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Covering Letter im Detail

Für eine englische Bewerbung wird in der Regel nur ein Anschreiben (Covering Letter oder Cover Letter) und ein Lebenslauf (Curriculum Vitae oder Resume) benötigt. Da Foto oder entsprechende Zeugnisse nicht gefordert werden, musst du mit deinem Covering Letter und CV überzeugen. Ebenso wie bei einer deutschen Bewerbung müssen die Anforderungen des Unternehmens mit deinen Interessen, Qualifikationen und Fähigkeiten übereinstimmen. Dies entsprechend in einer Bewerbung erfolgreich zu vermitteln, ist besonders in einer Fremdsprache schwierig.

Britisches understatement passt nicht immer

Insbesondere bei der Selbstdarstellung im Covering Letter gibt es zwischen den Ländern deutliche Unterschiede. Während in Großbritannien oder Irland eine zurückhaltende Art besser ankommt, wirst du damit in den USA nicht punkten können. Unter Extended Truth, also der „erweiterten Wahrheit“, wird die Bewerbungsstrategie zusammengefasst, bei der es zum Einsatz von wohlkalkulierten Übertreibungen kommt, die im angloamerikanischen Raum weit verbreitet ist. Das heißt nicht, dass du deinen Covering Letter mit plumpen Lügen versehen sollst. Überlege jedoch genau, wie sich ein Ferienjob oder eine andere getätigte Arbeit ins beste Licht rücken lässt.

Bewerben auf Englisch
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Andere Länder, andere Abschlüsse

Zwar wurden mit der Bologna-Reform einheitliche europäische Abschlüsse auf der Basis von Bachelor und Master vorgesehen, für Diplom- oder Magisterabschlüsse stellt sich jedoch die Frage der Übersetzung. Ebenso verhält es sich mit den Schulabschlüssen und Ausbildungs- und Berufsbezeichnungen. Auch hier gibt es zahlreiche Unterschiede in den Ländern. Kein Wunder, da es beispielsweise in den USA ein anderes Schul- und Ausbildungssystem gibt. Während sich das deutsche Abitur mit dem britisch/irischen A-level gleichsetzen lässt, entspricht das Abitur in den USA ungefähr dem High School Diploma. Hier findest du eine Übersicht über die amerikanischen undefinedStudienabschlüssen und undefinedPositionsübersetzungen.

Ein weiterer Unterschied bei einer Bewerbung im angloamerikanischen Raum: Im Resume werden nur „A“-Noten (Sehr gut) und mitunter „B“-Noten (Gut) angegeben. Auf die Angabe von schlechteren Noten sollte also verzichtet werden. Falls du mit den unterschiedlichen Bewertungen nichts anfangen kannst, hilft dir diese Übersicht undefinedhier weiter.

Der Aufbau eines Covering Letters

Der Covering Letter ist das erste, was ein Personaler von dir zu Gesicht bekommt. Daher sollte das Anschreiben individuell auf die angestrebte Stelle angepasst und gleichzeitig möglichst knapp formuliert werden. Für alle, denen das Verfassen von zusammenhängenden Texten in formvollendetem Englisch schnell zur Qual wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten das Anschreiben kompetent und professionell zu verfassen.

Über ein persönliches Sondierungstelefonat solltest du zunächst den Ansprechpartner und die gewünschte Bewerbungsform (E-Mail oder per Post) herausfinden. Auch im angloamerikanischen Raum sind E-Mail-Bewerbungen die Regel.

Achte beim Verfassen des Covering Letters darauf, die Länge von einer DIN A4-Seite nicht zu überschreiten. Wie bei einem deutschen Anschreiben folgt nach deiner Anschrift das Datum, welches je nach Geschmack rechts- oder linksbündig positioniert werden kann. Bei der Schreibweise gibt es wieder Unterschiede in den einzelnen Ländern. In Großbritannien wird das Datum als Tag/Monat/Jahr und in den USA in der Regel als Monat/Tag/Jahr ausgeschrieben. Auf die Angabe des Ortes der Absendung wird weitestgehend verzichtet.

Wie im Deutschen erfolgt die Anrede mit „Sehr geehrter Herr“ oder „Sehr geehrte Frau“ folglich also mit „Dear Mr.“ oder „Dear Mrs.“. Bist du nicht sicher, ob die angesprochene weibliche Person verheiratet ist, kann das unverfängliche „Dear Ms.“ eingesetzt werden. Diese Anrede ist auch im britischen, asiatischen und australischen Raum die gängige Methode.

Covering Letter - kurz und individuell

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Individuell und nicht zu lang

In deinem Bewerbungstext solltest du auf deine Person und deine Fähigkeiten möglichst kurz und individuell aufmerksam machen. Für einen geeigneten Einstieg empfiehlt sich ein Verweis auf die Stellenanzeige oder ein bereits geführtes Telefonat: „I read your advertisement in The Guardian and would like to apply for the position of International Sales Executive“.

Im Hauptteil folgt eine Vorstellung deiner Fähigkeiten, Qualifikationen und schon Erreichtes: „During several internships I gained valuable experience in a number of areas, such as:…“ Gehe dabei auf das Qualifikationsprofil der Stellenanzeige ein und zeige in knappen Worten dein Interesse an der spezifischen Position. Im Schluss kannst du deine Soft Skills und deine Leistungsbereitschaft nochmals erwähnen und weitere relevante Fakten, wie Angaben zur Kontaktaufnahme hinzufügen: „Please call or e-mail me if you have any questions. I am looking forward to speaking to you soon“.

Vergiss nicht mit „Enc:“ (Enclosure) zu erwähnen, dass eine – dein CV – oder auch mehrere „Encs:“ (Enclosures) Anlagen beigefügt sind.

Quelle: Schürmann/Mullins „Weltweit bewerben auf Englisch“, Stark Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, ISBN 978-3-86668-468-3

geschrieben von Christian Gora ( 04/2014 )

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