trendence Graduate Barometer Europe

Neben der nationalen Studienreihe führt das trendence Institut auch die gesamteuropäische Studie trendence Graduate Barometer Europe durch. An der Umfrage, die zwischen November 2013 und März 2014 durchgeführt wurde, beteiligten sich über 300.000 Studierende von mehr als 900 Hochschulen in 24 europäischen Ländern. Sie gaben Auskunft über ihre Erwartungen und Pläne bezüglich des Berufseinstiegs sowie über ihre beliebtesten Arbeitgeber. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

Deutsche Unternehmen drängen an die Spitze

Auch 2014 kann sich der Suchmaschinenriese Google auf Platz eins der beliebtesten Arbeitgeber behaupten, doch Volkswagen ist ihm auf den Fersen: in diesem Jahr klettert der Konzern auch bei europäischen Studierenden und Absolventen der Wirtschaftswissenschaften auf Platz zwei der Rangliste. BMW konnte ebenfalls Punkte gutmachen und rückt von Rang 9 auf Rang 5 der Beliebtheitsskala. „Deutsche Unternehmen werden bei den europäischen Studierenden immer beliebter“, sagt Jörn Klick, trendence Experte im Employer Branding, und bezieht sich darauf, dass auch Firmen wie BASF und Siemens sich 2014 deutlich verbessern konnten (118 auf 66 bzw. 44 auf 31 im Bereich Business).

Abstieg der Banken geht weiter

Erneuter Verlierer sind in diesem Jahr wieder die Banken. Neben massivem Stellenabbau im Zuge der Wirtschaftskrise, ist auch die mangelnde Balance zwischen Arbeit- und Privatleben verantwortlich für den Negativtrend der Branche. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich hingegen Europas Medienhäuser. trendence Geschäftsführer Holger Koch begründet dies mit der Digitalisierung der Unternehmen, welche den Absolventen neue und spannende Aufgabenfelder bietet.

Europas Jugend ist mobil wie nie

Im Durchschnitt gaben 70 Prozent der Befragten an, für einen attraktiven Arbeitsplatz ihr Land zu verlassen. Besonders in Südeuropa waren junge Menschen dieser Möglichkeit eher zugetan. Das spricht u.a. auch für die steigende Attraktivität deutscher Arbeitgeber. Während seit 5 Jahren stetig mehr Absolventen bereitwillig für die Arbeit ins Ausland umziehen würden, sinkt dieser Trend bei deutschen Studierenden deutlich. Bei einer vergleichsweise guten Wirtschaftslage bleiben sie, sowie ihre Altersgenossen aus Österreich und der Schweiz, lieber in der Heimat.

Gehaltserwartungen legen wieder zu

Insgesamt in Europa steigen die Vorstellungen vom Einstiegsgehalt wieder fast auf Vorkrisenniveau. Besonders angehende Wirtschaftsabsolventen erwarten heute 6 Prozent mehr Geld als 2013 (von 21.700 Euro brutto/Jahr auf 27.600 Euro). Auch bei den Ingenieuren und IT-Fachleuten sind die Ansprüche leicht angestiegen (durchschnittlich um 0,7 Prozent). In allen Bereichen bleiben die Unterschiede jedoch gewaltig: während Wirtschaftswissenschaftler aus der Schweiz zum Einstieg mit über 66.000 Euro Jahreseinkommen rechnen, sind polnische Betriebswirte bereits mit knapp unter 10.000 Euro zufrieden.


Europas Top-Arbeitgeber

Das europäische Ranking (Europe's 500) stellt die Favoriten der europäischen Studierenden insgesamt dar:

Top-Arbeitgeber Business Edition

Rang Arbeitgeber %
1 Google 9,10%
2 Volkswagen 5,43%
3 Apple 4,98%
4 PwC 4,96%
5 BMW Group 4,59%
6 Ernst & Young (EY) 4,52%
7 KPMG 4,26%
8 Deloitte 3,96%
9 L'Oréal 3,87%
10 European Comission 3,79%

undefinedzu den 500 Top-Arbeitgebern der europäischen Business Edition

Top-Arbeitgeber Engineering/IT Edition

Rang Arbeitgeber %
1 Google 13,17%
2 Volkswagen 7,52%
3 MICROSOFT 6,57%
4 BMW Group 6,44%
5 Apple 5,70%
6 Siemens 4,44%
7 IBM 3,91%
8 EADS 3,87%
9 Bosch 3,32%
10 Bayer 3,04%

undefinedzu den 500 Top-Arbeitgebern der europäischen Engineering/IT Edition

trendence Graduate Barometer Europe

Wusstest du, dass...

… unter den 25 besten Aufsteigern im Ranking der Wirtschaftsstudenten rund die Hälfte aus Deutschland kommt?

30,1% der deutschen Nachwuchsbetriebswirte auch für ein Unternehmen mit schlechtem Image arbeiten würden, wenn das Gehalt stimmt?

…nur jeder zweite griechische Studierende daran glaubt, später den Lebensstandard seiner Eltern zu erreichen, während es in Dänemark um die 94% sind?


Deutschlands Top-Arbeitgeber

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Bilfinger Brose Capgemini CLAAS Daimler DEKRA
Deutsche Bundesbank dm Dräger ENERCON
Evonik Fresenius Hella IBM Jenoptik KPMG
Krones Kühne + Nagel Lidl MAN Porsche ProSiebenSat.1 Media
PwC Roche Shell Software AG
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