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Evonik Industries
Drei Fragen an ...
Ulrich Bormann, SVP, Head of Corporate Human Resources, Evonik Industries AG
- Ausbildung und Dienstzeit als Polizeibeamter
- Jurastudium an der Universität zu Köln
- Rechtsanwalt bei Freshfields pp. (D und USA)
- diverse Personalfunktionen im heutigen Evonik-Konzern bzw. ehemaligen Degussa-Konzern
- seit 2007 Leiter Corporate Human Resources der Evonik Industries AG
Welche Stationen waren in Ihrer Karriere besonders wichtig?
Die Berufserfahrung in den USA und die damit verbundene Erweiterung des persönlichen, kulturellen sowie fachlichen Horizonts, der Perspektivwechsel von der beratenden anwaltlichen in die Inhouse-Tätigkeit, die Arbeit an Großfusionen in der Chemiebranche sowie die komplexen Vorbereitungen zur Gründung von Evonik, bei der zusätzlich die politische Dimension einen bedeutenden Teil des Prozesses darstellte. Ein echter Meilenstein war auch die Übernahme der Gesamtverantwortung für HR im Konzern sowie die damit verbundene deutlich größere Personalverantwortung.
Was war ein entscheidendes Ereignis in Ihrer Karriere?
Prägend waren Situationen, die mit einer Krise begannen, aber dann mit Entscheidungsfreude, Mut und Teamwork zum Guten gewendet wurden. Sei es eine angekündigte Standortschließung, die letztlich in guten Zukunftsperspektiven für die Mitarbeiter endete. Oder die Krise 2009, mit dramatischen Auftragsrückgängen und als Folge mehreren Tausend Mitarbeitern in Kurzarbeit, einem Instrument, das mir bis dahin nur aus dem akademischen Kontext bekannt war. Beeindruckend war, wie in der Situation rasche, treffsichere Entscheidungen des Managements den Weg zurück zu Profitabilität und Wachstum ebneten.
Haben Sie einen persönlichen Rat an die Absolventen?
Frühzeitig den Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern suchen über Praktika, Projekte oder Abschlussarbeiten. Nach dem Einstieg das Arbeitgeberunternehmen genau lesen lernen, Mentoren finden sowie Netzwerke knüpfen und pflegen, im Unternehmen und außerhalb. Gegründet auf solider Werteorientierung, den eigenen, authentischen Weg finden, gleichzeitig offen sein für Veränderungen und Neues durch Fortbildung, Funktionswechsel oder Auslandseinsatz. Schließlich die Erfahrung, dass sich besonderer Einsatz in erfolgskritischen Situationen auszahlen wird.
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