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Top-Arbeitgeber im Interview

 

von Meike Ringleb

 

Im  folgenden Exklusiv-Interview stehen uns AREVA und MAN – zwei der Top-Arbeitgeber im Ingenieurwesen – Rede und Antwort zu interessanten Fragen rund ums Unternehmen. Neben Informationen zur Unternehmenssituation, zu den Bewerberanforderungen und Einstiegsmöglichkeiten, erklären Verantwortliche u.a. wie ihre Unternehmen Kollegialität leben und für ihre Mitarbeiter eine angenehme Work-Life-Balance erzielen.

 

1. Wie schätzen Sie die Lage der Ingenieurbranche allgemein und die momentane Entwicklung Ihres Unternehmens speziell ein? Wie bewerten Sie die daraus resultierenden Einstiegschancen für Absolventen?


Tim HanneforthTim Hanneforth, Leiter Talent-Sourcing bei AREVA
AREVA wächst, der positiven Geschäftsentwicklung folgend, weiter. In 2010 und 2011 wird AREVA die Zahl der "New Hires" leicht reduzieren, um nach starkem Personalaufbau der vergangenen Jahre die Integration der neuen Mitarbeiter zu intensivieren. Mit über 250 neu einzustellenden Absolventen und Young Professionals nimmt AREVA auch in 2010 weiterhin einen Spitzenplatz als Arbeitgeber für junge Ingenieure ein.

Ingrid ZikeliIngrid Zikeli, Spezialist Talent Management bei MAN
MAN stellt jährlich etwa 150 bis 200 Absolventen ein, vorwiegend aus den Studiengängen Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik, Informatik und Wirtschaftswissenschaften.

Die Unternehmen der MAN Gruppe haben für spezielle Produkte und Leistungen zusätzlich Bedarf an Nachwuchskräften anderer Fachrichtungen, z.B. Verfahrenstechnik, Gießereitechnik oder Mechatronik. Sehr gut qualifizierte Absolventen werden bei uns laufend gesucht.

 

2. Welche Anforderungen stellen Sie – neben den fachlichen Qualifikationen – an die Bewerber?


AREVA: Ein hohes Maß an Sicherheits- und Verantwortungsbewusstsein ist unabdingbare Voraussetzung. Unsere Ingenieure arbeiten in streng reglementierten Aufgaben und in einem sehr dokumentationsintensiven Umfeld. Im Großanlagenbau erbringen Ingenieure große Leistungen, indem sie sich tief in Details einzelner, bis weilen kleinster Anlagenteile begeben, das große Ganze und die Wechselwirkungen des Gesamtsystems immer im Blick behalten.

MAN: Neben der Begeisterung für Technik sind strategische und soziale Kompetenz für uns mindestens genauso wichtig wie Motivation und Engagement. Wer diese Voraussetzungen mitbringt und mindestens eine Fremdsprache beherrscht, hat bei MAN die besten Chancen, ein anspruchsvolles Tätigkeitsfeld zu besetzen.

3. Welche Einstiegsprogramme können Absolventen in Ihrem Unternehmen nutzen?


AREVA: Insbesondere für den Expertennachwuchs bietet AREVA eine Reihe von Programmen an, in der Regel eine Kombination aus Promotion und F&E Tätigkeiten im Unternehmen. Darüber hinaus genießen alle unsere Neueinsteiger nationale wie internationale Integrations- und ggf. Förderprogramme, die in ihrer Vertiefung stets in der Professionalisierung im spezifischen Aufgabenbereich münden.

MAN: Wir bieten Absolventen die Möglichkeit das Unternehmen über ein Traineeprogramm, Praktikum, Werkstudierendentätigkeit oder Abschlussarbeit kennenzulernen. Natürlich können sie auch den Direkteinstieg wählen.

4. Das „trendence Absolventenbarometer 2010 – Engineering Edition“ zeigt, dass nur knapp 19 Prozent der befragten Ingenieurstudierenden weiblich sind. Spiegelt sich diese Tendenz auch in Ihrem Unternehmen wider? Bieten Sie eventuell bestimmte frauenspezifische Förderprogramme an, um den Anteil an weiblichen Mitarbeitern zu erhöhen, beispielsweise im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Work-Life-Balance)?


AREVA: AREVA arbeitet intensiv an der Erweiterung des Arbeitgeberangebotes in einem sich stärker differenzierenden Bewerbermarkt. Die Nachfrage z.B. individueller Arbeitszeiten zur Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben wird an Bedeutung gewinnen. Diese „Trends“ nicht zu verpassen führt AREVA alle zwei Jahre eine weltweite Mitarbeiterbefragung durch, um Interessen aller Mitarbeiter einzubeziehen. In der Folge davon hat AREVA Maßnahmen wie z.B. Gesundheitstage, Betriebssportangebote, Kinderkrippen, Vortragsreihen bis hin zu einem internen Servicedienst umgesetzt.

MAN: Ein Maschinenbaukonzern wie MAN ist schon eine Männerdomäne. Wir haben aber in allen Bereichen auch Ingenieurinnen wie z.B. im Anlagenbau oder in der IT. Mit Instrumenten wie Mentoring, Coaching und flexiblen Arbeitszeitmodellen erhalten die Mitarbeiterinnen Unterstützung vom Unternehmen. Besonders beliebt bei unseren Mitarbeiterinnen ist das Münchener Cross Mentoring Programm, ein Projekt für weibliche Nachwuchsführungskräfte.

5. Weitere Ergebnisse des „trendence Absolventenbarometers“ stellen dar, dass Kollegialität und Wertschätzung der Mitarbeiter zu den wichtigsten Kriterien für die Befragten bei der Wahl eines Arbeitgebers zählen. Wie werden diese Werte in Ihrem Unternehmen gelebt?


AREVA: Bereits aus dem eben Geschriebenen wird deutlich, dass die Zufriedenheit aller Beschäftigten für AREVA Priorität besitzt. Dieses Miteinander in die Bereiche, Abteilungen und Gruppen zu transportieren ist erste Aufgabe der Führungskräfte und findet sich als wesentliche Aufgaben in der Zielvereinbarung wieder. Die im Unternehmen definierten und in einer Charta für alle Mitarbeiter verbindlich kommunizierten Werte werden durch diesen Prozess im tägliche aktiv gelebt.

MAN: Wir sind überzeugt, dass außergewöhnliche Leistungen nur in einem Team möglich sind, in das jeder seine Fähigkeiten einbringen kann. Konträre Meinungen zulassen, ungewöhnliche Ideen respektieren und zuhören können – nur ein intensiver Austausch und Konsensfähigkeit führen dazu, dass einzigartige Lösungen entstehen. Denn eine Idee wird erst dann wirklich erfolgreich, wenn sie mit Kollegen geteilt und weiterentwickelt werden kann. Dieses Prinzip leben und fördern wir.


Wie viel verdient ein Ingenieur und wovon ist das Gehalt abhängig? Dies und weiteres erfahren Sie hier.

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