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Einstellungstests meistern

Oft ist nicht mehr allein der positive Verlauf des Vorstellungsgesprächs entscheidend dafür, ob ein Bewerber die begehrte Stelle erhält, sondern auch das Abschneiden im Einstellungstest. Der Arbeitgeber möchte sich damit vor allem einen Eindruck verschaffen, ob die Fähigkeiten und Kompetenzen des Bewerbers den Anforderungen der Stelle gewachsen sind.

Über den Tellerrand hinaus denken

In der Regel geht es dabei nicht um berufsspezifische Fachkenntnisse. Meist werden das Allgemeinwissen, logisches Denkvermögen und der Umgang mit Zahlen sowie die Beherrschung der deutschen Sprache geprüft. Die nötige Gelassenheit dafür erreichst du am besten, wenn du weißt, was auf dich zukommt!

    IQ-Test

    Was ist Intelligenz?

    Darüber scheiden sich die Geister. Daher gibt es auch unterschiedliche Instrumente zur Messung des sogenannten Intelligenzquotienten (IQ). Man kann davon ausgehen, dass Fähigkeiten in so unterschiedlichen Bereichen wie logisches Denken, Abstraktionsvermögen, Allgemeinwissen sowie sprachliche Kompetenz überprüft werden. Untersucht wird beispielsweise die verbale Kompetenz durch Satzergänzung und Analogienbildung, die numerische Kompetenz durch Lösung von Rechenaufgaben und Bildung von Zahlenreihen sowie die figurale Kompetenz durch Figurenauswahl, Würfelaufgaben und Matrizen. Aber auch die Merkfähigkeit und das schlussfolgernde Denken werden oft näher unter die Lupe genommen.

    Klar ist, dass selbst ausgeklügelte Tests nicht in der Lage sind, menschliche Intelligenz in all ihren Facetten abzubilden. Die meisten Tests erheben darauf auch keinen Anspruch, sondern beschränken die Messung auf ganz bestimmte Ausschnitte und Aspekte von Intelligenz. Trotzdem ist die Vorhersagekraft der Ergebniswerte von IQ-Tests im Vergleich zu den weitaus stärker umstrittenen Persönlichkeitstests gar nicht so schlecht, zumindest für den oberen und unteren Bereich lässt sich ein valider Zusammenhang für den beruflichen Erfolg durchaus begründen.

    IQ-Test - wie schlau bist du?

    © lassedesignen - Fotolia.com

     

    Intelligenztests sind nicht selten Bestandteil von Assessment CenternAssessment Center sind vom Prinzip her schon absichtlich erzeugte Stresssituationen, in denen die mentale Belastbarkeit der Kandidaten geprüft wird. Unvorbereitet einen IQ-Test meistern zu wollen empfiehlt sich daher nicht. Aber keine Panik, in der Literatur und im Netz findet man eine Fülle von Möglichkeiten, sich auf das Aufgabenspektrum vorzubereiten. Im Folgenden haben wir einige Tipps und Empfehlungen zusammengestellt:

    mensa.de
    Hier findest du einen kostenlosen Online-IQ-Test auf der Seite von Mensa in Deutschland e. V., dem Verein für Hochbegabte. Der Test listet allerdings nur die Anzahl der richtigen Antworten auf und berechnet kein Ergebnis. Wenn du an einem wissenschaftlichen IQ-Test interessiert sind, kannst du dich auf folgender Seite zu einem 90-minütigen Test in verschiedenen Städten anmelden.
    undefinedwww.mensa.de

    focus.de
    Mit 70 Aufgaben bestimmt der Intelligenztest des Diplompsychologen Wolfgang Reichel den IQ annähernd genau. Teste auf folgender Seite, in ca. 40 Minuten, wie schlau du bist.
    undefinedwww.focus.de

    Persönlichkeitstest

    Einblicke in die Persönlichkeit

    Persönlichkeitstests versuchen im Vorfeld der Bewerberauswahl unter Hinzuziehung psychologischer Methoden den Probanden näher zu durchleuchten. Der Arbeitgeber versucht damit herauszufinden, wie motiviert jemand bestimmte Alltagssituationen bewältigt und wie emotional er auf bestimmte Konfrontationen reagiert. Ziel ist es, mit den Ergebnissen möglichst objektive Aussagen über die Eignung für eine bestimmte Position zu treffen.

    Dabei gibt es eine ganze Reihe mehr oder minder fundierter und seriöser Tests, die sich vor allem methodisch unterscheiden. Bei einer statistisch-standardisierten Auswertung der Ergebnisse, werden systematisch aufgebaute Fragebögen, bei denen die Antworten angekreuzt- oder auf bestimmten Skalen ausgewählt werden, standarisiert ausgewertet. Auf der anderen Seite, kann die Einstufung der Antworten auch ganz von der subjektiven Interpretation des Auswertenden abhängen. Aus dieser Kategorie bekannt und umstritten ist sicherlich der Rohrschachttest, bei dem aus Assoziationen über einen „Tintenklecks“ versucht wird, bestimmte Schlussfolgerungen über die Persönlichkeitsstruktur zu ziehen.

    Persönlichkeitstests durchleuchten den Bewerber

    © Octus - Fotolia.com

     

    Weit verbreitet, vor allem auch im berufsdiagnostischen Bereich, und wissenschaftlich anerkannt, sind beispielsweise das INSIGHTS Discovery® Präferenz Profil, das DISG®-Persönlichkeitsprofil, der Myers-Briggs-Typenindikator und das Hermann-Dominanz-Instrument (H. D. I.®). Die meisten Tests basieren auf Systemen von unterschiedlichen Persönlichkeitsprofilen. Diese sind in der Regel weitaus komplexer, als es oberflächlich erscheinen mag, da nicht davon ausgegangen wird, dass Menschen reinen "Typen" entsprechen, sondern dass sich in ihrer Persönlichkeit unterschiedliche Anlagen mischen.

    Die Kunst besteht darin, den jeweiligen Anteil zu bestimmen. Der Nutzen solcher Tests – neben der Erkenntnis und dem Verständnis für unterschiedliche Arbeitsstile und Herangehensweisen an Aufgaben – ist eine Verbesserung des sogenannten "Fitting". Das Zusammenspiel in einzelnen Teams kann damit verbessert- und die allgemeine Arbeitsleistung gesteigert werden.

    Der Begriff "Test" ist daher letztlich irreführend, schließlich geht es nicht darum, irgendwie "gut" abzuschneiden. Vielmehr soll durch unterschiedliche Fragen und Übungen ein möglichst objektives Bild einer Person zustande kommen. Ob das nun letzten Endes gelingt oder nicht, für den Einzelnen können seriöse Tests für die persönliche Selbsterkenntnis auf alle Fälle sehr aufschlussreich sein. Sie dienen als Denkanstoß, aber nicht als hundertprozentige Bestimmung der eigenen Persönlichkeit!

    zeitzuleben.de
    Hier findest du umfangreiche Informationen zu verschiedenen Persönlichkeitstests.
    undefined www.zeitzuleben.de

    Leistungstest

    Keine Angst vor Leistungstests

    Wenn Leistungstests im Assessment Center angekündigt werden, treibt dies den Bewerbern nicht selten den Schweiß auf die Stirn. Hier geht es weniger um das vorhandene Potential – wie etwa bei IQ- und Persönlichkeitstest – sondern vielmehr um die konkrete Anwendung dieser Fähigkeiten innerhalb einer begrenzten Zeit.

    Leistungstests - hier geht's um Konzentration und Schnelligkeit

    © Matthias Enter - Fotolia.com

     

    Erfasst werden vor allem die Bereiche logisches Denken, Sprachverständnis, Umgang mit Zahlen, räumliches Vorstellungsvermögen und technisches Grundverständnis. Hier punktest du durch Schnelligkeit, Merkfähigkeit, Konzentrationsvermögen und nicht zuletzt durch problemlösungsorientierte Flexibilität. Kandidaten müssen beispielsweise unter Zeitdruck Figuren oder Grafiken nach bestimmten Merkmalen sortieren oder aus sehr ähnlich aussehenden Buchstabenfolgen und Zeichnungen unpassende herausfiltern.

    Wichtig ist dabei, das hinter den einzelnen Aufgaben stehende Prinzip schnellstmöglich zu erkennen. Dabei hilft vor allem: üben, üben, üben! Interessierte Bewerber finden aber auch hierbei Ratgeberliteratur in Hülle und Fülle.

    Teste auf folgender Seite beispielsweise dein Konzentrationsvermögen.
    undefinedwww.psychomeda.de

    11/2013

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