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Praktikum – Verdienst du, was du verdienst?

Praktische Erfahrungen sind in jeder Branche bei Berufseinsteigern erwünscht - in einigen sogar ein Muss. In vielen Studiengängen gehören Pflichtpraktika außerdem zur Studienordnung. Von einem Praktikum profitieren beide Seiten: Angehende Absolventen lernen die Prozesse in der Arbeitswelt kennen und können ihr theoretisches Wissen in der Praxis anwenden. Unternehmen wiederum erhalten Unterstützung. Nicht selten sind Praktikanten unentbehrliche Helfer bei vielen Projekten.

Was Praktikanten verdienen

© contrastwerkstatt - Fotolia.com

Mindestlohn für Praktikanten

Seit dem 1.1.2015 gilt - auch für einen großen Teil der Praktikanten - der gesetzliche Mindestlohn in Höhe von 8,50 € pro Stunde. Bei einer 38-Stunden-Woche kommt man so auf 1.400 € brutto pro Monat. Das ist viel - verglichen vor allem mit dem durchschnittlichen Praktikumsgehalt, das noch vor dem Inkrafttreten des Gesetzes gezahlt wurde. Dieses lag laut dem CLEVIS Praktikantenspiegel 2015 bei ca. 771 € pro Monat.

Doch nicht alle Praktikanten können von diesen neuen Regelungen profitieren. Vom Mindestlohn ausgenommen sind:

  • Pflichtpraktika im Rahmen von Schule, Ausbildung oder Studium
  • Freiwillige Praktika bis zu drei Monaten
  • Einstiegsqualifizierungen nach § 54 a des Dritten Sozialgesetzbuches
  • Praxisphasen während eines dualen Studiums

Du bekommst den Mindestlohn, wenn du...

  • mindestens 18 Jahre alt bist,
  • ein freiwilliges Praktikum begleitend zu Studium oder Ausbildung oder zur Orientierung bei der Berufs- und Studienwahl absolvierst
  • und dieses Praktikum länger als 3 Monate dauert.

Quelle und weitere Informationen: undefinedIHK-Praktikumsportal

Sozialabgaben und Steuern im Praktikum

Ob du als Praktikantin oder Praktikant von deinem Gehalt in die Sozialversicherung einzahlen musst, hängt von der Art des Praktikums ab.

Handelt es sich um ein Pflichtpraktikum (eines, das in der Studienordnung vorgesehen ist), sind keine Sozialabgaben zu zahlen. Verdienst du jedoch mehr als 400 Euro monatlich, wirst du nicht mehr kostenlos bei der Familie mit krankenversichert und musst dich selbst versichern.

Ein freiwilliges Praktikum dagegen wird wie ein normales Arbeitsverhältnis behandelt, es gelten die gleichen Regeln wie für jobbende Studierende.

Absolvierst du das Praktikum in den Semesterferien, muss nicht in die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung eingezahlt werden. Allerdings ist die Rentenversicherung fällig, wenn dein Verdienst mehr als 400 Euro monatlich beträgt.

Findet das Praktikum während des Semesters statt und dauert länger als zwei Monate, in denen mehr als 20 Stunden pro Woche gearbeitet wird, müssen Abgaben in Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung gezahlt werden.

04/2015

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