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Anschreiben – Rücke dich ins beste Licht

Ein prägnantes Bewerbungsanschreiben ist die halbe Miete. Finde zunächst heraus, wer dein direkter Ansprechpartner ist. Die unpersönliche Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ macht sich nicht sonderlich gut, zumal, oft schon auf den ersten Blick ersichtlich ist – via Internet oder auch telefonisch in den meisten Fällen herausfindbar – an wen die Bewerbung gerichtet werden muss.

Der nächste Schritt: Finde den richtigen Einstieg! Standardfloskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich...“ oder „Ich interessiere mich sehr…“ sind längst überholt. Verwende beispielsweise Sätze wie „In Ihrer Anzeige beschreiben Sie einen Arbeitsbereich, der meinen Fähigkeiten voll entspricht.“ oder „Sie suchen … und ich biete …“ Stelle in deinem Schreiben einleitend einen individuellen Bezug zum Unternehmen und der Position her. Frage dich selbst „Warum bin ich an der Position interessiert?“. Traue dich und sei ruhig forsch. Personaler freuen sich, keine Standardbewerbungen lesen zu müssen. Dennoch gilt: Finde einen guten Mittelweg dein aufrichtiges Interesse zu bekunden!

Die richtigen Formulierungen fürs Anschreiben finden

© Antonioguillem - Fotolia.com

Mit Kompetenzen überzeugen

Ein Anschreiben – das gilt genauso für den Lebenslauf – sollte nicht zu überladen sein. Hier ist es wichtig, deine persönlichen und fachlichen Kompetenzen überzeugend darzustellen. Plane für das Anschreiben maximal eine Seite ein. Achte außerdem darauf, deine Kompetenzen nicht einfach aufzuzählen ("Ich bin teamfähig, belastbar und zuverlässig"), sondern deine Fähigkeiten anhand konkreter Beispiele zu untermauern. Das Anschreiben ist kein ausformulierter Lebenslauf! Es soll einen Mehrwert zum Lebenslauf bieten und dazu dienen, das Interesse des Personalers zu wecken und beschreibt deshalb lediglich deine Motivation und Qualifikation für den Job. 

Dabei sind sich Unternehmen einig, welche Kompetenzen der ideale Bewerber mitbringen sollte. Bei einer Umfrage des trendence Instituts unter Deutschlands Top-Arbeitgebern zählten Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Eigeninitiative zu den meistgenannten Soft Skills (Stand 2015). Weniger gefragt seien dagegen die Fähigkeit zur Kritik, Stressresistenz und Kostenbewusstsein, auf den letzten Plätzen rangieren Eigenschaften wie risikobereit, pünktlich und intuitiv. 

Teamgeist statt Einzelkämpfer – das zählt für 71% der befragten Unternehmen zur Schlüsselqualifikation, die Studierende und Absolventen unbedingt mitbringen sollten. Dabei geht es weniger darum, sich der Meinung anderer unterzuordnen oder stets in Harmonie miteinander zu arbeiten, als vielmehr um ein konstruktives Hand-in-Hand und das fruchtbare Einbringen eigener Ideen und Meinungen.  

Um erfolgreich im Team zu arbeiten, sind andere Soft Skills eng damit verbunden, u.a. Kommunikationsfähigkeit, die 68% der Unternehmen als unbedingt erforderlich nennen. Eine "Plaudertasche" zu sein ist dabei allerdings weniger erstrebenswert als Meinungen und Ideen auszutauschen und verständlich zu formulieren sowie Konflikte direkt anzusprechen. Auch Eigeninitiative, d.h. proaktives und vorausschauendes Arbeiten, wird in 65% der befragten Unternehmen großgeschrieben. 

Was sich Unternehmen von Bewerbern wünschen

Quelle: trendence Institut

Formuliere selbstbewusst

Vermeide möglichst den Konjunktiv und damit Sätze wie „Ich hoffe sehr, dass Ihnen mein Profil zusagt und würde mich über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freuen.“ Zwar wirken solche Formulierungen höflich, andere Ausdrücke zeugen jedoch von mehr Selbstbewusstsein und wirken sicherer: „Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören und stelle mich gerne persönlich vor.“

Wenn in einer Stellenausschreibung explizit nach deiner Gehaltsvorstellung und dem frühestmöglichen Einstiegstermin gefragt wird, sollten diese Angaben im Anschreiben auf gar keinen Fall fehlen. Das Gehalt wird dabei als Brutto-Jahreseinkommen angegeben. Zum Schluss rundest du das Anschreiben mit deiner Unterschrift (bei Online-Bewerbungen am besten als eingescannte Signatur) ab.

Tipp: 
Bei jeder einzelnen Bewerbung ist es erforderlich, dass du dein Anschreiben umformulierst und anpasst. Ein Standardanschreiben à la Copy-and-paste, dem es an jeglichem individuellen Interesse mangelt, ist ein absolutes K.o.-Kriterium.

08/2016

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