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Ingenieure mit guten Berufsaussichten
von Meike Ringleb
Deutschland kann sich schon lange weltweit als hoch entwickeltes Industrieland und als bedeutungsvoller Technologiestandort behaupten und zeigt eine hohe Innovations- und Forschungsintensität. Doch ohne hochqualifizierte Ingenieure kann die deutsche Industrie diese Stellung im internationalen Wettbewerb nicht beibehalten.
Das Problem ist der akute Ingenieurmangel, den bereits viele deutsche Unternehmen vermelden. Wie eine Umfrage des Vereins deutscher Ingenieure (VDI) ergab, suchen 57 Prozent der erfolgreichsten Unternehmen aus der Branche händeringend hochqualifizierte Fachkräfte.
61.000 offene Ingenieurstellen
So bestätigen auch die aktuellen VDI-/IW-Zahlen, dass es mit dem Ingenieurmarkt weiterhin gut bestellt ist und sogar ein Plus von 7 Prozent der Ingenieurstellen im Mai 2010 zu verbuchen war. Mit aktuell 61.000 offenen Stellen im Ingenieurwesen können sich vor allem Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure über sehr gute Einstiegschancen freuen. Auch Studienanfängern werden von Experten sehr gute Berufschancen nach der abgeschlossenen Ausbildung vorhergesagt. Dieser fortwährende Ingenieurmangel ist auf die fehlende Frauenbeteiligung, hohe Abbrecherquote und stagnierenden Studienanfängerzahlen zurückzuführen.
Frauen sind rar im Ingenieurwesen
Frauen können sich nur wenig für ein Studium im Bereich Ingenieurwesen begeistern und auch die Ergebnisse des „trendence Absolventenbarometers 2010 – Engineering Edition“ machen einen klaren Männerüberschuss deutlich. So sind nur rund 19 Prozent der Befragten weibliche Ingenieurstudierende.
Auch die Beschäftigungszahlen des Ingenieurwesens spiegeln dieses unausgeglichene Verhältnis wider. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) konnte bestätigen, dass der Anteil der beschäftigten Ingenieurinnen mit 16 Prozent erheblich unter dem der männlichen Ingenieure liegt. Laut der Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des VDI waren im vergangenen Jahr nur 82.948 Ingenieurinnen und 600.436 Ingenieure in Deutschland beschäftigt. Allerdings zeigt sich ein – zwar geringer, aber stetiger – Anstieg der weiblichen Beschäftigten. Während es 2004 nur 0,2 Prozent mehr Ingenieurinnen waren, wurden von 2007 auf 2008 sogar ein Ingenieurinnenplus von 8,1 Prozent verbucht. 2009 ist noch ein Anstieg von 5,1 Prozent zu vermelden.
Literaturtipp
Um Sie selbst – als Frau – von einem Ingenieurberuf zu überzeugen, legen wir Ihnen das Buch von Evelyn Voigt-Eggert „Freundinnen der Technik“ ans Herz.
Freundinnen der Technik
Evelyn Voigt-Eggert zeigt auf, wie sich Frauen Berufsfelder mit Zukunft erschließen.
Ingenieure steigern das Niveau
Mit aktuell rund 700.000 beschäftigten Ingenieuren und nur knapp 530.000 sonstigen Akademikern weist das IW auf einen 57-prozentigen Anteil an Ingenieurwissenschaftlern in der deutschen Industrie hin. In der Elektroindustrie und im Maschinen- und Fahrzeugbau ist die Anzahl der Ingenieure sogar noch größer (75 Prozent). Da diese die innovationsstärksten Branchen sind, wird deutlich, dass ein prozentual größerer Anteil von Ingenieuren die Forschungs- und Innovationsleistung steigert. Noch ein Grund dafür, warum Ingenieure vorzugsweise gesucht werden und gute Einstiegschancen besitzen.
Die große Mehrzahl der deutschen Unternehmen aus dem Ingenieurwesen ist sogar davon überzeugt, dass Absolventen der Ingenieurwissenschaften bessere Karrieremöglichkeiten haben als BWL- und Juraabsolventen (VDE Trendreport 2008).
Informieren Sie sich hier weiter über die Tätigkeitsbereiche, in denen Ingenieure eingesetzt werden.
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