Das goldene Land. Aber besonders ein Land mitten in einem großen Wandlungsprozess. 

    Auf der Suche nach einem  AIESEC-Projekt stieß ich bei meinen Recherchen und in Gesprächen mit Freunden und Bekannten oftmals auf das Land Myanmar. Als AIESEC Entität, genauso wie als entwickeltes Land steckt es noch in den Babyschuhen. Also genau das richtige, um seine Komfortzone zu verlassen und sich auf ein Abenteuer zu begeben. Ein Abenteuer, das nicht nur die Menschen mit denen ich zu tun hatte veränderte, das nicht nur Sichtweisen änderte sondern das auch mich veränderte.

    Sechs Wochen Myanmar bedeuteten für mich sechs Wochen eine fremde Kultur erleben, sechs Wochen Dinge tun, die ich mir in Deutschland niemals vorstellen könnte. Sechs Wochen meine Komfortzone verlassen und mich auf das Abenteuer Myanmar einlassen. Jeden Tag gab es Momente, die mich herausforderten. War es alleine mit dem Bus zu fahren, war es die Kommunikation mit nicht-englisch-sprechenden Einheimischen oder auch nur etwas zu Essen zu finden. Gemeinsam mit AIESECern aus den Philippinen, Sri Lanka und Kenia erlebte ich die burmesische Kultur. Tauchte ein in eine Kultur, die stark von ihrer Religion – dem Buddhismus- geprägt ist. Die Menschen sind sehr zurückhaltend aber unglaublich hilfsbereit und freundlich. Wenn ich verloren an einer Bushaltestelle stand dauerte es keine fünf Minuten und mir wurde Hilfe angeboten. Touristen gibt es im Vergleich zu den restlichen Ländern in Südostasien kaum. Daher war ich als weiße Frau eine große Attraktion und wurde regelrecht angestarrt. Die Freundlichkeit steht ihnen aber leider oftmals im Weg und so müssen eigene Bedürfnisse leider hinten anstehen. Eigene Meinungen werden nicht klar geäußert bzw. sind von Entscheidungsträgern vorgefertigt. Eine differenzierte Betrachtung von politischen, geschichtlichen oder alltäglichen Thematiken passiert selten.

    Im November startete mein Projekt in Yangon. Ich war Teil des Youth Empowerment Programms bei dem Universitätsstudierende zunächst drei Monate Englischunterricht bekommen und danach einen Monat Leadership-Unterricht. Ich war am Ende der Englischperiode da und stieß schon zu Beginn an meine Grenzen. Bildung – das ist ein Privileg. In Myanmar konnte ich hautnah erfahren wie unterschiedlich Bildungssysteme sind und auch leider wie schlecht die Bildung dort ist. Meine Schüler lernten alle mehrere Jahre Englisch in ihrer Schulzeit. Viel ist davon allerdings nicht hängen geblieben. Nun gut ich arrangierte mich mit meinen Schülern, bereitete Unterricht vor und erlebte den einen oder anderen Glücksmoment mit meinen kleinen Schäfchen.

    Durch das Arbeiten und Sprechen mit Einheimischen lernte ich die echte, die pure Schönheit des Landes kennen. Entdeckte aber auch die kleinen Ecken und Kanten die wohl jede Kultur mit sich bringt. So wie die burmesische Kultur hatte ich zuvor keine Kultur, außer meiner eigenen, kennengelernt. 

    AIESEC-Bericht - Projekt in Mayanmar
     

    Zurück in Deutschland denke ich oft an meine Zeit in Myanmar zurück. Trotz der wenigen Mittel, die die Menschen haben lächeln sie. Sie genießen die kleinen Momente und stehen dem Leben positiv gegenüber. Wandel ist etwas Positives und sie heißen ihn willkommen. Mir stellt sich die Frage, ob in einer weit entwickelten Gesellschaft manchmal die Leichtigkeit und Freude fehlt? Ob wir so stark auf uns selbst fokussiert sind, dass wir mit starrem Blick durch das Leben gehen und die  echte, die pure Schönheit unsere Kultur gar nicht mehr erkennen können? Rücken die Ecken und Kanten in einer Kultur wie der unseren in den Vordergrund und werden unsere Sinne durch gesellschaftliche Erwartungen, Normen und Regeln vernebelt?

    Was bedeutet das für meine Zukunft? Besonders jetzt. Eine Zeit in der die politischen Entwicklungen in Deutschland und Europa beängstigend sind, wird es wichtig fremde Kulturen wertzuschätzen. Ich wünsche mir eine Diversität der verschiedenen Ethnien. Eine Gesellschaft die keine Grenzen kennt und eine Welt in der man überall zuhause sein kann. In Myanmar wurde ich so freundlich empfangen wie selten zuvor.  Ich, als Fremde, fühlte mich immer willkommen. Warum können Fremde in Deutschland nicht genauso behandelt werden? Warum gibt es immer noch das starre Konstrukt von vorgefertigten Kulturen, die sich nicht mischen dürfen? Ich persönlich habe eine Vision, eine Vision von einem besseren Leben und bessere Perspektiven für Menschen auf der ganzen Welt. Ich kämpfe für meine Überzeugungen und setze mich für ein besseres Leben weltweit ein. Durch meinen Auslandsaufenthalt in Myanmar wurde mir klar, wie wichtig es ist, nicht nur große Reden zu schwingen, sondern sich für seine Ziele und Überzeugungen einzusetzen. 


    Dieser Erfahrungsbericht wurde von AIESEC zur Verfügung gestellt.

    Work & Travel

    Work & Travel

    Beim Work & Travel ist der Name Programm: Arbeiten und Reisen im Wunschland ist für junge Leute im Alter von 18-30 Jahren mittels eines so genannten Working Holiday Visums möglich.

    Diese Reiseart erfreut sich steigender Beliebtheit bei den jungen Erwachsenen. Im Gegensatz zu anderen Auslandsprogrammen sind die Reisenden an keinen festen Ort gebunden. Sie können Land und Leute für eine Zeitspanne von maximal einem Jahr mit all seinen Eigenarten flexibel erkunden und in die fremde Kultur eintauchen. Statt die jeweiligen Destinationen als Tourist kennen zu lernen, sammeln die Teilnehmer ihre Erfahrungen anhand von alltäglichen Situationen und verbessern nebenbei ihre Sprachkenntnisse.  

    Anders als im Auslandsstudium darf und soll bei einem Work&Travel-Programm gearbeitet werden. Der Reisende hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und finanziert dadurch seine Weiterreise.

    Jedoch müssen bestimmte Vorgaben bezüglich Länge der Arbeit und Tätigkeitsbereich eingehalten werden. Mit einem Working Holiday Visum darf nicht jede Arbeit ausgeübt werden. Oftmals sind die Jobs eingeschränkt auf Saison- & Farmarbeit, Servicetätigkeiten in Cafés, Restaurants & Hotels oder Au Pair. Die Dauer der Arbeitszeiten ist ebenfalls begrenzt. Außerdem beliebt ist es, kleinere Arbeiten unentgeltlich gegen Kost und Logis zu erledigen.  

    Die beliebtesten Destinationen für ein Work&Travel-Programm sind Australien, Neuseeland und Kanada. Die teilnehmenden Länder sind in manchen Bereichen aufgrund von mangelnden Arbeitskräften sogar auf die so genannten „Working Holiday Maker“ angewiesen. Das verdiente Geld bleibt meist im Land selbst, da es für weiteres Reisen ausgegeben wird.

    Quelle: undefinedWork & Travel bei Travel’n‘Work (08/2012)

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