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Die Handelsbranche im Überblick
von Meike Ringleb
In Deutschland stellt der Handel einen der größten und wichtigsten Wirtschaftszweige dar.
Ganz allgemein beschreibt die Handelsbranche den gesamten Prozess vom Ankauf einer Ware von verschiedenen Herstellern und Lieferanten über die Entwicklung eines Sortiments bis hin zum Warenverkauf. Der Großhandel sowie Handelsvermittler sind die Bindeglieder zwischen Einzelhandel, Industrie und Handwerk, denn ein Großhändler verkauft seine Ware nur an gewerbliche Abnehmer. Das Gegenstück dazu ist der Einzelhandel, dessen Abnehmer sich auf Privatpersonen beschränken. Daneben sind auch der Außen- und Versandhandel von zentraler Bedeutung und üben bedeutende Funktionen im gesamten Wirtschaftsleben aus.
Einzelhandel
Neben der Beobachtung und Erkundung der Absatzmärkte, sowie der Erschließung neuer Märkte und Zielgruppen, ist der Einzelhandel fortlaufend auf der Suche nach national und international günstigen Bezugsquellen. Das kundenorientierte und fortlaufend erneuerte Warenangebot wird ordnungsgemäß gelagert und verbrauchergerecht präsentiert. Außerdem zählen die Beratung des Kunden und warenbezogene Dienstleistungen zu den Aufgaben eines Einzelhändlers.
Groß- und Außenhandel
Während der Großhandel die Position zwischen Produzent und Verbraucher bildet, sorgt der Außenhandel für die wirtschaftliche Entwicklung im Land. Der Außenhandel ist auf internationaler Ebene beheimatet. Die wichtigsten Exportgüter sind Kraftfahrzeuge, Maschinen und chemische Erzeugnisse; die EU-Länder bilden den hauptsächlichen Handelspartner vom deutschen Außenhandel. Trotzdem liegen die Zukunftsmärkte mit einem steigenden Exportvolumen eindeutig in Asien und Osteuropa.
Im ersten Halbjahr 2011 konnten die Großhändler in Deutschland nach vorläufigen Werten des Statistischen Bundesamts ihre Umsätze im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 11 Prozent steigern. Dies entspricht einem realen Umsatzplus von 3,1 Prozent, aufgrund höherer Verkaufspreise. Insgesamt sind die Unternehmen des Großhandels hinsichtlich iherer Umsatzentwicklung im Jahr 2011 sehr optimistisch eingestellt.
Versandhandel
Der deutsche Versandhandel erzeugt auf der ganzen Welt den höchsten Pro-Kopf-Umsatz. Besonders im Versand ist ein Wandel eindeutig zu erkennen: Die klassische Katalog-Bestellung tritt mehr und mehr in den Hintergrund und Online-Shopping wird immer wichtiger für den Konsumenten. Laut KPMG werden schon mehr als die Hälfte der Verkäufe über das Internet abgewickelt. Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels verkündete, dass der Online- und Versandhandel im Jahre 2010 sogar die 30 Milliarden-Umsatzmarke durchbrach.
Vermehrt steigen jetzt auch große Einzelhändler in den E-Commerce ein und Versandhändler bemühen sich mehr und mehr um internationale Expansion nach Mittel- und Osteuropa. Folglich ermöglicht der expandierende Internethandel auch viele aussichtsreiche Karrieremöglichkeiten für Berufseinsteiger.
Auf Basis der repräsentativen Verbraucherstudie "Distanzhandel in Deutschland 2011" rechnet der Bundesverband des Deutschen Versandhandels für das laufende Jahr mit einem Gesamtumsatz von 32,4 Milliarden Euro, was einem Plus von rund 7 Prozent zum Vorjahr entspricht.
Der Wandel im Handel
Der Handel durchläuft unentwegt einen Wandel, da die Kunden fortlaufend neue Wünsche entwickeln und hohe Ansprüche an die Qualität und Preiswürdigkeit des Warenangebots haben. Daneben möchten auch die Hersteller und Lieferanten Ihre neuen Produkte am Markt platzieren und verlangen einen leistungsfähigen Einzelhandel. Außerdem müssen Händler immer wieder neue Marketinginstrumente und -strategien entwickeln, um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.
Hier teilen wir Ihnen mit, wie Ihre Einstiegschancen in der Handelsbranche stehen.
Stand 09/2011
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