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Unilever
Martin Sadler |
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Wie geht es weiter?
22.10.2007Während meines sechsmonatigen Praktikums und der darauf folgenden Diplomarbeit stellte sich für mich mehr und mehr die Frage: „Was kommt eigentlich nach dem Studium?“
Natürlich habe ich mich „in sämtliche Richtungen umgesehen“. Zudem wollte ich aber auch hier im Unternehmen einen Versuch starten. Tja, was soll ich sagen…?! Nach dem erfolgreichen Meistern einiger „Einstellungshürden“, einschließlich des Assessment-Centers, werde ich Unilever auch in Zukunft treu bleiben!
Im Rahmen des UniTrain- (oder auch Trainee-) Programms von Unilever bleibe ich die nächsten acht Monate weiterhin am Standort Buxtehude. Allerdings werde ich nicht in der Produktion tätig sein, sondern im Site-Engineering. Wie und wohin es danach weitergeht, steht noch nicht genau fest. Wahrscheinlich aber an einen anderen Standort, mit Sicherheit jedoch in einer anderen Abteilung. Bis jetzt blicke ich „allem Neuen“ ganz gespannt entgegen und bin mir sicher, dass es auch in Zukunft nicht langweilig werden wird!
So, damit bin ich schon am Ende meines Blogs angekommen! An dieser Stelle möchte ich mich schon mal herzlich bei euch für das Reinschauen in den Blog bedanken! Ich hoffe, dieser kurze Einblick in mein Praktikum war für euch interessant und es hat auch ein wenig Spaß gemacht ihn zu lesen!? Vielleicht verschlägt es den einen oder anderen ja auch „hierher“ – würde mich freuen!
Euch allen eine erfolgreiche Karriere und viel Erfolg im Berufsleben!
Martin
... und ein zweites Fazit!
19.10.2007Es war super spannend mal ein wenig genauer „hinter die Kullissen“ dieser Körperpflegemittel-Produktion zu schauen. Obwohl ich zuvor bereits auf diversen Exkursionen verschiedene automatisierte Produktionsbetriebe „von Weitem“ gesehen habe, gab es gerade hier im Detail doch noch viel Inte-ressantes zu entdecken.
In meiner Rolle als Praktikant (und später als Diplomand) habe ich mich hier im Werk sehr wohl gefühlt. Man wird von vornherein fest ins Team ein-gebunden und in die Projekte miteinbezogen. Soweit ich mich erinnern kann, musste ich während meiner gesamten Zeit hier auch niemals Kaffee-kochen oder sonstige Praktikantenaufgaben erledigen.
Wer zeigen will was er kann (und das dürfte die meisten Praktikanten be-treffen), bekommt hier in seiner Abteilung die entsprechenden Aufgaben und Möglichkeiten zum Präsentieren. Zudem besteht immer die Chance, während des Praktikums auch mal in andere Abteilungen reinzuschnuppern oder wenigstens das Aufgabenfeld abteilungsintern zu wechseln. Langweilig wird es also nicht!
Was mir außerdem sehr gut gefallen hat ist, dass man schnell eigenver-antwortlich arbeiten darf bzw. dies sogar gefordert wird. Dabei bekommt man bei Bedarf natürlich jederzeit Hilfestellungen und Unterstützung, um den roten Faden nicht zu verlieren.
Insgesamt hat der lockere Umgang mit den Kollegen für ein sehr angeneh-mes stressfreies Betriebsklima gesorgt. Bei Fragen und Problemen war jeder bereit selbst weiterzuhelfen oder wenigstens zu vermitteln.
Abschließend dürfen bei diesem Fazit auch der günstige Werksladen und die hervorragende Kantine absolut nicht fehlen! Beides wichtige Faktoren, die dazu beigetragen haben, dass die Motivation während der Arbeitszeit nicht abreißt ;o) Es lässt sich hier also „sehr gut aushalten“!
Vertragsverlängerung
17.10.2007Direkt im Anschluss an das Praxissemester begann ich mit dem Schreiben meiner Diplomarbeit. Ebenfalls bei Unilever. Ebenfalls über das Thema Umstellungen. Im Speziellen habe ich mich dabei auf die umstelltechnische Optimierung einer einzelnen Linie gestürzt. Das Gerüst stellte die eigen-ständige Durchführung eines so genannten „SMED (Single Minute Exchange of Die) Kaizen“ dar – einer im Werk mehrfach angewendeten Methode.
Der Übergang ins neue „Arbeitsverhältnis“ war dabei fließend. Zwar habe ich für die Diplomarbeit natürlich eine genau spezifizierte Aufgabenstellung zusammen mit meinem Chef verfasst, trotzdem habe ich auch weiterhin (eingeschränkt) an meinen bisherigen Praktikanten-Aufgaben weiterge-arbeitet. Dies wurde mit der Zeit jedoch zunehmend schwieriger, da mein Diplom-Thema ein Menge Zeit beanspruchte. Leider gab es zu diesem Zeitpunkt aber noch keinen Nachfolge-Praktikanten für meine ehemalige Stelle.
Schlussendlich (nach 4 Monaten) konnte ich als Ergebnis die gesetzte Zielstellung für meine Diplomarbeit tatsächlich erfüllen, dabei wurde es zum Abgabetermin hin natürlich noch mal richtig stressig. Ich glaube aber, das dürfte wohl jeder kennen, der schon einmal eine wissenschaftliche Arbeit verfasst hat ;o)!
Wer sagt denn, dass Maschinenbauer nur Maschinen bauen ... ?
04.10.2007Die Tage streichen ins Land und die Arbeit wird einfach nicht weniger. Das ist aber bei weitem nicht als Nachteil zu verstehen! Wie anfangs schon gesagt: Im Unilever Werk Buxtehude wird größtenteils eigenständiges Arbeiten erwartet. So kann man bei der vorhandenen Aufgabenvielfalt seine Prioritäten ein wenig nach dem eigene Interesse auswählen.
Je mehr Prozesse und Bereiche man im Werk kennenlernt, desto mehr Dinge fallen einem dabei auch auf, die man "mal eben nebenbei" noch bearbeiten könnte. Oftmals nur kleine Probleme, die überhaupt nicht so aufwändig scheinen, wie sie tatsächlich sind. So habe ich mich zum Beispiel ein wenig in der Programmierung von MS-Excel Makros geübt. Anfangs gar kein Problem – aber wehe man will eine ganz bestimmte Funktion, die es so nicht gibt ... Dennoch habe ich am Ende meine vollautomatisierte Tabelle bekommen – so wie ich sie haben wollte!
Ein sehr viel größeres – und auch spannenderes – Projekt habe ich mir durch folgende Erkenntnis aufgehalst: Um die Effizienz in der Produktion zu steigern hilft es zwar, die Maschinen von der konstruktiven Seite her zu optimieren – sehr viel mehr Potential steckt jedoch in der Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit den Maschinen. So habe ich also Schulungs-termine geplant und später auch umgesetzt.
Der 3-Schicht-Betrieb und der herrschende Produktionsdruck haben die Sache allerdings nicht gerade erleichtert. Immerhin muss die Produktions-linie für eine Schulung komplett stillgelegt werden, um direkt vor Ort trainieren zu können. Zuvor stand aber erst die Frage im Raum: An welcher Linie fangen wir an? Wer soll schulen? Wie viele Schulungen müssen durchgeführt werden? Alles auf einmal kann sich eh keiner merken, und es würde auch viel zu lange dauern.
Als Konsens haben wir mit den Koordinatoren ein komplettes Schulungs-konzept ausgearbeitet: Drei Schulungen zu je einer Stunde – jeweils viermal wiederholt, damit jede Schicht daran teilnehmen kann.
Auch wenn diese Aufgabe jenseits von allem im Studium Erlernten stand, hat mir die Planung viel Freude bereitet. In den "Workshops" sind regelrechte Diskussionen entstanden, wie der "optimale Arbeitsablauf" aussehen könnte. Viele haben sich mit ganzem Elan eingebracht. – Und das Ergebnis ließ nich lange auf sich warten: Schon wenige Wochen später konnte man einen positiven Trend in der Reduzierung der Ausfallzeiten feststellen. Für mich ein super Erfolgserlebnis!
Ein erstes Fazit ...
13.09.2007So langsam habe ich mich in der Firma eingelebt. Fast hat man das Gefühl schon seit Jahren "ein Teil des Ganzen" zu sein. Was vorher war? -Weiß ich nicht mehr! Mittlerweile kann ich mit (fast) jedem Gesicht hier am Standort etwas anfangen (immerhin knapp 500) - und werde von den meisten sogar auch erkannt.
Die Aufgaben und Tätigkeiten werden immer vielfältiger. Jeden Tag darf man aufs Neue gespannt sein, was heute wohl auf einen zukommt. Von Langeweile also keine Spur! Neben den "größeren Projekten" laufen endlos viele kleine Dinge. Wer bisher noch kein Meister in Sachen "organisierte Tagesplanung" war, muss sich hier zwangsläufig damit anfreunden. Aber keine Panik: Für einen kleinen Kaffee mit den anderen Praktikanten oder etwas Smalltalk auf dem Gang ist immer Zeit!
Mittlerweile habe ich mich auf dem Themengebiet der Umstellungen an den Linien soweit eingearbeitet, dass die Mitarbeiter teilweise mit ihren Fragen sogar zu mir kommen. - Anfangs war ich noch etwas unsicher aber jetzt ist es schon ganz normal, dass ich "ohne das OK von meinem Chef" mit an die Linie komme und helfe, auch wenn ich vorher keinen expliziten Arbeitsauftrag bekommen habe.
Ich kann zu diesem Zeitpunkt wirklich nur sagen: Es macht mir Spaß! Okay, ein kleiner Wehrmutstropfen ist das frühe Aufstehen vielleicht schon, aber spätestens wenn man sich beim Mittagessen um halb zwölf der Tatsache bewusst wird, dass der Großteil des Arbeitstages schon rum ist, überwiegt die Vorfreude auf den frühen Feierabend - sofern man gut geplant hat und das Tagespensum erledigt ist :o)
Weiter geht's ...
28.08.2007Die Erarbeitung und Revision der Umstell-Listen an verschiedenen Produktionslinien sollte auch für die kommenden Wochen und Monate eine meiner Hauptaufgaben bleiben. Insgesamt wurden zum Ende meines Praktikums hin neun Linien mit diesen Listen ausgestattet.
Auf der einen Seite hört sich das „Ausrollen des Umstell-Listen-Standards“ nach einer sehr eintönigen Aufgabe an. Auf der anderen Seite war dies ein hervorragender Weg, um die MitarbeiterInnen und auch die Funktionsweise sämtlicher Linien kennen zu lernen. Beides half mir im Weiteren ungemein, da man oft auf die Unterstützung der Linienbediener angewiesen ist und eigenes Fachwissen auch niemals schadet.
So zum Beispiel auch bei einer meiner nächsten Aufgaben: Und zwar ist mir eine unterstützende Funktion bei der Einführung eines neues „Formatteil-Handlings“ aufgetragen worden. Dahinter steckt ein Konzept zur strukturierten Lagerung und Markierung aller neu angeschafften Formatteile. Zur Erinnerung: Formatteile nennt man alle Teile, die bei dem Wechsel der Flasche auf einer Produktionslinie ausgetauscht werden müssen. Sobald also ein neues Flaschenformat auf den Markt kommt (- mehrfach pro Jahr -), müssen auch neue Teile angeschafft werden.
Die Einführung dieses Formatteil-Handling oblag der Innovationsabteilung. Als Mitarbeiter im Bereich „Filling&Packing“, also dem Bereich der Produktionslinien, konnte ich jedoch vielerorts Tipps und Hinweise für die praktische Umsetzung geben. Außerdem wurden diese Formatteile speziell bei Umstellungen benötigt, sodass ich hier gleich – im eigenen Interesse – Prozessoptimierung betreiben konnte. – Eine sehr spannende Aufgabe, wie ich finde, bei der man schnell gemerkt hat, dass ein Konzept in der Theorie bei weitem einfacher scheint, als es in der Praxis tatsächlich ist. Dennoch konnten wir mit der Innovation zusammen einen sehr guten Kompromiss bei der Umsetzung erarbeiten!
Das Arbeiten beginnt ...
27.08.2007Die erste Tätigkeit, die mir zugeteilt wurde, war die Erarbeitung standardisierter „Umstell-Listen“. Wie schon gesagt müssen die Produktionslinien von Zeit zu Zeit auf eine andere Flaschenform umgestellt werden. Das heißt, an der gesamten Linie müssen Teile ausgetauscht und Einstellwerte verändert werden. Diese Umstell-Listen stellen eine Art Anleitung für den Umbau dar. Sie enthalten Bilder und Hinweise, die eine strukturierte Vorgehensweise ermöglichen sollen. Außerdem sind darauf sämtliche Einstellwerte vermerkt. An einigen Linien existierten die Umstell-Listen schon, sodass ich diese sozusagen als Vorlage nehmen konnte.
Ich selber hatte natürlich keine Ahnung, was wann, wie und wo umgestellt werden muss. Also habe ich erstmal selber bei einer Umstellung zugesehen und anschließend mit einem Linienbediener und einem Schlosser zusammen die Listen erstellt. Mit Fotoapparat und Notizblock ging es auf in die Produktion.
- Eine ganze Menge Arbeit! Schließlich müssen alle Bilder und Detailfotos so dargestellt und beschrieben werden, dass hinterher (fast) jeder mit dieser Liste arbeiten kann. Wer schon mal eine Produktionslinie gesehen hat, der weiß, dass die einzelnen Maschinen recht komplex und verwinkelt – also alles andere als übersichtlich – sind.
Nach einigen Testläufen und mehrfacher Nachbearbeitung der Umstell-Listen wurden diese dann an der Produktionslinie ausgehängt und sollten von nun an benutzt werden. In mehreren Schulungen, die ich selber durchführte, habe ich den Mitarbeitern aus den verschiedenen Schichten an der Linie die Listen näher gebracht und erklärt. Im Allgemeinen wurde diese Neuerung sehr positiv angenommen. Bisher hatte jeder sich selber seine Tipps und Tricks für Umstellungen aufgeschrieben oder einfach einen Schlosser zur Umstellung bestellt. Von nun an konnte jeder auf die neuen Listen zurückgreifen. Außerdem stellten mit dieser Anleitung alle Linienbediener nun nach dem gleichen Prinzip um, was eventuelle Probleme bei der Abarbeitung nachvollziehbarer macht.
Fürs Erste war es ein großartiges Gefühl, nach dem recht theoretischen Studium endlich mal in der Praxis etwas umzusetzen, das auch tatsächlich benötigt und benutzt wird …
Einführung im Werk
26.08.2007Weiter geht es mit dem ersten "Arbeitstag" meines Praktikums. Das Vorstellungsgespräch lag damals schon fast drei Monate zurück. An diesem und den folgenden Tagen sollte ich das Werk und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr viel eingehender kennen lernen, als es beim ersten "Reinschnuppern" der Fall war.
Der Tag begann mit meiner sicherheitstechnischen Unterweisung, die jede und jeder neue MitarbeiterIn des Werkes zu Anfang erhält. Sehr eingehend wurden die weiteren zwei Neuen und ich zur Vorsicht ermahnt und auf die Sicherheitsregeln am Standort hingewiesen. Dass hier besonders großer Wert auf die Unfall-Vermeidung gelegt wird, war mir schon am Werkstor aufgefallen. Hier steht eine große Tafel, die mit dem Slogan "Das Werk ist seit XXX Tagen unfallfrei" zur Achtsamkeit ermahnt.
Nach etwa einer Stunde war es dann soweit. Ich wurde meinem Betreuer vorgestellt, der sich von nun an während des gesamten Praktikums um mich kümmerte. Seit etwa einem halben Jahr war er Leiter des Bereiches "Umstellungen", wo ich ihn von nun an tatkräftig unterstützen sollte.
- Zur Erklärung: Als eine Umstellung bezeichnet man den Wechsel eines Produktes auf der Fertigungslinie. Da am Standort lediglich 15 Fertigungslinien existieren, auf denen insgesamt etwa 1000 verschiedene Artikel produziert werden, kam eine solche Umstellung relativ oft vor. Dabei ist meistens nur der Wechsel des Flaschenetiketts notwendig (für ein anderes Land).
Des Öfteren müssen jedoch auch der Flascheninhalt oder sogar die Flaschenform gewechselt werden. Diese "aufwändigeren" Umstellungen sollten von nun an mein Arbeits- und Optimierungsumfeld sein.
Die gemeinsame Arbeit mit meinem Betreuer begann mit einem ausgedehnten Werksrundgang. Ich wurde fast jedem Mitarbeiter in der Produktion und in den administrativen Bereichen vorgestellt, mit dem ich im Weiteren zusammen arbeitete. Zwar war es nicht möglich, sich die vielen Gesichter gleich auf Anhieb zu merken, aber ich wusste in etwa, wen ich zu welchem Thema befragen konnte. Und - was viel wichtiger war - die anderen MitarbeiterInnen wussten nun wer ich bin.
Auch in den nächsten Tagen hat mein Betreuer sich sehr viel Zeit für meine Eingewöhnung und alle offenen Fragen genommen. Im Nachhinein hat diese "lange" Einführungsphase mir den Einstieg in die Arbeit erheblich erleichtert und ich konnte anschließend ohne Probleme mit meinen Aufgaben beginnen.
Das Bewerbungsgespräch
17.08.2007An meinen ersten Termin erinnere ich mich noch recht genau. In Buxtehude angekommen war ich zunächst etwas überrascht, wie "unscheinbar" das Werk von der Strasse aus wirkte. "Und hier wird für ganz Europa die AXE und DOVE Seife hergestellt?", dachte ich. Keine hohen Fabrikhallen, keine riesigen Parkplätze und kein Mensch weit und breit - nur das mittelgroßes Unilever-Logo am Haupttor lies auf den globalen Konzern schließen.
Meine Verwunderung legte sich jedoch bald wieder als ich auf dem Werksgelände stand. Hier herrschte geschäftiges Treiben und von Nahem waren die Gebäude doch auch sehr viel größer als erwartet.
Der Abteilungsleiter holte mich im Empfangsbereich ab und verpasste mir zuerst Sicherheitsschuhe, einen Kittel und eine Schutzbrille. Was heute "das tägliche Brot des Verkleidens" ist, war damals noch etwas ungewohnt. Aber man kam sich aber gleich viel wichtiger vor ...
Es folgte ein kurzes Gespräch - wie wohl gängige Praxis - über mich, meine Vorstellungen, mögliche Aufgabenfelder und den Standort in Buxtehude im Allgemeinen. Direkt danach hieß es: "So Herr Sadler, von meiner Seite aus passt das alles ganz gut. Wenn Sie ebenfalls Interesse haben, schicke ich Ihnen den Vertag in den nächsten Tagen zu!" Hui, das ging schnell... schoss es mir durch den Kopf. Aber mir gefiel es tatsächlich - also: umso besser! Die anschließende Werksführung bestätigte meinen Eindruck noch weiter.
Der Termin für mein Vorstellungsgespräch lag an einem "Brückentag", zwischen einem Feiertag und dem Wochenende. Dementsprechend haben Viele im Werk die Gelegenheit genutzt und ein verlängertes Wochenende genommen. Trotz der laufenden Vollzeit-Produktion hab ich an diesem Tag also eine "sehr ruhige" Produktionshalle besichtigt. Damit meine ich: Die Produktion war natürlich an allen Fertigungslinien in vollem Gange. Im Nachhinein liefen damals aber verhältnismäßig wenig Menschen rum. Trotzdem waren es überraschende Eindrücke, die ich bei diesem Besuch gewonnen habe: Sowohl von der technischen, wie auch von der menschlichen Seite. Trotz meiner vorherigen Teilnahme an diversen Exkursionen zu Produktionsfirmen, war es super spannend hier die speziellen Abfüll- und Packprozesse an den Linien zu beobachten. Zudem waren die MitarbeiterInnen alle sehr freundlich und offen, obwohl man als unbekannter Beobachter in ihrem Arbeitsbereich "herumstand".
Vieles von dem was ich damals gesehen habe, konnte ich erst sehr viel später wirklich verstehen - und es ist selbst heute immer noch spannend durch die Produktion zu laufen, zu beobachten und mit dem Personal zu reden.
Alles in allem bin ich also mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gefahren, dass ich ein absolut spannendes und abwechslungsreiches Praktikum in einer "gut riechenden Fabrik" vor mir habe!
Mein Praktikum bei Unilever
15.08.2007Hallo!
Ich bin Martin Sadler, 26 Jahre alt und Maschinenbaustudent an der FH in Hamburg. Auf dieser Seite werde ich euch in den nächsten Monaten über mein Praktikum und meine Diplomarbeit im Unilever-Werk Buxtehude berichten. Von meinem Praktikum werde ich dabei nur rückblickend schreiben, da ich mittlerweile schon am Anfang meiner Diplomarbeit stehe.
Für diejenigen unter euch, die sich fragen: "Unilever... schon mal gehört... aber wer war das noch mal?" - hier ein paar Worte zum Unternehmen: Der Mutterkonzern selbst wirbt erst seit Kurzem mit seinem Namen auf den einzelnen Produkten. Weltweit stellt Unilever 400 Marken des täglichen Bedarfs her. Bei uns sind besonders Marken wie Langnese, Du Darfst, Becel, Rama, Bifi, Bertolli, Axe, Dove, Lux, Domestos und Viss bekannt. Sicher habt ihr auf der einen oder anderen Verpackung irgendwo auch schon mal das neue Unilever-Logo (ein "U") bemerkt. Wenn man bewusst darauf achtet, wird jeder Einkauf zum Erlebnis! Bei jedem zweiten Artikel, den man aus dem Regal nimmt schießt einem ein "...auch von Unilever" durch den Kopf. Ich selber hätte nie gedacht, dass so viele bekannte Produkte von Unilever hergestellt werden!
Aber zurück zum eigentlichen Thema: Mein Praktikum! Für einen Maschinenbau-Studenten ist es eher "untypisch" zu einem Unternehmen, wie Unilever zu gehen - dachte ich. Die meisten meiner Kommilitonen bewarben sich damals bei den Automobilherstellern und -zulieferern oder irgendwo in der Luftfahrtbranche. Ich gebe zu, dass ich anfangs auch genau bei diesen Firmen nach Praktika geschaut habe. Aber irgendwie war das alles nix. Auf Unilever bin ich - mehr oder weniger zufällig - durch einen Unternehmens - Guide gestoßen, in dem mögliche Firmen für Berufseinsteiger sich auf einer Seite jeweils vorgestellt haben. Unilever selbst war mir damals bereits ein Begriff. Also habe ich mich einfach mal auf deren Internetseite umgesehen, was für Stellen angeboten werden. Fast ein wenig enttäuscht musste ich feststellen, dass aus meinem Fachbereich überhaupt gar niemand gesucht wurde. Irgendwie war ich aber fasziniert von dem Gedanken, mein Praktikum dennoch hier zu machen. Frei nach dem Motto "Probieren kostet nix" hab ich mir also ein paar interessante und nahezu passende Stellenausschreibungen rausgesucht und mich beworben.
Tatsächlich bekam ich zwei bis drei Wochen später - ich saß gerade am Flughafen, eine halbe Stunde vor dem Abflug in den dreiwöchigen Sommerurlaub - einen Anruf von dem Fabrik-Ingenieur aus dem Werk in Buxtehude. Er meinte, dass er mir zwar die gewünschte Stelle nicht anbieten könnte, dafür aber direkt in der Produktion was frei hätte. Freudig überrascht von dem Anruf machte ich gleich einen Termin für nach dem Urlaub ab.
Fortsetzung folgt ...
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