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Lebenslauf – Dein Werdegang auf einen Blick

    Lebenslauf

    Was gehört in den Lebenslauf?

    Der tabellarische Lebenslauf ist eine klare Übersicht deines Werdegangs und wird thematisch und meist chronologisch angelegt. Wenn du bereits viel Berufserfahrung gesammelt hast, kannst du deine beruflichen Meilensteine auch antichronologisch darstellen, d.h. deine letzte Tätigkeit zuerst aufführen. Ob du ledig, verheiratet oder geschieden bist, muss im Lebenslauf nicht angeben werden.

    Der Lebenslauf kann beispielsweise in folgende Bereiche aufgeteilt werden:

    • Schul- und Berufsausbildung
    • Studium
    • Weiterbildung
    • Seminare und Praktika
    • Berufserfahrung
    • Besondere Kenntnisse (Sprachkenntnisse, Computererfahrung, Engagement, Sonstiges)

    Der Lebenslauf sollte ein bis zwei Seiten umfassen und abschließend das Datum und deine Unterschrift beinhalten.  

    Beim Foto auf Qualität setzen

    Das Foto als Bestandteil des Lebenslaufes ist ein umstrittenes Thema. Es liegt in deinem eigenen Ermessen, ob du ein Foto mitschickst oder nicht. Wenn du dich dafür entscheidest, investiere in ein professionelles Foto-Shooting. Solche Fotos machen einen wesentlich besseren Eindruck, als veraltete Aufnahmen. Auf keinen Fall solltest du Urlaubsbilder o.ä. nehmen, auf denen du womöglich wenig „businesslike“ gekleidet bist. Denn mit einem unprofessionellen Bild kannst du deine Chancen auf den Arbeitsplatz schnell schmälern. 

    Absolutes No-Go: 
    Den Lebenslauf verfälschen! Spätestens im Bewerbungsgespräch fällt dir die Lüge auf die Füße. Tue dir diese Peinlichkeit nicht an und überzeuge mit deinem Charakter und deinen Fähigkeiten!

    Lücke im Lebenslauf

    Wie gehe ich mit Lücken im Lebenslauf um?

    Ziel des Lebenslaufes ist es, deinen beruflichen Werdegang lückenlos und nachvollziehbar aufzuzeigen. Eine Aufgabenstellung, der man oftmals gar nicht so einfach gerecht wird. Aus verschiedensten Gründen können leicht mehrere Monate ohne Tätigkeit entstehen, doch solche Lücken im Lebenslauf sind heute keine Seltenheit mehr und mit einem souveränen Umgang sind sie auch meist wenig dramatisch.

    Von einer Lücke spricht man generell ab dem dritten Monat, alles was kürzer ist, ist wenig relevant. Zudem kann der Zeitpunkt der Lücke auch Einfluss auf die Gewichtung ausüben. So verzeiht man Absolventen eher eine längere Jobsuche als Berufserfahrenen.

    Die oberste Regel bei der gesamten Bewerbung lautet: Nicht lügen! Sollte die Lüge nämlich auffliegen, gerät man in Erklärungsnot und hinterlässt nur einen schlechten Eindruck. Auch Taktiken zur Vertuschung sind weitläufig bekannt und wecken eher das Interesse der Personaler. Deshalb sollten du nicht nur die Jahreszahlen, sondern zusätzlich die Monate angeben.

    Mit Lücken im Lebenslauf richtig umgehen
     

    Gründe für eine Lücke und der Umgang damit

    Häufig hat beim Thema Arbeitslosigkeit bereits die Wortwahl einen Einfluss auf die Wertung bestimmter Ereignisse. Durch Begriffe wie arbeits- oder stellensuchend nimmst du eine aktive Rolle ein und erscheinst engagierter, als wenn du dich als arbeitslos beschreibst. Bei lange andauernder Jobsuche kann auch eine Umschreibung wie „berufliche Neuorientierung“ verwendet werden. Nutze dies aber nicht nur als Phrase, sondern überlege dir plausible Antworten falls beim Bewerbungsgespräch nachgefragt wird. Bei akuter Arbeitslosigkeit bietet es sich zudem an, den Lebenslauf chronologisch zu gliedern und dadurch das Hauptaugenmerk auf Berufserfahrung und Ausbildung zu lenken.

    Bei langer Krankheit oder der Pflege eines Angehörigen sind keine ausschweifenden Erklärungen notwendig und meist auch nicht gewollt. Im Lebenslauf gibst du dies wie folgt an „03/2013–11/2013 - Erkrankung / Pflege eines Angehörigen“. Benennen musst du die Krankheit nur wenn dadurch eine Gefährdung anderer Personen möglich ist, beispielsweise bei ansteckenden Krankheiten. Es schadet zudem auch nicht anzumerken, dass die Erkrankung auskuriert ist. So kannst im Anschreiben oder im Bewerbungsgespräch darauf hinweisen, dass du wieder voll einsatzfähig bist und die Krankheit überwunden ist.

    Generell sollte die Elternzeit im Lebenslauf zu keinen Benachteiligungen führen, egal ob Mütter oder Väter diese in Anspruch nehmen. Achte aber auch hier auf die Wortwahl. Begriffe wie Babypause klingen eher nach Urlaub und Freizeit und bagatellisieren Herausforderungen und Verantwortungsübernahme. Besser eignen sich Bezeichnungen wie Erziehungszeit, Familien- oder Erziehungsarbeit.

    Lücken unbedingt sinnvoll füllen

    Nicht immer findet sich der neue Traumjob so schnell wie man es sich wünscht. Überlege dir deshalb am besten immer einen Plan B, mit dem du die entstehende Lücke sinnvoll füllen kannst. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Weiterbildung, Selbststudium, Praktika oder Sprach- und Bildungsreise. So bieten zum Beispiel Volkshochschulen und die Agentur für Arbeit verschiedenste Kurse, durch die aus dem eigentlichen Makel mitunter ein Vorteil werden kann. Denn so zeigst du Engagement und lässt dich von der Situation nicht unterkriegen – Personalverantwortliche honorieren dies.

    geschrieben von Katharina Meier ( 06/2015 )

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