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Evonik Industries
Die Ergebnisse des Graduate Barometers zeigen, dass Aufstiegschancen zu den wichtigsten Faktoren bei der Wahl eines Arbeitgebers zählen. Bitte beschreiben Sie, welche Entwicklungsmöglichkeiten Sie Ihren Mitarbeitern bieten.
Für uns ist es wichtig, dass jeder Mitarbeiter seine individuellen Entwicklungsmöglichkeiten erkennen und entfalten kann. Dies geschieht in der Regel im Rahmen eines jährlichen Mitarbeitergespräches, in dem ebenfalls entsprechende Entwicklungsmaßnahmen verabredet werden, die vom klassischen Seminar bis hin zu einem internationalen Projekteinsatz reichen können. Im Grunde geht es dabei, die Potentiale und Interessen des Mitarbeiters mit den Anforderungen der gegenwärtigen oder zukünftigen Tätigkeit auszubalancieren.
Worauf legen Sie bei eingehenden Bewerbungsunterlagen von Absolventen besonderen Wert?
Vorzugsweise bitten wir Bewerber sich bei uns online zu bewerben. Wohlwissend um die systembedingten Begrenzungen zur kreativen Ausgestaltung einer Onlinebewerbung, erwarten wir gleichwohl, dass es dem Bewerber gelingt, uns seine "persönliche Note" zu vermitteln. Darüber hinaus achten wir auf die "Kardinaltugenden" einer Bewerbung: Vollständigkeit, Sauberkeit und Aussagefähigkeit. Auch die persönliche Motivation sowie die Auseinandersetzung mit der potentiellen Aufgabe und dem Unternehmen sind wichtige Kriterien.
Für viele Bachelor-Studierende ist es aufgrund der verkürzten Studiendauer schwierig, freiwillige Praktika zu absolvieren. Was ist für Sie entscheidender: gute Noten oder Praxiserfahrung?
Dies ist keine Frage von "entweder-oder", sondern von "sowohl-als auch". Beides ist erforderlich: Und das in einer ausgezeichneten Qualität. Gleichwohl hängt natürlich der Umfang der erforderlichen Praxiserfahrung von der jeweils zu besetzenden Stelle ab. Allerdings sollte die Frage: Gute Noten oder Praxiserfahrung nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit bestimmten Studienabschlüssen stehen. Vielmehr muss es das Bestreben aller Verantwortlichen sein, in das Bachelor-Studium mehr Optionen für qualitativ und quantitativ intensivere Praxiserfahrungen zu integrieren.
Wie sieht der erste Arbeitstag eines neuen Mitarbeiters aus?
Genauso vielfältig wie der Arbeitsalltag in einem weltweit agierenden Konzern mit über 33.000 Mitarbeitern ist auch der erste Arbeitstag selbst. Was ihn allerdings konzernweit eint, ist das unablässige Bestreben, von Beginn an das Versprechen einzulösen, das wir als Arbeitgeber unseren neuen Mitarbeitern im Vorfeld gegeben haben. Nur so ist Glaubwürdigkeit erreichbar, ein für uns sehr wichtiges Ziel. Und der erste Arbeitstag, der durch Freude, wechselseitig hohe Erwartungen und leichte Angespanntheit gekennzeichnet ist, trägt dazu maßgeblich bei.
Fallbeispiel: Ein neuer Mitarbeiter setzt sehr gut seine Aufgabenstellungen um, kann sich allerdings schwer ins Team einbringen und gibt ungern Aufgaben und Projekte ab. Wie gehen Sie damit um?
Dieses Beispiel beschreibt zunächst einmal eine von außen wahrnehmbare Situation. Wichtig ist jedoch dabei, deren Kontext und Hintergründe zu verstehen. Dementsprechend werden wir zunächst gemeinsam mit allen Beteiligten die Situation analysieren und anschließend einen Lösungsweg verabreden. Ziel ist es dabei, die Interessen des Unternehmens mit den Fähigkeiten des Einzelnen in Einklang zu bringen. Dies geht allerdings nur, wenn Dialogorientierung ein Wesensmerkmal der Unternehmenskultur ist.
Jeder Bewerber hat seine Stärken und Schwächen - jedes Unternehmen auch. Wie geht Ihr Unternehmen mit seinen Schwächen um?
"We love your problems" war das Motto einer unserer letzten Produktkampagnen. Dieses Versprechen kann man nur geben, wenn man ein positives Grundverhältnis zu Herausforderungen hat. Dazu gehört auch, Schwächen früh zu erkennen und sie schnell sowie effizient zu lösen. Dies ist für uns Ziel und Ansporn zugleich. Für die Mitarbeiter bedeutet das, dass wir von Ihnen ein hohes Maß an Reflexions- und Lernfähigkeit erwarten. Probleme kann man am besten lösen auf einer partnerschaftlichen Basis und diese beinhaltet für uns auch, mit Schwächen offen und konstruktiv umzugehen.
Wie unterstützt Ihr Unternehmen seine Mitarbeiter dabei, die oft konkurrierenden Ansprüche an Beruf und Privatleben miteinander in Einklang zu bringen?
Zahlreiche Veranstaltungen fördern das Kennenlernen und gegenseitige Verständnis der Mitarbeiter. Programme zum internationalen Kinderaustausch, lokale Familientage oder Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit von Angehörigen sind gelebte Beispiele im Unternehmen. Mit vernünftigen Arbeitszeitmodellen, Sport- und Gesundheitsprogrammen und einem wachsenden Betreuungsangebot für Kinder unterstützt Evonik die Mitarbeiterin ihrer persönlichen Lebens- und Karriereplanung. Das erfordert jedoch nicht nur auf Unternehmensseite, sondern auch bei den MitarbeiternFlexibilität und Engagement.
Termine
JURAcon (Frankfurt)
Women@Capgemini Day (Nürnberg)
meet@uni-kassel (Kassel)
bonding (Erlangen)


