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Erfahrungsbericht

 

Ulrike EllfeldtUlrike Ellfeldt, 25 Jahre,  hat ihr 10. Semester an der Humboldt-Universität Berlin mit dem Master of Education in Spanisch und Deutsch abgeschlossen.


1. Warum hast Du diese Universität und den zugehörigen Standort gewählt?


Da ich aus Berlin bin und auch gern hier bleiben wollte, habe ich mich an der FU, HU und an der Uni Potsdam beworben. Da ich an allen drei Unis angenommen wurde, hatte ich das Glück, mir aussuchen zu können, wo ich studieren wollte. Heutzutage wäre das sicherlich anders, da der NC in Berlin allgemein sehr hoch ist.

Letztendlich fiel meine Wahl auf die Humboldt-Universität, da sie eine traditionsreiche Uni mit bekanntem Namen ist, in einem wunderschönen alten Gebäude angesiedelt ist und zudem mitten in der Stadt liegt. Auch im Ausland kennt jeder den Namen Humboldt, was also nur von Vorteil sein kann.

2. Wieso hast Du Dich für diesen Studiengang entschieden?

Sprachen haben mich schon immer fasziniert, allen voran das Spanische. Nach der Schule habe ich ein 2-monatiges Volontariat in Ecuador an einer Dorfschule absolviert, an der ich meine ersten Erfahrungen als Lehrerin sammeln konnte. Dort lernte ich auch die ersten Grundlagen des Spanischen. Mit den Sprachen fiel mir zunächst nichts anderes ein, als Lehrerin zu werden. Nun bin ich fast fertig mit dem Studium und habe mich letztendlich doch dagegen entschieden, die Lehrerlaufbahn weiter zu verfolgen, da ich mir nicht vorstellen kann, mein Leben lang Lehrerin zu sein. Zur Zeit suche ich nach Alternativen.

3. Wie hat sich Dein Alltag durch das Studium verändert?

Als Student muss man eine sehr gute Selbstdisziplin und Selbstorganisation haben. In der Uni gibt es keinen vorgegebenen Stundenplan und es wird einem auch nicht gesagt, was man zu tun hat. Man ist plötzlich für alles allein verantwortlich. Dazu kommt, dass ich im zweiten Studienjahr ausgezogen bin und auch das Allein-Wohnen Schwierigkeiten mit sich bringt. Auch die Arbeit neben dem Studium gehört dazu, was mein Leben jedoch abwechslungsreicher und auch stressiger gemacht hat. Ich habe also in den letzten Jahren gelernt, meine Zeit gut einzuteilen und Verantwortung zu übernehmen.

Trotz allem hatte ich nebenbei immer noch viel Freizeit, um mich mit Freunden zu treffen, auszugehen und vor allem zu verreisen. Das ist das Schönste am Studentenleben, denn man hat noch recht viel Zeit. Im späteren Berufsleben wird man selten für 2-3 Monate am Stück verreisen können.

4. Warum hast Du Dich für ein Studium und nicht für eine Ausbildung entschieden? Würdest Du Dich wieder so entscheiden?

Da ich Abitur gemacht habe, kam für mich immer nur ein Studium in Frage, über eine Ausbildung habe ich gar nicht erst nachgedacht. Mit meinem heutigen Wissen würde ich für mich vielleicht ein duales Studium wählen, da man dort sowohl studiert, als auch Praxiserfahrungen macht. Man ist in einem Unternehmen integriert und hat am Ende des Studiums häufig gute Jobchancen.

5. Welchen Tipp würdest Du angehenden Studierenden mit auf den Weg geben?

Es gibt eine immer größer werdende Auswahl an Studiengängen und es wird zunehmend schwerer, die richtige Entscheidung zu treffen. Nicht verzagen! Es ist wichtig, ein Studium zu wählen, was einem wirklich Spaß macht und, dass man auch keine Angst davor hat, nach einem Jahr nochmal zu wechseln, falls man merkt, dass es nicht das Richtige ist. Letztendlich macht man im späteren Berufsleben sehr selten das, was man in der Uni gemacht hat. Man kann also ganz beruhigt sein, man hat auch als Quereinsteiger Chancen.

Und ein letzter Tipp noch, trotz aller Schwierigkeiten, Stress und Prüfungen: Genießt euer Leben und die viele Freizeit, die ihr habt! Das Studium ist schneller vorbei, als man denkt und dann fängt der Ernst des Lebens an. Viel Spaß dabei!

 

Hier können Sie einen weiteren Erfahrungsbericht lesen.

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